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	<title>blogmanufaktur &#187; Blogdorf</title>
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	<description>Web, Business, IT, Gadgets, Alles - stets subjektiv</description>
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		<title>Lebenszeitverschwendung 2.0 &#8211; Viel Lärm um nichts!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 07:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie kennen das doch sicher auch. Zu einem interessanten, vorzugsweise politischen Beitrag irgendwo in der Weite des Netzes hinterließen Sie einen Kommentar. Es dauerte nicht lange bis der erste Wadenbeißer seinen Kommentar unten dran hängte, kurze Zeit später war das &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2011/03/08/lebenszeitverschwendung-2-0-viel-larm-um-nichts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kennen das doch sicher auch. Zu einem interessanten, vorzugsweise politischen Beitrag irgendwo in der Weite des Netzes hinterließen Sie einen Kommentar. Es dauerte nicht lange bis der erste Wadenbeißer seinen Kommentar unten dran hängte, kurze Zeit später war das schönste verbale Hauen und Stechen im Gange. Lautstärke hoch, Sachlichkeit niedrig. Staunend verfolgten Sie die Diskussion&#8230;</p>
<p>In den letzten Jahren wurde <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/105/163647/">viel</a> <a href="http://www.spreeblick.com/2008/03/07/kommentare-kommentieren/">geschrieben</a> über die zumeist anonyme Meute, die sich im Internet auszutoben pflegt und dabei jedwede Form von Anstand beiseite fegt. Manch einer überlegte ernsthaft, die Kommentarfunktion unter seinen Beiträgen komplett abzuschalten, um z.B.  seine Gedanken nicht durch unqualifiziertes Geschmiere herabwürdigen zu lassen oder weil <a href="http://www.ankegroener.de/?p=1803">sie schlicht keinen Bock darauf hat</a>, sich in ihrem eigenen Wohnzimmer blöd anmachen lassen zu müssen.</p>
<p>Ich beobachte die Blogosphäre auch schon seit Jahren und habe sicherlich genügend Erfahrungen in dieser Richtung machen müssen. Mir scheint sich die Problematik insofern etwas zu verlagern, als ich die grob polemisierenden Kommentarmassen nur noch in Ausnahmefällen vorfinde. Da scheint es, vermutlich durch konsequenteres löschendes Durchgreifen der Betreiber eine Abmilderung des Phänomens zu geben.</p>
<p>Auffällig finde ich jedoch die Verschärfung des allgemeinen Tons in den Kommentaren, ohne dass man ihn gleich als polemisch inakzeptabel diagnostizieren müsste. Da wird stereotyp behauptet, der Autor habe keine Ahnung von diesem oder jenem, Belege für diese Behauptung bleiben natürlich aus. Da wird beklagt, Beitrag X oder Y passe nicht zum &#8211;  wohlgemerkt kostenlos lesbaren – Blog  und vieles mehr.</p>
<p><span id="more-2557"></span></p>
<p>Der Kommentator im Allgemeinen entwickelt ein Selbstverständnis, dass ich nicht mehr als kooperativ ausgerichtet identifizieren kann. Vielmehr scheint der Wunsch weitestgehender Selbstverwirklichung ungeachtet eigener Einflussgrenzen zum Trend zu werden. Jeder ist Experte für alles, alle anderen sind mindestens schlechter, wenn nicht gleich ganz ahnungslos. Massenhaft Bundeskanzler-  und/oder Präsidentenanwärter kommentieren sich durch Blogdorf.</p>
<p>Eine geordnete Diskussionskultur kann ich nicht mehr erkennen, wobei Ausnahmen wie überall lediglich die Regel bestätigen. Eine ganze Weile habe ich mich darüber gewundert. Mittlerweile glaube ich die bestimmenden Faktoren benennen zu können.</p>
<p>Zum einen spielt das alte kriminologische Prinzip von der Entfernung zwischen Tat und Täter sicher eine bedeutende Rolle. Bekanntlich begehen Menschen umso leichter umso schwerere Verbrechen, je weiter sie von ihren potenziellen Opfern entfernt sind und je mittelbarer die Auswirkungen der Tat erlebt werden. Will heißen, man rammt jemandem Auge in Auge schwerer ein Messer in die Brust, als dass man einen schweren Stein über eine hohe Mauer wirft und so jemanden erschlägt. Auch Holzklötze von Autobahnbrücken werfen wird in diesem Zusammenhang gern als Beispiel genommen.</p>
<p>Im Web 2.0 ist solches Verhalten unproblematisch möglich. Unter Pseudonym aufzutreten ist mehr als üblich und wo man nicht identifiziert werden kann, hindert einen anscheinend nicht mal mehr das eigene Gewissen daran, verbal die Darmtuba zu spielen. Von schwereren Fällen, wie dem zunehmenden, gezielten Cybermobbing will ich gar nicht erst anfangen.</p>
<p>Zum anderen darf man nicht vergessen, dass die Gruppe der Diskutierenden im Web 2.0 in keiner Hinsicht homogen ist. Hier treffen Menschen aufeinander, die im wahren Leben zwar möglicherweise aufeinander treffen, aber ohne Umschweife aneinander vorbeigehen würden. Da hätten sonstige nonverbale Faktoren der Vermeidung sozialer Konflikte gegriffen. Korrektive, die wir im Web nicht haben.</p>
