Eine gewisse Voreingenommenheit ergriff mich, als ich den Begriff Homepagebaukasten las. Zuviele negative Kundenerfahrungen musste ich im Zusammenhang mit diesem unscheinbaren Wörtchen machen. Es ist ja nicht so, dass man behaupten könnte, ein Homepagebaukasten sei eine besonders neue Erfindung.
Schon in den Neunzigern wurden Kunden mit derartigen Systemen von professioneller Dienstleistung abgehalten. Wobei ich übrigens nie verstanden habe, warum das so war. Konnten die Leute nicht erkennen, dass ihre Homepages aussahen, wie die inzwischen geschlossene Deponie vor den Toren der Stadt? Oder waren das die ersten Anzeichen des beginnenden Trashtrends? Oder wollte man sich schlicht etwas schön reden, was ganz und gar nicht schön war? Nach dem Motto: Ja, es sieht vollkommen beschissen aus, aber es war billig…
So schlimm ist der Homepagebaukasten der Firma Surfino nicht. Obschon ihm durchaus eine gewisse Gruseligkeit der Designvorlagen und auch des Verwaltungsbackends nicht abgesprochen werden kann. Ich fühlte mich ins Jahr 1998 zurückversetzt. Auch die Funktionalität ist altbacken. Besucherzähler in Leuchtibunti, Laufschrift (in Worten: LAUFSCHRIFT) und allerlei Noppes aus Oma Internets Rumpelkeller ist im Angebot.
Die wählbaren Designs entstammen aus den Weiten des Netzes. Das ein oder andere Theme aus Open Source Web Design habe ich wiedererkannt. Und wie es mit solchen Designs halt ist, grmpf, sie sind nicht eben professionell. Jedenfalls nicht so, dass man gern dafür Euroscheine auf den Tisch des Hauses zählen möchte. Von CSS und XHTML mal ganz betreten zu schweigen. Der erzeugte Code ist sehr Frontpage (falls dieses fiese Produkt der Microsoftler noch jemand kennt).
Nun kann man im Exklusivtarif die Hilfe der Surfinos in Anspruch nehmen und Bilder, sowie Farben von denen einbauen lassen. Allerdings alles im Rahmen der Baukastensystembeschränkungen. Wenn also der Obersurfino Peter Schade anderen Ortes die Alternative so beschreibt:
Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er 19,90 Euro für seine Website ausgibt, die er auch noch selbst pflegen kann, oder lieber tausende Euro für eine Agentur.
Dann muss ich doch einwenden, dass man mit vollem Mund nicht sprechen sollte. Offenbar hat die Einschränkung, dass das Baukastensystem den Rahmen bildet, der Blogger anderen Ortes auch nicht erkannt, denn sonst hätte er seine Fragen wohl kaum in einer Art und Weise gestellt, die fälschlicherweise darauf schließen lässt, dass man mit dem Surfino-Exklusivvertrag eine völlig individuell designte Website für monatlich knapp 20 Ocken erhält.
Zeit für ein diesbezügliches Resümee: Wer sich in den letzten zehn Jahren nicht für den Einsatz der vielfältig angebotenen Homepagebaukästen erwärmen konnte, der braucht in 2008 nicht damit anzufangen. Surfino ist nicht die Alternative, sondern reiht sich lediglich nahtlos in das bestehende Angebot ein.
Wer unbedingt für ganz wenig Geld eine Website braucht, nehme sich einen Account bei WordPress.com und leite seine DE-Domain darauf. Die dort vorhandenen Designvorlagen sind sämtlich nicht schlechter und die Anpassung von Bildern und Farben bekommt man auch noch hin. Außerdem erhält man eine unter Codegesichtspunkten deutlich modernere Site.
Der Vollständigkeit halber will ich noch einen Blick auf die Bedienung des Homepagebaukastens werfen. Ich habe eine Beispielwebsite, nämlich die Homepage des Blogseminaranbieters Bloggolino AG entworfen und dabei von etlichen Funktionalitäten des Baukastensystems Gebrauch gemacht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass jeder, der schon einmal mit einem HTML-Editor im Textfeld, wie dem von Surfino eingesetzten TinyMCE gearbeitet hat, problemlos weiterkommen wird.
