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Gaia Royal Village Kos – Strand

Das Royal Village verfügt über einen ausreichend großen Hotelstrand hinter einer kleinen Dünenlandschaft. Nach links und rechts kann man kilometerweit laufen.

Sonnenliegen und -schirme kosten pro Stück 1,50 €. Dafür wird eine komplette Infrastruktur mit Duschen, Toiletten, überdachten Sitzplätzen, Umkleidekabinen und einem Kiosk mit Eis und Getränken vorgehalten. In Ordnung.

Direkt an der Wasserlinie des feinen Sandstrandes gibt es eine etwa 2 Meter breite Steinzone aus Kieseln. Badeschuhe sind nicht erforderlich. Danach geht es mindestens 50 Meter weit stehend ins Meer. Ideal nicht nur für kleine Kinder. Das Meer hat derzeit gute 26 Grad.

Für Poolfreunde wird ebenfalls einiges geboten.


Gaia Royal Village Kos – Internet

Internet ist verfügbar, sagt die Website. Stimmt aber nicht, sagt die Praxis. Mein Wifitrak auf dem iPhone zeigt ein voll verfügbares offenes WLan, Zugang gibt es aber nicht.

Auf Anfrage wird mitgeteilt: We´re trying to fix it. Das allerdings schon seit einer Woche. Und nach meinem Verständnis, das nicht ganz unerheblich ist, kann es kein Problem geben, denn die Rezeption selber verwendet das Internet täglich.

Liegt hier nicht vielleicht eher eine Problematik bei der Bezahlung eines entsprechenden Tarifs vor?


Gaia Royal Village Kos – Verpflegung

Die Verpflegung ist im Großen und Ganzen akzeptabel. Mit Ausnahme des Frühstücks, denn das ist eine mittlere Katastrophe. Es gibt keine Brötchen, es gibt nicht mal Toast. Es gibt lediglich zwei Sorten Brot, beide eine Art Baguette und wahrlich nicht jedermanns Sache, zumal genau dieses Brot zu allen drei Mahlzeiten gereicht wird und so selbst dem hartgesottensten Konfliktvermeider nach spätestens drei Tagen zum Hals raushängt.

Die frei zu zapfenden Getränke sind Konzentrate, die man in Deutschland aus guten Gründen nicht kennt. Das Bier ist in Ordnung, die Weine kommen aus Riesentetrapaks. Cocktails sind nicht All Inclusive, kosten aber nur moderate Beträge.

Im Restaurant gibt es offenbar einen Hobby-DJ, vermutlich aus den Reihen der KellnerInnen, der sehr loyal zu einzelnen Künstlern und Songs steht. Anders ist es nicht zu erklären, dass zu allen Tageszeiten der gleiche Gangsta-Rap aus den Lautsprechern dröhnt und auch den letzten Funken Urlaubsfeeling abzutöten geeignet ist.

Dabei ist das Restaurant baulich eigentlich ganz schön. Es bietet eine ausgewogene Mischung aus Innen- und Aussenplätzen und ist dabei nie überfüllt. Der direkte Meerblick tut sein übriges.

Derjenige, der die Speisenauswahl zusammenstellt, ist offenbar nicht bei guter geistiger Gesundheit oder ein ganz eingefleischter Metropolit. Denn das Portfolio besteht aus abstrusen Kombinationen erstaunlichster Kulinarien aus aller Herren Länder. Allen gemein sind lediglich die geringen Kosten, die die Herstellung erfordert hat.

Mangelware indes sind Gerichte griechischer Küche. Leider.

Dennoch, wie mein ehemaliger Chef stets zu sagen pflegte: Besser zwei Mal satt, als einmal gut gegessen. Das klappt im Royal Village jedenfalls.


Gaia Royal Village Kos – Hotel, Zimmer, Roundabouts

Das Gaia Royal Village Kos besteht aus drei verschiedenen Bauaabschnitten, die von Straßen durchzogen sind und darauf schließen lassen, dass hier nicht nur stark unterschiedliche alte Bauten zu einem Komplex zusammen gefasst wurden. Vielmehr erscheint es so, dass es sich um mindestens zwei verschiedene, ehemals selbständige Hotels handelte, die nunmehr unter einer Flagge betrieben werden. Da auf den Straßen relativ reger Verkehr herrscht und die Gäste ebenfalls auf die Nutzung selbiger angewiesen sind, entsteht nicht das Gefühl, sich hier in einer Ferienclubanlage zu befinden.

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Gaia Royal Village Kos – Anreise

Vorweg: Die Rezeption vom Gaia Royal Village Kos liess sich bis zum Schluss nicht kontaktieren, obwohl sie über mehrere Büros und mindestens drei sichtbare Officeinternetcomputer verfügt, wie ich heute per eigenem Augenschein feststellen konnte.