<p>Könnte ich erkennen, dass der Kommentator A ein pickeliger 17jähriger ist, würde ich sicherlich keinen Aufwand in eine Diskussion mit diesem Burschen stecken. Es sei denn, es ginge um das jüngste Album von Linkin Park. Wüsste ich, dass Kommentator B vor dem Rechner sitzend eine Trachtenjacke und einen Tirolerhut trägt, könnte ich mir eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der CSU-Politik in Bayern gleich sparen. Hätte ich gesehen, dass Kommentator C ein Pentagramm auf der Stirn trägt und auch ansonsten eher durchgehend schwarz gefärbt erscheint, ließe ich die Diskussion über christliche Werte sicher sein.</p>
<p>Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass gerade die genannten, überzeichneten Beispiele der Diskussion bedürfen würden. Da würde ich sogar zustimmen. Allein wären dies keine Diskussionen, die ich zu führen bereit wäre.</p>
<p>Ich bewege mich nicht im Internet, um mich mit Leuten zu streiten, die aufgrund ihrer Jugend, ihres Alters, ihrer persönlichen Arroganz, ihrer Religion, ihrer politischen Ausrichtung oder aufgrund einer desaströsen Mischung mehrerer dieser Faktoren offenen Diskussionen überhaupt nicht zugänglich, weil nicht zugeneigt sind.</p>
<p>Ich bewege mich nicht im Internet, um einen Verlust an Lebensqualität zu erleben. Ich beabsichtige den exakt gegenteiligen Effekt. Alles, was mir dabei in die Quere kommt, ist Lebenszeitverschwendung 2.0.</p>
<p><em>[Der Beitrag erschien zuerst im Dr. Web Magazin.]</em></p>
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		<title>Die Sache mit der Zensursula, Part 2</title>
		<link>http://www.blogmanufaktur.de/2009/06/20/die-sache-mit-der-zensursula-part-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 18:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Music & Lights]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en--><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/O4vbdusj7Pk&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/O4vbdusj7Pk&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object><!--:--></p>
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		<title>WordPress für Datennomaden</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 17:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[mobile sites]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Verbreitung mobiler Datenendgeräte steigen auch die Ansprüche derer Verwender. War es noch vor wenigen Jahren völlig akzeptiert, dass man mobil Websites eben nicht oder nur über spezielle Wap-Sites besuchen konnte, muss man sich heutzutage als ernsthafter Seitenbetreiber schräg &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/05/19/wordpress-fuer-datennomaden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en--><a title="The Nomads and Their Camels" href="http://www.flickr.com/photos/82312837@N00/2114143552/" target="_blank"><img class="alignleft" style="border: 0pt none; margin: 10px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2257/2114143552_88e8fca7fe_m.jpg" border="0" alt="The Nomads and Their Camels" width="158" height="240" /></a>Mit der Verbreitung mobiler Datenendgeräte steigen auch die Ansprüche derer Verwender. War es noch vor wenigen Jahren völlig akzeptiert, dass man mobil Websites eben nicht oder nur über spezielle Wap-Sites besuchen konnte, muss man sich heutzutage als ernsthafter Seitenbetreiber schräg anschauen lassen, wenn die eigene Seite in mobilen Browsern unbenutzbar wird.</p>
<p>Schon seit langem werden für das höchst beliebte &#8220;WordPress&#8221; (WP) Lösungen entwickelt, die die auf WP basierenden Blogs für den Besucher so umformatieren, dass eine angenehme User-Experience die Folge ist. Dieser Tage trat mit dem &#8220;dotMobi WordPress Mobile Pack&#8221; die bislang vollständigste Lösung in den Ring.</p>
<p><a href="http://www.drweb.de/magazin/wordpress-fuer-datennomaden/">Weiterlesen bei Dr. Web &gt;&gt;</a></p>
<p><small><a title="Attribution License" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank"><img src="http://www.blogmanufaktur.de/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="foundphotoslj" href="http://www.flickr.com/photos/82312837@N00/2114143552/" target="_blank">foundphotoslj</a></small><!--:--></p>
