Kategorie-Archiv: Blogdorf

Lebenszeitverschwendung 2.0 – Viel Lärm um nichts!

Sie kennen das doch sicher auch. Zu einem interessanten, vorzugsweise politischen Beitrag irgendwo in der Weite des Netzes hinterließen Sie einen Kommentar. Es dauerte nicht lange bis der erste Wadenbeißer seinen Kommentar unten dran hängte, kurze Zeit später war das schönste verbale Hauen und Stechen im Gange. Lautstärke hoch, Sachlichkeit niedrig. Staunend verfolgten Sie die Diskussion…

In den letzten Jahren wurde viel geschrieben über die zumeist anonyme Meute, die sich im Internet auszutoben pflegt und dabei jedwede Form von Anstand beiseite fegt. Manch einer überlegte ernsthaft, die Kommentarfunktion unter seinen Beiträgen komplett abzuschalten, um z.B. seine Gedanken nicht durch unqualifiziertes Geschmiere herabwürdigen zu lassen oder weil sie schlicht keinen Bock darauf hat, sich in ihrem eigenen Wohnzimmer blöd anmachen lassen zu müssen.

Ich beobachte die Blogosphäre auch schon seit Jahren und habe sicherlich genügend Erfahrungen in dieser Richtung machen müssen. Mir scheint sich die Problematik insofern etwas zu verlagern, als ich die grob polemisierenden Kommentarmassen nur noch in Ausnahmefällen vorfinde. Da scheint es, vermutlich durch konsequenteres löschendes Durchgreifen der Betreiber eine Abmilderung des Phänomens zu geben.

Auffällig finde ich jedoch die Verschärfung des allgemeinen Tons in den Kommentaren, ohne dass man ihn gleich als polemisch inakzeptabel diagnostizieren müsste. Da wird stereotyp behauptet, der Autor habe keine Ahnung von diesem oder jenem, Belege für diese Behauptung bleiben natürlich aus. Da wird beklagt, Beitrag X oder Y passe nicht zum – wohlgemerkt kostenlos lesbaren – Blog und vieles mehr.

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WordPress für Datennomaden

The Nomads and Their CamelsMit der Verbreitung mobiler Datenendgeräte steigen auch die Ansprüche derer Verwender. War es noch vor wenigen Jahren völlig akzeptiert, dass man mobil Websites eben nicht oder nur über spezielle Wap-Sites besuchen konnte, muss man sich heutzutage als ernsthafter Seitenbetreiber schräg anschauen lassen, wenn die eigene Seite in mobilen Browsern unbenutzbar wird.

Schon seit langem werden für das höchst beliebte “WordPress” (WP) Lösungen entwickelt, die die auf WP basierenden Blogs für den Besucher so umformatieren, dass eine angenehme User-Experience die Folge ist. Dieser Tage trat mit dem “dotMobi WordPress Mobile Pack” die bislang vollständigste Lösung in den Ring.

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Die Sache mit der Zensursula

senza titoloSeit Tagen gibt es in Blogdorf landauf landab kaum ein anderes Thema als die Internetsperren der Zensursula. Fast minütlich wird der Wasserstand aufgerufen, mittlerweile hat die erfolgreichste Petition seit Einführung des Petitionssystems runde 80.000 Mitzeichner (and counting).

Die Frage, die sich allerdings keiner stellt, ist die nach dem tatsächlichen Erfolg der erfolgreichsten Petition seit Einführung des Petitionssystems. Ich würde diese Frage für die entscheidende halten und die Antwort ist gar nicht so eindeutig positiv.

Die Argumente sind ausgetauscht. Ich will hier auch keinen erneuten Abriss liefern. Wer wirklich die Hintergründe noch nicht kennt, sollte hier, hier oder hier nachlesen. Gegner des Gesetzentwurfes werfen den Initiatoren im Wesentlichen vor, die Problematik zu überspitzen, daraus die falschen Schlüsse und Maßnahmen zu folgern, sowie untaugliche Instrumente zu implementieren. Vordergründig. Eigentlich werfen sie den Initiatoren vor, es gar nicht auf das Thema Kinderpornografie abgesehen zu haben, sondern lediglich die Implementation eines ausbaufähigen Zensursystems vorantreiben zu wollen.

Interessanterweise werden dann nicht unbedingt unumstrittene Beispiele gebracht. So könnte es nach Befürchtung der Gegner schon bald auch um die Sperrung weiterer Seiten gehen. Betroffen sein könnten rechts- und linksradikale Inhalte, Glücksspielseiten, Tauschbörsen. Um es auf den Punkt zu bringen: andere illegale Inhalte! Daraus wird dann der Bogen gespannt zu allgemein “unliebsamem” Content. So wird dem Netzbürger suggeriert, auch er könnte sich in Bälde auf einer Sperrliste wiederfinden, weil er die Politik der Regierung kritisiert.