Momentan ist die Bloggolino AG noch hier erreichbar, auf Dauer muss sich der geneigte Leser dieses Textes wohl mit dem folgenden Bild begnügen. Die Anpassung der Seiten über das Hochladen eigener Bilder, sowie die Anpassung des Logos hinaus, ist auf die Bearbeitung des HTML-Quelltextes der einzelnen Seite beschränkt. Jedes WordPress bietet mehr.
Ich bin absolut nicht überzeugt. Keine Empfehlung meinerseits, nicht einmal an diejenigen, die wirklich keine Ahnung haben, wie sie sonst günstig an eine Website kommen sollen. Denn mit rund 240 Schleifchen im Jahr ist Surfino kein Schnäppchen. Dafür findet sich mit Sicherheit ein Mediendesignstudent, der einem ein WordPress in fünf Stunden anpasst und mit einem halberlei eigenständigen Design hinterlegt. Wenn es denn unbedingt eine dynamische Website sein muss.
Ein Fünf-Seiten-Website´chen würde ich mit Dreamweaver sogar zu regulären Honorarsätzen in dieser Größenordnung hingeschraubt bekommen. Und ich glaube nicht, dass der typische Surfinokunde einer ist, der Riesenwebsites mit dem System fährt.
In diesem Zusammenhang habe ich mich übrigens gewundert, dass es keinerlei Referenzen zu bestaunen gab. Na ja. Gewundert?

Schnell war eine Art Drehbuch entworfen. In aufwändiger Inszenierung sollte der ultimative Kampf der Protagonisten aus Star Wars nachgestellt werden. Ein Monument der Filmgeschichte. Die Originalszenerie war flugs gebaut. An Kameratricks musste nicht weiter gefeilt werden. Schließlich gäbe es ohnehin keine Alternative zur Handycam mit der festen Brennweite.
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Lässt man die gesammelten Vorurteile der letzten 40 Jahre die intellektuelle Herrschaft übernehmen, wird man vermutlich laut “Nein, natürlich nicht!” brüllen. Bridge, Rommé, Canasta und Skat. Das sind ehrenwerte Kartenspiele. Klar, aber Poker? Man denkt direkt an verrauchte Hinterzimmer irgendwelcher Hafenspelunken, in denen sich die Unterweltgrößen der Stadt zum Karten kloppen treffen. Der mit dem fiesesten Blick gewinnt. Oder der mit der dicksten Wumme.
Ich weiß. Früher war es üblich, solche “praktischen” Dinge an Weihnachten oder zu sonstigen Anlässen zu verschenken. Früher war es allerdings auch üblich, dass der oder die so Beschenkte wenigstens ein Mindestmaß an Freude vortäuschte. Diese Zeiten sind jedoch vorbei.
Es ist warm. Das Meer rauscht sanft gegen den Strand. Der weiße Sand ist noch vom Sonnenlicht des Tages aufgeheizt. Er sitzt neben seiner Freundin. Sie legt ihren Kopf auf seine Schulter und seufzt zufrieden. “Schau mal, wie schön die Sterne funkeln. Und wie viele das sind. Ist das nicht romantisch? Das Meer, der Strand, wir beide und die vielen unbekannten Sterne über uns…”
Allein für den Titel habe ich 30 Minuten gebraucht. In diesem Beitrag geht es um das Produkt einer Firma, die mich schon seit Kindesbeinen mit ihren Erzeugnissen begleitet. Die Firma heißt CASIO und hat bei mir unzählige Male in Form von Taschenrechnern, Keyboards, Uhren, Tischrechnern, Digitalkameras und Beschriftungssystemen gewohnt. Ich weiß nicht mehr genau, ob eine Uhr oder ein Schultaschenrechner mein erstes CASIO waren, aber ich vermute, keiner von Ihnen besteht auf einer definitiven Klärung dieser Frage.
Nun ist es also heraus. Hinter der mysteriösen Website