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		<title>Die Sache mit der Zensursula</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 17:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Tagen gibt es in Blogdorf landauf landab kaum ein anderes Thema als die Internetsperren der Zensursula. Fast minütlich wird der Wasserstand aufgerufen, mittlerweile hat die erfolgreichste Petition seit Einführung des Petitionssystems runde 80.000 Mitzeichner (and counting). Die Frage, die &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/05/19/die-sache-mit-der-zensursula/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en--><a title="senza titolo" href="http://www.flickr.com/photos/24194049@N07/2344359052/" target="_blank"><img class="alignleft" style="border: 0pt none; margin: 10px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2137/2344359052_6c79462724_m.jpg" border="0" alt="senza titolo" width="240" height="160" /></a>Seit Tagen gibt es in Blogdorf landauf landab kaum ein anderes Thema als die Internetsperren der Zensursula. Fast minütlich wird der Wasserstand aufgerufen, mittlerweile hat die erfolgreichste Petition seit Einführung des Petitionssystems runde 80.000 Mitzeichner (and counting).</p>
<p>Die Frage, die sich allerdings keiner stellt, ist die nach dem tatsächlichen Erfolg der erfolgreichsten Petition seit Einführung des Petitionssystems. Ich würde diese Frage für die entscheidende halten und die Antwort ist gar nicht so eindeutig positiv.</p>
<p>Die Argumente sind ausgetauscht. Ich will hier auch keinen erneuten Abriss liefern. Wer wirklich die Hintergründe noch nicht kennt, sollte <a id="n3om" title="hier" href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">hier</a>, <a id="yzxt" title="hier" href="http://blog.odem.org/2009/05/quellenanalyse.html">hier</a> oder <a id="tuye" title="hier" href="http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten?page=1">hier</a> nachlesen. Gegner des Gesetzentwurfes werfen den Initiatoren im Wesentlichen vor, die Problematik zu überspitzen, daraus die falschen Schlüsse und Maßnahmen zu folgern, sowie untaugliche Instrumente zu implementieren. Vordergründig. Eigentlich werfen sie den Initiatoren vor, es gar nicht auf das Thema Kinderpornografie abgesehen zu haben, sondern lediglich die Implementation eines ausbaufähigen Zensursystems vorantreiben zu wollen.</p>
<p>Interessanterweise werden dann nicht unbedingt unumstrittene Beispiele gebracht. So könnte es nach Befürchtung der Gegner schon bald auch um die Sperrung weiterer Seiten gehen. Betroffen sein könnten rechts- und linksradikale Inhalte, Glücksspielseiten, Tauschbörsen. Um es auf den Punkt zu bringen: andere illegale Inhalte! Daraus wird dann der Bogen gespannt zu allgemein &#8220;unliebsamem&#8221; Content. So wird dem Netzbürger suggeriert, auch er könnte sich in Bälde auf einer Sperrliste wiederfinden, weil er die Politik der Regierung kritisiert.</p>
<p>Einen größeren Blödsinn kann ich mir in meinen kühnsten Träumen, und ich bin ein fantasievolles Kerlchen, nicht ausmalen. Gestützt wird die hanebüchene Argumentation durch Hinweise darauf, dass die Sperrlisten keiner richterlichen Überprüfung unterliegen. Ein echtes Verschwörungsszenario a la Orwell entsteht. Dabei wird vielerlei vergessen. So hat ein Seitenbetreiber, dessen Inhalte unberechtigt gesperrt wurden, selbstverständlich einen Rechtsschutz und kann richterliche Entscheidungen anstreben.</p>
<p>Auch dem Besucher würde auffallen, dass eine bislang freie Site plötzlich gesperrt wurde, denn derzeit gilt ja noch die Stoppschild-Benachrichtigung. Wie lange würde es dauern, bis eine Diskussion im Gange wäre, ob die Seite X oder Y zum Zielkreis der Maßnahmen gehört haben kann. Man darf nicht so tun, als wäre eine Sperrung das Ende der Geschichte. Und so betrachtet wäre eine Behörde mit dem Klammersack gepudert, würde sie quasi prophylaktisch flächig sperren. Immerhin hat sie nicht die Möglichkeit, die &#8220;Mitwisser&#8221; zum Schweigen zu bringen, wie das etwa weiter östlich immer wieder gern praktiziert wird.</p>
<p>Natürlich ist die ganze Gesetzgebungsinitiative eine hanebüchene. Aber. Auch das kann doch nicht wirklich überraschen. Wir befinden uns in der Politik und wann wäre Politik jemals etwas anderes als purer Populismus gewesen? Wir befinden uns zusätzlich im Wahljahr und die Parteien befinden sich im Wahlkampf. Es geht um plakative Maßnahmen und nicht um inhaltliche Substanz. Besser es passiert etwas als es passiert nichts. So wird es Politik sehen und so sehen es sicherlich auch die meisten Bürgerinnen und Bürger. Jedenfalls diejenigen, die sich nicht informieren aka interessieren, mithin mindestens 98 % der Bevölkerung.</p>
<p>Was diese Menschen aber auch sehen, ist, dass es da diese merkwürdigen Internetmenschen gibt, die sich gegen das Eindämmen der Kinderpornografie wenden. Damit spielen die Unterstützer der Petition den Initiatoren in die Hände. Das Internet ist in weiten Teilen der Bevölkerung ohnehin als Sündenpfuhl verschrien und jetzt wehrt sich dieser Sündenpfuhl auch noch gegen seine Austrocknung. Ekelhaft. Insoweit schadet die Petition dem Internet mehr als sie jemals nützen könnte.</p>