Einen größeren Blödsinn kann ich mir in meinen kühnsten Träumen, und ich bin ein fantasievolles Kerlchen, nicht ausmalen. Gestützt wird die hanebüchene Argumentation durch Hinweise darauf, dass die Sperrlisten keiner richterlichen Überprüfung unterliegen. Ein echtes Verschwörungsszenario a la Orwell entsteht. Dabei wird vielerlei vergessen. So hat ein Seitenbetreiber, dessen Inhalte unberechtigt gesperrt wurden, selbstverständlich einen Rechtsschutz und kann richterliche Entscheidungen anstreben.

Auch dem Besucher würde auffallen, dass eine bislang freie Site plötzlich gesperrt wurde, denn derzeit gilt ja noch die Stoppschild-Benachrichtigung. Wie lange würde es dauern, bis eine Diskussion im Gange wäre, ob die Seite X oder Y zum Zielkreis der Maßnahmen gehört haben kann. Man darf nicht so tun, als wäre eine Sperrung das Ende der Geschichte. Und so betrachtet wäre eine Behörde mit dem Klammersack gepudert, würde sie quasi prophylaktisch flächig sperren. Immerhin hat sie nicht die Möglichkeit, die “Mitwisser” zum Schweigen zu bringen, wie das etwa weiter östlich immer wieder gern praktiziert wird.

Natürlich ist die ganze Gesetzgebungsinitiative eine hanebüchene. Aber. Auch das kann doch nicht wirklich überraschen. Wir befinden uns in der Politik und wann wäre Politik jemals etwas anderes als purer Populismus gewesen? Wir befinden uns zusätzlich im Wahljahr und die Parteien befinden sich im Wahlkampf. Es geht um plakative Maßnahmen und nicht um inhaltliche Substanz. Besser es passiert etwas als es passiert nichts. So wird es Politik sehen und so sehen es sicherlich auch die meisten Bürgerinnen und Bürger. Jedenfalls diejenigen, die sich nicht informieren aka interessieren, mithin mindestens 98 % der Bevölkerung.

Was diese Menschen aber auch sehen, ist, dass es da diese merkwürdigen Internetmenschen gibt, die sich gegen das Eindämmen der Kinderpornografie wenden. Damit spielen die Unterstützer der Petition den Initiatoren in die Hände. Das Internet ist in weiten Teilen der Bevölkerung ohnehin als Sündenpfuhl verschrien und jetzt wehrt sich dieser Sündenpfuhl auch noch gegen seine Austrocknung. Ekelhaft. Insoweit schadet die Petition dem Internet mehr als sie jemals nützen könnte.

Nun könnte man diesen potentiellen Schaden in Kauf nehmen, wenn die Maßnahme an sich auf einen konkreten, greifbaren, dabei auch nennenswerten Erfolg gerichtet sein würde. Wer aber das Wesen der Petition kennt, der weiß, dass eine noch so unterstützte Petition nichts weiter bringt, als dass der Petent Gelegenheit bekommt, sein Anliegen vor dem Parlament vorzutragen. Nichts weiter. Man könnte es auch noch verkürzen und sagen: Nichts. Gar nichts bringt es, dass Frau Heine als Initiatorin im Bundestag 15 Minuten Redezeit erhält. Denn es ist ja nicht so, dass nicht bislang schon, vielleicht sogar größeres, Expertenwissen im Prozess beteiligt war. Man wollte dessen Argumentation wohl nicht folgen. Warum also jetzt? Dieses Faktum müsste eigentlich jeder verständige Mensch mit voll ausgebildetem Frontallappen erkennen.

Und so kommt es, dass die Initiatoren der Gesetzesinitiative gleich zwei Gruppen für sich instrumentalisieren konnten. Die hoffentlich recht kleine Gruppe missbrauchter Kinder und die sicherlich viel größere Gruppe der wohlmeinenden Netzbürger mit Bloghintergrund. Der Schaden für das freie Internet wird immens sein…

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Twitter, Rivva, Real Time Web, Micromoney, Blogbashing, Air und das Aus für RSS

Babylon is fallen, is fallen, that great cityDie letzten Webwochen waren turbulent. Ich staunte so manches Mal schon beim ersten Lesen und noch mehr beim zweiten. Dabei ging es teilweise um weniger spektakuläre Ereignisse, wie die Einstellung der Medienlese oder das “Ende” von Rivva. Teilweise wurde aber auch Existenzielles diskutiert, etwa ob die Googlesuche demnächst abtritt oder ob der Journalismus nun doch stirbt. Zeitgleich sollten angeblich auch die Blogs sterben. Wegen Twitter.