Vorabend-Checkin in Düsseldorf: TUIFly bietet in Düsseldorf einen Vorabend-Checkin für alle Flüge des Folgetages bis 12 Uhr an. Dabei müssen sich die Reisenden in das recht enge Zeitfenster von 18 bis 20 Uhr pressen. Ich tat es.

Erstaunt stellte ich fest, dass vor dem Checkin-Schalter ein weiterer mobiler Schalter aufgebaut war. “Sie wollen einchecken? Das macht 3 Euro pro Person.” Woraufhin ich erwiderte, dass das das erste Mal in über zwanzig Jahren Vorabend-Checkin sei, dass ich eine Gebühr dafür bezahlen müsse. Es folgte noch ein kurzes Geplänkel á la “aus Scheisse Geld machen” und so. Letztlich legte ich natürlich das Geld auf die mobile Theke und erhielt am eigentlichen Checkin-Schalter die Bordkarten für alle Mitreisenden.

Morgen der Anreise: Alles lief bestens und es gab nichts zu beklagen.

Halt, eines war doch sehr erstaunlich. Nachdem ich am Vorabend die Bordkarten erhalten hatte, kontrollierte am Morgen der Abreise niemand mehr die Übereinstimmung zwischen Bordkarte und sie haltender Person. Die Sicherheitskontrolle lief höchst penibel ab, der mitgeführte Kinderbuggy wurde gar in einem separaten Raum von Fachpersonal gecheckt. Bloß die durchaus interessante Frage, ob der Kontrollierte überhaupt der rechtmäßige Inhaber der Bordkarte ist, wurde bis ins Flugzeug, gar bis ins Hotel hinein nicht geklärt.

Das hat Potenzial für Selbstmordattentäter, die nicht unter eigenem Namen an Bord eines Flugzeugs gelangen kommen. Lasst irgendwen den Vorabend-Checkin machen und nehmt deren Bordkarten. Schon seit ihr drin.

Im Hotel: Das Personal ist bereits mit einem relativ geringen Ansturm von etwa fünf anreisenden Familien heillos überfordert. Die Qualität der angebotenen Leistungen bedarf natürlich noch genaueren Hinsehens, kann jedoch bereits jetzt gefahrlos als nicht vier Sterne gemäß klassifiziert werden. Dazu aber in Kürze mehr.

Ansonsten: 32 Grad. Sonne. Warmes Meer. Die Grundkomponenten stimmen.


Hotel Gaia Royal Village Kos – Teil 1

Dieser Tage geht es in das Hotel Gaia Royal Village Kos. Die Bewertungen sind unterschiedlich, manche euphorisch, manche desaströs. Man wird es vor Ort ansehen müssen.

Was aber definitiv bereits vor Reisebeginn nicht funktioniert, ist die Kommunikation mit den Reisenden. So fragte ich bereits vor Tagen per Mail nach der Verfügbarkeit von Internetzugängen im Hotel und konkretisierte meine Frage gestern noch einmal.

Effekt: keiner. Antwort: keine.

Nun könnte man sagen, dass die Bediensteten nicht regelmäßig ins Internet schauen. Pffrt. Meine Erfahrung mit Rezeptionen in den letzten fünf Jahren zeigt ein ganz anderes Bild. Da waren die Bediensteten kaum vom Internetzugang weg zu bekommen. Ob sie da allerdings dienstliche E-Mails abgerufen haben, ist tatsächlich fragwürdig…

Update Montagnachmittag: Nach wie vor keine Reaktion aus griechischen Landen. Mittlerweile habe ich es geschafft, vom Veranstalter die Telefonnummer des Hotels zu bekommen. Nur leider geht keiner ans Telefon… Was ist denn das für eine Rezeption?

Update Dienstagmittag: Weder telefonisch noch elektronisch ist es mir bislang gelungen, einen Kontakt herzustellen. Mittlerweile benutzte ich sogar vorsichtshalber weitere meiner E-Mailadressen, um der Eventualität zu begegnen, in einem rigiden Spamfilter gefangen zu werden.

Mit Alltours ins Hotel Sandy Beach Resort, Korfu (Hotelgruppe Aquis)

Als ich buchte, hieß es noch Club Alltoura Corfu Beach. Jetzt heißt es Sandy Beach Resort, gehört zur Gruppe Aquis und hat sich dem Vernehmen nach das Nachbarhotel gleich noch mit einverleibt.

Als ich buchte, buchte ich allerdings auch noch Air Berlin und einen Flug zur akzeptablen Tageszeit. Bis zur Abreise hatte sich all das geändert, nur der Preis von knapp 5.000 Euro, der blieb. Ich berichte folgend von meinen, damit in Zusammenhang stehenden Erlebnissen.