<p>Nun könnte man diesen potentiellen Schaden in Kauf nehmen, wenn die Maßnahme an sich auf einen konkreten, greifbaren, dabei auch nennenswerten Erfolg gerichtet sein würde. Wer aber das Wesen der Petition kennt, der weiß, dass eine noch so unterstützte Petition nichts weiter bringt, als dass der Petent Gelegenheit bekommt, sein Anliegen vor dem Parlament vorzutragen. Nichts weiter. Man könnte es auch noch verkürzen und sagen: Nichts. Gar nichts bringt es, dass Frau Heine als Initiatorin im Bundestag 15 Minuten Redezeit erhält. Denn es ist ja nicht so, dass nicht bislang schon, vielleicht sogar größeres, Expertenwissen im Prozess beteiligt war. Man wollte dessen Argumentation wohl nicht folgen. Warum also jetzt? Dieses Faktum müsste eigentlich jeder verständige Mensch mit voll ausgebildetem Frontallappen erkennen.</p>
<p>Und so kommt es, dass die Initiatoren der Gesetzesinitiative gleich zwei Gruppen für sich instrumentalisieren konnten. Die hoffentlich recht kleine Gruppe missbrauchter Kinder und die sicherlich viel größere Gruppe der wohlmeinenden Netzbürger mit Bloghintergrund. Der Schaden für das freie Internet wird immens sein&#8230;</p>
<p><small><a title="Attribution-ShareAlike License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank"><img src="http://www.blogmanufaktur.de/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="u-JU" href="http://www.flickr.com/photos/24194049@N07/2344359052/" target="_blank">u-JU</a></small><!--:--></p>
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		<title>Twitter, Rivva, Real Time Web, Micromoney, Blogbashing, Air und das Aus für RSS</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 08:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzten Webwochen waren turbulent. Ich staunte so manches Mal schon beim ersten Lesen und noch mehr beim zweiten. Dabei ging es teilweise um weniger spektakuläre Ereignisse, wie die Einstellung der Medienlese oder das &#8220;Ende&#8221; von Rivva. Teilweise wurde aber &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/05/13/twitter-rivva-real-time-web-micromoney-blogbashing-air-und-das-aus-fuer-rss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en--><a title="Babylon is fallen, is fallen, that great city" href="http://www.flickr.com/photos/65754265@N00/2162019911/" target="_blank"><img class="alignleft" style="border: 0pt none; margin: 10px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2147/2162019911_69862b6e2e_m.jpg" border="0" alt="Babylon is fallen, is fallen, that great city" width="240" height="153" /></a>Die letzten Webwochen waren turbulent. Ich staunte so manches Mal schon beim ersten Lesen und noch mehr beim zweiten. Dabei ging es teilweise um weniger spektakuläre Ereignisse, wie die Einstellung der Medienlese oder das &#8220;Ende&#8221; von Rivva. Teilweise wurde aber auch Existenzielles diskutiert, etwa ob die Googlesuche demnächst abtritt oder ob der Journalismus nun doch stirbt. Zeitgleich sollten angeblich auch die Blogs sterben. Wegen Twitter.</p>
<p><a href="http://www.drweb.de/magazin/twitter-rivva-real-time-web-micromoney-blogbashing-air-und-das-aus-fur-rss/">Aber eins nach dem anderen (at Dr. Web).</a></p>
<p><small><a title="Attribution-NoDerivs License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank"><img src="http://www.blogmanufaktur.de/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="Desmond Kavanagh" href="http://www.flickr.com/photos/65754265@N00/2162019911/" target="_blank">Desmond Kavanagh</a></small><!--:--></p>
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		<title>Trigami: Grabbeltischniveau</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 17:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trigami-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Image by Funky64 (www.lucarossato.com) via Flickr Jetzt wird es ganz schlimm. Die neueste Ausschreibung: Jeder Blogger, der einen Blog-Eintrag über die neuen Doodle-Funktionen inkl. Link auf Doodle und unseren Blog schreibt, hat die Chance, ein Doodle T-Shirt zu erhalten (so &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/03/03/trigami-grabbeltischniveau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en-->
<div class="zemanta-img" style="margin: 1em; display: block;">
<div>
<dl class="wp-caption alignleft">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.flickr.com/photos/22715327@N06/3322851069/"><img title="Figlio, Un giorno tutto questo sarà tuo!" src="http://farm4.static.flickr.com/3599/3322851069_2af5462120_m.jpg" alt="Figlio, Un giorno tutto questo sarà tuo!" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd zemanta-img-attribution" style="font-size: 0.8em;">Image by <a href="http://www.flickr.com/photos/22715327@N06/3322851069/">Funky64 (www.lucarossato.com)</a> via Flickr</dd>
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<p>Jetzt wird es ganz schlimm. Die neueste Ausschreibung:</p>
<blockquote><p>Jeder Blogger, der einen  Blog-Eintrag  über die neuen Doodle-Funktionen inkl. Link auf  Doodle  und unseren  Blog  schreibt, hat die Chance, ein  Doodle T-Shirt  zu erhalten (so lange der Vorrat&#8230;</p></blockquote>
