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Pauschalreisen kurz vor dem Preiskollaps

Die jährliche Reise in sonnige Gefilde hat sich in den letzten zwanzig Jahren zunehmend zur Pflichtveranstaltung gemausert. Und dies nicht nur, um für sich und seine Familie Erholung zu finden, somit Energie für das nächste Jahr zu tanken, sondern ganz offenbar auch als reines Statussymbol.

Eine Mutter äußerte mir gegenüber, dass es schon schwierig für ihre Familie sei, jedes Jahr den Sommerurlaub finanziell zu schultern, aber was sollten denn die Leute sagen, wenn sie zuhause blieben und vor allem, was sollten die Kinder nach den Ferien in der Schule erzählen? Die würden doch damit regelrechte Außenseiter.

So kommt es, dass immer mehr Menschen Schulden machen, um den Jahresurlaub im Ausland verbringen zu können. Ein Mitarbeiter der örtlichen Sparkasse schätzte im Gespräch die Zahl der auf Pump finanzierten Urlaubsreisen auf „mindestens 70 Prozent“ und ergänzte, dass die Mehrzahl dieser Kredite nicht innerhalb eines Jahres abgezahlt werden können, sich mithin der Gesamtschuldenbetrag jährlich kontinuierlich erhöht.

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Behördliche Abzockerei

„Nanu? Verdammt hell. Das wird doch wohl kein Blitz gewesen sein?“ Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen verregneten Morgen vor zwei Wochen. Ich befahre eine 30-Zone steil bergab auf dem Weg zum ersten Termin. „Die können Dich doch unmöglich geblitzt haben. Du warst doch nicht zu schnell.“ Nach weiteren 10 Sekunden Grübelns vergesse ich den Vorfall.

Heute schickt mir der Oberkreisdirektor Landrat als Polizeibehörde dann nebenstehendes Bild, verbunden mit der Aufforderung, innerhalb einer Woche ein Verwarnungsgeld von 15 Euronen zu berappen. Grund: Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Erlaubt waren 30 km/h. Ich fuhr 36. Noch Fragen?

Ich glaube, ich sollte ernsthaft darüber nachdenken, mir einen volldigitalen, amtlich geeichten und wöchentlich nachjustierten Tachometer einbauen zu lassen. Mein Standardtacho hat nämlich bloß so einen blöden Zeiger und die Unterteilung bei den Kilometern ist auch nur in Zehnerschritten vorgesehen. Wenn man dann noch bedenkt, dass zwischen der Zahl 30 und der Zahl 40 maximal ein halber Zentimeter Platz ist: Da muss man ja in die Radarfalle gehen.

Oder war die Sache mit den Radarkontrollen nicht eigentlich mal anders gemeint…