In der Überzeugung mit Air Berlin zu fliegen, bewege ich mich am Abend des 6. Juli vermittels meines PKW eineinhalb Stunden Richtung Köln-Bonner Flughafen. Angesichts der frühen Abflugzeit von 6 Uhr halte ich das für geboten. Am Flughafen angekommen, bescheidet mir ein versierter Bediensteter: “Sie fliegen mit Germanwings. Die machen keinen Vorabend-Checkin. Seien Sie einfach spätestens um 4 Uhr da, dann gibt es keine Probleme.” Kleine Anmerkung: Germanwings macht als einzige (!) Airline keinen Vorabendckeckin in Köln-Bonn.

Wieder zuhause stelle ich fest, dass man bei Germanwings per Web einchecken kann. Ich denke, dass ich so auf alle Fälle schon einmal die Sitzplatzfrage vom Hals hätte und tippe die Buchungsnummer ein. Fehlermeldung. Nochmal. Fehlermeldung. Buchung nicht vorhanden. Ich rufe die schweineteure Germanwings-Hotline an, denn das kann ja nur ein Fehler sein.

Die Callcenter-Dame ist nett, wie es Callcenter-Damen, die im ersten Anruf Germanwings-Support machen und beim zweiten Anruf Fußpflegeprodukte verkaufen, nun einmal sind. “Klar. Sitzplätze können Sie bei mir reservieren. Die Buchungsnummer, bitte. … Nein, das ist keine Buchungsnummer von uns … Ach, Sie fliegen mit Alltours? … Warten Sie mal … Ich sehe gerade, Sie fliegen in einer GRuppe von mehr als neun Leuten … Sie sind nur fünf? … Na ja, dann hat Alltours irgendwelche Gestaltungen (!) gewählt. .. Nee, da kann ich Ihnen nicht helfen. … Seien Sie einfach morgen um 4 Uhr am Checkin.”

Interessant. Sitzplatzreservierungen gingen grundsätzlich, aber nicht bei Alltours, weil die “Gestaltungen” gewählt haben. Man kann sich wohl leicht vorstellen, was das für Gestaltungen gewesen sein könnten. Am Ende wird es sich darin erschöpfen, dass Alltours den absolut niedrigsten Preis an Germanwings bezahlt haben wird. Grundsätzlich legitim, aber habe ich durch Hingabe von 5 TEUR nicht einen gewissen berechtigten Qualitätsanspruch erworben? Erschöpft der sich etwa im Billigsten vom Billigen?

7. Juli 2009, am frühen Morgen um 4 Uhr. Ich lasse die Family direkt vor Terminal 1 aussteigen und fahre zum Parkhaus 3, denn nur da kann man zu akzeptablen Preisen von 70 Euro zwei Wochen parken. Der Fußweg zurück kostet mich eine halbe Stunde, weil der Weg sich durch den halben Airport schlängelt. Nicht schlimm, denke ich, die Family hat ja meinen Pass und checkt mich mit ein. Weit gefehlt. Bei Germanwings kann man nur persönlich einchecken. Meine Family musste sich in Warteschleife begeben und meiner Ankunft harren. Glücklicherweise parkte ich nicht noch weiter weg, sonst hätte man uns die Mitreise verweigern können.

So einen Unfug habe ich noch nie erlebt. Vor allem angesichts der grundsätzlichen Möglichkeit eines Web-Checkin erscheint diese Einschränkung unglaublich.

Während des Fluges: Es gibt nix, aber auch gar nix. Zumindest nicht kostenlos, was wir schmerzhaft erfahren, als meine Frau bei der mit dem Getränkewagen vorbeiziehenden Stewardess, die auch ganz scheinheilig fragt, ob sie etwas anbieten dürfte, einen Kaffee und eine Fanta ordert. 5,20 Euro, bitte. Äh, wie, gibt es das nicht mehr…? Nein, bei uns kostet jetzt jedes Getränk. Wie auch jedes Sandwich, wie sich später herausstellt.

Wir fliegen also in einem Flugzeug, das in unserem 5 TEUR-Gesamtpaket enthalten ist und erhalten nicht einmal eine Knifte oder einen Kaffee dabei. Das habe ich in 25 Jahren Flugreiseerfahrung tatsächlich noch nicht erlebt.

Hinsichtlich der übrigen Hard Facts: Der Flieger ging pünktlich, die Beinfreiheit war gewohnt nicht vorhanden und die Landung erfolgte planmäßig.

Im nächsten Teil schildere ich den ersten Eindruck vom Hotel. Durchaus durchwachsen für vier Sterne, sei hier schon einmal erwähnt…