<p>Ich habe nicht weitergelesen&#8230;<!--:--></p>
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		<title>Trigami: Darauf habe ich gewartet&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 20:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Trigami-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten hat Trigami nicht eben durch interessante Kampagnen auf sich aufmerksam gemacht. Konnte man vor zwei Jahren noch vom Honorar ein Netbook kaufen, reichte es zuletzt nicht einmal fürs Sattessen bei McDonald´s mit zwei Leuten. Von daher &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/02/20/trigami-darauf-habe-ich-gewartet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en-->In den letzten Monaten hat Trigami nicht eben durch interessante Kampagnen auf sich aufmerksam gemacht. Konnte man vor zwei Jahren noch vom Honorar ein Netbook kaufen, reichte es zuletzt nicht einmal fürs Sattessen bei McDonald´s mit zwei Leuten. Von daher war es nur eine Frage der Zeit bis mal ein sog. Advertiser als Honorar das Produkt anbieten würde, dass es zu testen gilt. Heute ist es soweit:</p>
<blockquote><p>LED LENSER &#8211; LED Taschenlampen &#8211; Text Review Kampagne: Creating new worlds of light!</p>
<p><strong>Sie können das Produkt &#8220;LED LENSER&#8221; im Wert von 72.86 EUR erhalten, falls Ihre Bewerbung vom Advertiser akzeptiert wird.<br />
</strong></p>
<p>Beschreibung:  Inzwischen produzieren die  Zweibrüder Optoelctronics  mit über 1000 Mitarbeitern an drei Produktionsstandorten ein Taschenlampenprogramm, das weltweit seinesgleichen sucht.  In der neuesten Generation unserer  LED LENSER®&#8230;</p>
<p>Aufgabe:  #1 Warten bis das Packet mit der  LED LENSER  High Performance Line LED Taschenlampe eingetroffen ist <img src='http://www.blogmanufaktur.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   #2 Die Taschenlampe auf Herz und Nieren prüfen und das zugehörige PDF mit der Testanleitung beachten.  #3 Ein Textreview mit&#8230;</p></blockquote>
<p>Super, oder? Wenn Ihr einen Testbericht über die sauteure Taschenlampe zu schreiben bereit seid, könnt Ihr sie sogar behalten. Na, wenn dass mal nicht ein Angebot ist. Fast schon unmoralisch. Was macht eigentlich Demi Moore dieser Tage?<br />
<!--:--></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hirnforschung 2.0 &#8211; Think Different geht gar nicht</title>
		<link>http://www.blogmanufaktur.de/2009/01/23/hirnforschung-20-think-different-geht-gar-nicht/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 13:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Computerkram]]></category>
		<category><![CDATA[Add new tag]]></category>
		<category><![CDATA[Brain]]></category>
		<category><![CDATA[dr. web]]></category>
		<category><![CDATA[drweb]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Functional magnetic resonance imaging]]></category>
		<category><![CDATA[Human brain]]></category>
		<category><![CDATA[Light]]></category>
		<category><![CDATA[Neuron]]></category>

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		<description><![CDATA[Image by thelunch_box via Flickr &#8220;Sie befinden sich in einem Raum mit zehn weiteren Personen. Diese Personen scheinen sich zu einem Thema völlig einig zu sein, aber Sie sind genau entgegengesetzter Meinung. Sagen Sie etwas? Oder schließen Sie sich der &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/01/23/hirnforschung-20-think-different-geht-gar-nicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en-->
<div class="zemanta-img" style="margin: 1em; float: left; display: block;">
<div>
<dl class="wp-caption alignleft" style="margin: 1em; float: left; display: block;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.flickr.com/photos/51994225@N00/2798522576"><img title="Neurons, In Vitro Color!" src="http://farm4.static.flickr.com/3097/2798522576_f40273cc72_m.jpg" alt="Neurons, In Vitro Color!" width="240" height="180" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd zemanta-img-attribution" style="font-size: 0.8em;">Image by <a href="http://www.flickr.com/photos/51994225@N00/2798522576">thelunch_box</a> via Flickr</dd>
</dl>
</div>
</div>
<p>&#8220;Sie befinden sich in einem Raum mit zehn weiteren Personen. Diese Personen scheinen sich zu einem Thema völlig einig zu sein, aber Sie sind genau entgegengesetzter Meinung. Sagen Sie etwas? Oder schließen Sie sich der Mehrheit an?&#8221;</p>
<p>So beginnt der Bericht über eine neue Studie des Wissenschaftsjournals <a class="zem_slink" title="Neuron (journal)" rel="homepage" href="http://www.neuron.org/">Neuron</a> auf <a class="zem_slink" title="CNN" rel="homepage" href="http://www.cnn.com/">CNN</a>. <a class="zem_slink" title="Think Different" rel="wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Think_Different">Think Different</a> ist statistisch nicht existent, lautet eine mittlerweile empirisch abgesicherte Feststellung zum Zustand des menschlichen Geistes. <a href="http://www.drweb.de/magazin/hirnforschung-think-different-geht-nicht/">Glauben Sie nicht?</a></p>
<h6 class="zemanta-related-title" style="font-size: 1em;">Neuronale Artikelumschau</h6>
<ul class="zemanta-article-ul">
<li class="zemanta-article-ul-li"><a href="http://r.zemanta.com/?u=http%3A//www.telegraph.co.uk/scienceandtechnology/science/sciencenews/4240758/Mental-process-which-explains-why-we-follow-crowds-revealed.html&amp;a=2632229&amp;rid=58393eee-4d67-454f-a190-13da2336f5c7&amp;e=aef21fa785ba2e255ce7e4e1708f476d">Mental process which explains why we follow crowds revealed</a></li>
<li class="zemanta-article-ul-li"><a href="http://biosingularity.wordpress.com/2008/09/22/the-satellite-navigation-in-our-brains/">The &#8216;satellite navigation&#8217; in our brains</a></li>
<li class="zemanta-article-ul-li"><a href="http://biosingularity.wordpress.com/2008/10/03/when-a-light-goes-on-during-thought-processes/">When a light goes on during thought processes</a></li>
</ul>
<p><!--:--></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bloggen ist wie Headbanging</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgend definiere ich Bloggen als das Niederschreiben irgendwelchen Zeugs zu irgendwelchen Themen oder auch zu keinen Themen oder was. Bloggen in diesem Sinne ist das Hinschmieren von Unausgegorenem und zumeist schlecht formuliert. Es ist im Prinzip langweilig wie es langweiliger &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/01/08/bloggen-ist-wie-headbanging/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en-->Folgend definiere ich Bloggen als das Niederschreiben irgendwelchen Zeugs zu irgendwelchen Themen oder auch zu keinen Themen oder was. Bloggen in diesem Sinne ist das Hinschmieren von Unausgegorenem und zumeist schlecht formuliert. Es ist im Prinzip langweilig wie es langweiliger nicht geht und macht auf der Seite der Blogger nur denen Spaß, die intellektuell eine gewisse niedrige Merkschwelle nicht überschreiten. Auf der Seite der Leser treffen sich die gleichen Niederschwelligen einerseits und diejenigen, die das Internet als aus zwei Händen voll Internetadressen bestehend begreifen, welche ihnen von &#8220;Kumpels&#8221; auf Zetteln oder Freemailadressen rüber gereicht wurden. DAS Blog nach dieser Definition <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/top-blogger-robert-basic-verkauft-sein-weblog;2121847">ist</a> <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/01/07/ebay-verkaufstext-entwurf/">das</a> <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/technikwelt/2009/01/07/blog-auf-ebay-versteigert/robert-basic-verkauft-sein-online-tagebuch.html">Blog</a> <a href="http://blogbar.de/archiv/2009/01/07/zur-erinnerung/">von</a> <a href="http://blogbar.de/archiv/2009/01/07/ein-kleiner-kaufguide-fur-deutsche-blogs/">Robert</a> <a href="http://meedia.de/nc/details/article/XXX_100015036.html">Basic</a>.</p>
<p>Leider hat er bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt, tatsächlich oder bloß gefühlt Horden von Nachahmern erschaffen, die glauben, auch sie könnten durch das Absondern denkbefreiter Wortkonglomerate erfolgreich werden und richtig Geld mit ihren Blogs verdienen. Wobei ich die von Basic stets selbst eingeräumten 3000 Euro Blogeinnahmen im Monat nicht als &#8220;richtig Geld verdienen&#8221; definieren würde. Jedenfalls solange nicht, wie die Alternative nicht darin besteht, Tankwart oder Pizzabote zu machen&#8230;</p>
<p>Ich selbst habe auch recht lange, jedenfalls zu lange wirklich gebloggt, also zu allen möglichen Themen teils grenzwertig abgesondert, teils reflektiert. Es ist mittlerweile ein gutes halbes Jahr her, dass ich erkannt habe, dass mir solches Bloggen nichts bringt. Es bewirkt nichts, es ist sinnlos, es ist letztlich langweilig. Es ist ein Ventil, wie damals die Dorfprügelei am Samstagabend vor der Kneipe. Genau wie die Prügelei ist auch Bloggen ein pubertärer Vorgang; etwas für angry young men oder vertrocknete Spießer voller verschissener Prinzipien. Wenn nicht auf Seiten der Blogger, dann spätestens auf Seiten der Kommentatoren.</p>
<p>Der Blogger, der in der Lage ist zu reflektieren, merkt irgendwann zwangsläufig, dass Bloggen nichts bewegt, sondern im Gegenteil einen ziemlich kleinen Kreis beschreibt. Man schreibt alle Nase lang das Gleiche, jedenfalls im Kern des Themas, und diskutiert alle Nase lang mit den Gleichen, vor allem mit den gleichen Meinungen. Ständig kommen die gleichen Argumente, Beschimpfungen, Pöbeleien, was auch immer. Wer sich darin wohlfühlt, betreibt auch aktiv Headbanging. Nutzlos, gefährlich und nur ganz kurz befreiend und nur mit ganz lauter Musik ohne Melodie wirksam.</p>
<p>Man muss für sich selbst schon einen ziemlich aussichtslosen Bildungsauftrag formulieren, um auf Dauer gegen diesen ganzen Mist anzubloggen. Wer dabei nicht die Hoffnung und den Glauben an die Vernunftbegabung der Menschheit verliert, hat nichts zu verlieren gehabt, war schon zuvor einer der Privilegierten aus der Bergpredigt. Sieht man sich selber auf einem Lebensweg der Fortentwicklung und ist auch mit der Fähigkeit, zu sehen ausgestattet, wird man daher irgendwann zwangsläufig das Interesse am Bloggen nach meiner Eingangsdefinition verlieren und sich anderen Dingen zuwenden. So, wie es im Leben funktioniert eben, sonst würden wir alle noch am heutigen Tage förmchenspielend im Sandkasten sitzen und darauf warten, dass Mutti zum Abendbrot ruft. Manche allerdings, manche tun das in der Tat wirklich noch. Headbanger, Pizzaboten, Blogger&#8230;<!--:--></p>
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		<title>Jahresrückblicke sind langweilig</title>
		<link>http://www.blogmanufaktur.de/2009/01/07/jahresrueckblicke-sind-langweilig/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 10:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Petereit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Computerkram]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[microblogging chitchat]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wordpress]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage läuft im Fernsehen kaum was anderes als Jahresrückblicke. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sender geben sich alle Mühe, die relevanten Geschehnisse des Jahres noch einmal in epischer Breite über den Äther zu schicken. Kaum kann man sich der Langeweile entziehen, &#8230; <a href="http://www.blogmanufaktur.de/2009/01/07/jahresrueckblicke-sind-langweilig/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--:en-->Dieser Tage läuft im Fernsehen kaum was anderes als Jahresrückblicke. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sender geben sich alle Mühe, die relevanten Geschehnisse des Jahres noch einmal in epischer Breite über den Äther zu schicken. Kaum kann man sich der Langeweile entziehen, jedenfalls dann, wenn man zu der Bevölkerungsgruppe gehört, die sich ohnehin stetig über die Vorkommnisse in Deutschland und der Welt unterrichtet hält. Da will man, wenn man nicht chronisch betroffenheitsbedürftig ist, nicht erneut den Mützenträger sehen, der in Zchinvali seine zerbombte Bude zeigt. Erstaunlich allerdings ist, dass die Finanzkrise zwar Erwähnung findet, aber weitaus weniger dramatisch dargestellt wird, als kritische Experten dies tun. Langeweile durch Weglassen.<!--:--><span id="more-1777"></span><!--:en--></p>
<h3>Software As A Service</h3>
<p>Was ist im Netz 2008 passiert? Nichts, im Grunde. Da gab es ganz andere Jahre in der letzten Dekade. Suchen wir ein bisschen. Dieser Tage ist es so, dass wie selbstverständlich Software ins Web abwandert. SaaS ist ein Zukunftsthema. Bloß warum? Warum wollen zumindest Viele, dass Software, die bislang installiert wurde, künftig online verfügbar sein sollte. Gut. Für die Entwickler ist das eine schöne Sache. Man programmiert einfach vorhandene Lösungen auf der niedrigeren Basis einer Webapplikation neu und wird dafür gepreist. Was aber motiviert den Anwender, seine bisherige lokale Aufgabenplanerlösung ins Netz zu verlagern?</p>
<p>Im Netz ist alles stetig verfügbar. Das wird der Grund sein. Besonders für Leute, die ständig an wechselnden Rechnern arbeiten. Bloß, wieviele sind das? Nicht genug jedenfalls, um den Trend zu rechtfertigen. Der Trend ist eine Blase. Ich prognostiziere, dass in der zweiten Jahreshälfte 2009 die meisten dieser überflüssigen Dienste wieder den Löffel werden abgegeben haben. Dies vermute ich nicht, weil ich etwa so schlau wäre, sondern weil es einfach auf der Hand liegt.</p>
<h3>Soziale Netzwerke</h3>
<p>Soziale Netzwerke sind angeblich weiterhin auf dem Vormarsch. Wer-kennt-wen und Facebook werden die besten Perspektiven angedichtet. Auch das ist eine Blase. Nehmen wir XING als Beispiel. Ich habe in einer nicht repräsentativen Umfrage mal nachgehört, wie es denn mit den wirtschaftlichen Aspekten einer XING-Mitgliedschaft aussieht. Generiert man dadurch Geschäft oder ver(sch)wendet man bloß seine Zeit? Meine Gesprächspartner bestätigten mir durchweg, dass sie noch nie auch nur ein minimales Geschäft über XING angebahnt hätten. Finanziell ein Zuschussgeschäft, diese Mitgliedschaft. Natürlich nicht für XING. Die leben ja von den zahlenden Profilhaltern und sind nach dieser Definition profitabel, weil genug Leute zahlen. Auch ansonsten hört man viel über die Schwierigkeiten, soziale Netzwerke zu monetarisieren. Gerade StudiVZ scheint da trotz großer Nutzerzahlen schwer betroffen sein.</p>
<h3>Neue und alte Webtechnologien</h3>
<p>Adobe AIR schickt sich an, Web und Desktop zu verbinden. Wozu? Man weiß es letztlich nicht. Gut ist AIR natürlich für Leute, die gleichzeitig auf verschiedenen OS-Plattformen arbeiten. Bloß, wieviele sind das? Ich erwähnte es bereits weiter oben&#8230;</p>
<p>Die wesentlichen Technologien allerdings bleiben seit Jahren weitgehend unverändert. PHP, MySQL, Apache &#8211; nix wichtiges ist passiert oder wird passieren. Google hat einen eigenen Browser rausgegeben &#8211; Na und? Unnütze Sachen werden fortentwickelt, wie etwa Flock &#8211; World´s Most Useless Browser. In Sachen Webdesign hat sich nahe nichts getan. Allerdings findet in grundlegenden Fragen Fortschritt schon seit zehn Jahren eher zaghaft statt. Sogar AJAX als Knüller der letzten Jahre, war schon zu Zeiten der Proklamation ein alter Zopf.</p>
<p>Auch von Adobe hört man dieser Tage wenig gutes. Offenbar hatten sich die Vorreiter der digitalen Medienproduktion höhere Umsätze aus der just erschienenen CS4-Version ihrer Software erwartet. Bloß warum? Es gibt kein einziges wirklich zwingendes Argument, von CS3 auf CS4 zu wechseln. Schon gar nicht unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Relation.</p>
<h3>Blogdorf und die Holzmedien</h3>
<p>Zu guter Letzt sei noch ein Blick auf die Blogosphäre geworfen. International, besonders in den USA scheinen sich Blogs gegenüber den traditionellen Medien zu emanzipieren, respektive diese zu überholen. Jedenfalls nutzen mittlerweile <a id="lj7j" title="mehr Amerikaner Onlinemedien" href="http://www.gulli.com/news/studie-internetnews-berholen-2008-12-26/">mehr Amerikaner Onlinemedien</a> zur tagesaktuellen Information als Holzprodukte. In Deutschland sieht die Sache indes anders aus. Hier scheint die Blogosphäre auf dem Rückmarsch zu sein, während die Holzmedien sich Kommentaren öffnen und damit im Grunde den Hauptvorteil der Blogs, nämlich das unmittelbare Feedback antizipieren, ohne tatsächlich ein gleichwertiges Pendant zu bieten. Der Deutsche an sich ist jedoch in der Masse ein sehr gemütliches Wesen, welches sich mit jeder Art von Demokratie, auch dem BILD-gesteuerten Meinungsmanipopulismus anfreundet.</p>
<p>Von daher sind wirtschaftlich erfolgreiche Alternativmedien in Deutschland auch für 2009 nicht in einem Maße zu erwarten, dass man von einer relevanten Reichweite sprechen könnte. Darüber werden sich erstaunlicherweise die Betreiber der Alternativmedien freuen, weil diese wiederum von einer eigenen abstrusen Elitarität ausgehen, zu der es wie selbstverständlich gehört, vom Mainstream abgelehnt zu werden. Gib mir Dein Geld und lass Dich dafür beschimpfen, scheint in etwa die zugrundeliegende Haltung zu sein. Kein funktionierendes Geschäftsmodell kann sich daraus entwickeln.</p>
<h3>Microblogging und Lifestreaming</h3>
<p>Ein Trend lässt sich nicht unterschlagen, nämlich der des Microblogging. Wobei Microblogging eigentlich schon das falsche Wort ist, wenn man mit Blogging eine Form der Äußerung zusammenhängender Gedanken in logischer Abfolge unter Verwendung einer angemessenen Sprache versteht. Microblogging ist bloß Gequatsche. Wenn ich den Twitterstrom betrachte, fehlt mir stets wieder aufs neue das Verständnis dafür, wieso Leute namhafte Zeitkontingente in die Nutzung des Dienstes stecken. Twitter ist wie SMS öffentlich und für jeden außer den konkreten Adressaten unnütz und uninteressant.</p>
<p>Wenn ich höre, wie das Hohelied auf Twitter gesungen wird, weil einer zuerst twittert, er hätte gerade einen <a id="l" title="Flugzeugabsturz" href="http://mashable.com/2008/12/21/denver-plane-crash/">Flugzeugabsturz</a> überlebt, bevor er seine Familie anruft, wird mir schlecht. Der Mensch entfernt sich von seinen angestammten sozialen Verhaltensweisen. Erst war es nur der Cyber-Sex, jetzt ist es die Cyber-Clique. Was kommt als nächstes? Man kann im Grunde nur froh sein, dass sich manche Dinge, wie die Nahrungszufuhr nur rein körperlich erledigen lassen. Da hat die Virtualisierung keine Chance.</p>
<p>Glücklicherweise wird Twitter schon deshalb scheitern, weil es sich nicht monetarisieren lässt und das Ableben deshalb nur eine Frage der Zeit ist. Der ganze Lifestreamingansatz wird das gleiche Schicksal erleiden. Wen interessiert es schon, zu verfolgen, welches Lied der Lifestreamer gerade hört, was er kurz zuvor getwittert hat und welche YouTube-Videos er gestern geguckt hat? Ich meine, wer interessiert sich dafür <em>auf Dauer</em>? Auch interessant ist die Frage, wer hat ein Bedürfnis, sich in dieser Art und Weise gläsern zu machen und vor allem wieso?</p>
<p><a id="iban" title="Wissen Sie die Antwort" href="http://upload-magazin.de/?p=1558">Wissen Sie die Antwort</a>? Habe ich einen Trend vergessen? Langweilig? Habe ich ja vorher gesagt&#8230;<!--:--></p>
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