Aber eins nach dem anderen (at Dr. Web).

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Trigami: Darauf habe ich gewartet…

In den letzten Monaten hat Trigami nicht eben durch interessante Kampagnen auf sich aufmerksam gemacht. Konnte man vor zwei Jahren noch vom Honorar ein Netbook kaufen, reichte es zuletzt nicht einmal fürs Sattessen bei McDonald´s mit zwei Leuten. Von daher war es nur eine Frage der Zeit bis mal ein sog. Advertiser als Honorar das Produkt anbieten würde, dass es zu testen gilt. Heute ist es soweit:

LED LENSER – LED Taschenlampen – Text Review Kampagne: Creating new worlds of light!

Sie können das Produkt “LED LENSER” im Wert von 72.86 EUR erhalten, falls Ihre Bewerbung vom Advertiser akzeptiert wird.

Beschreibung: Inzwischen produzieren die Zweibrüder Optoelctronics mit über 1000 Mitarbeitern an drei Produktionsstandorten ein Taschenlampenprogramm, das weltweit seinesgleichen sucht. In der neuesten Generation unserer LED LENSER®…

Aufgabe: #1 Warten bis das Packet mit der LED LENSER High Performance Line LED Taschenlampe eingetroffen ist ;) #2 Die Taschenlampe auf Herz und Nieren prüfen und das zugehörige PDF mit der Testanleitung beachten. #3 Ein Textreview mit…

Super, oder? Wenn Ihr einen Testbericht über die sauteure Taschenlampe zu schreiben bereit seid, könnt Ihr sie sogar behalten. Na, wenn dass mal nicht ein Angebot ist. Fast schon unmoralisch. Was macht eigentlich Demi Moore dieser Tage?

Hirnforschung 2.0 – Think Different geht gar nicht

Neurons, In Vitro Color!
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“Sie befinden sich in einem Raum mit zehn weiteren Personen. Diese Personen scheinen sich zu einem Thema völlig einig zu sein, aber Sie sind genau entgegengesetzter Meinung. Sagen Sie etwas? Oder schließen Sie sich der Mehrheit an?”

So beginnt der Bericht über eine neue Studie des Wissenschaftsjournals Neuron auf CNN. Think Different ist statistisch nicht existent, lautet eine mittlerweile empirisch abgesicherte Feststellung zum Zustand des menschlichen Geistes. Glauben Sie nicht?

Bloggen ist wie Headbanging

Folgend definiere ich Bloggen als das Niederschreiben irgendwelchen Zeugs zu irgendwelchen Themen oder auch zu keinen Themen oder was. Bloggen in diesem Sinne ist das Hinschmieren von Unausgegorenem und zumeist schlecht formuliert. Es ist im Prinzip langweilig wie es langweiliger nicht geht und macht auf der Seite der Blogger nur denen Spaß, die intellektuell eine gewisse niedrige Merkschwelle nicht überschreiten. Auf der Seite der Leser treffen sich die gleichen Niederschwelligen einerseits und diejenigen, die das Internet als aus zwei Händen voll Internetadressen bestehend begreifen, welche ihnen von “Kumpels” auf Zetteln oder Freemailadressen rüber gereicht wurden. DAS Blog nach dieser Definition ist das Blog von Robert Basic.

Leider hat er bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt, tatsächlich oder bloß gefühlt Horden von Nachahmern erschaffen, die glauben, auch sie könnten durch das Absondern denkbefreiter Wortkonglomerate erfolgreich werden und richtig Geld mit ihren Blogs verdienen. Wobei ich die von Basic stets selbst eingeräumten 3000 Euro Blogeinnahmen im Monat nicht als “richtig Geld verdienen” definieren würde. Jedenfalls solange nicht, wie die Alternative nicht darin besteht, Tankwart oder Pizzabote zu machen…

Ich selbst habe auch recht lange, jedenfalls zu lange wirklich gebloggt, also zu allen möglichen Themen teils grenzwertig abgesondert, teils reflektiert. Es ist mittlerweile ein gutes halbes Jahr her, dass ich erkannt habe, dass mir solches Bloggen nichts bringt. Es bewirkt nichts, es ist sinnlos, es ist letztlich langweilig. Es ist ein Ventil, wie damals die Dorfprügelei am Samstagabend vor der Kneipe. Genau wie die Prügelei ist auch Bloggen ein pubertärer Vorgang; etwas für angry young men oder vertrocknete Spießer voller verschissener Prinzipien. Wenn nicht auf Seiten der Blogger, dann spätestens auf Seiten der Kommentatoren.

Der Blogger, der in der Lage ist zu reflektieren, merkt irgendwann zwangsläufig, dass Bloggen nichts bewegt, sondern im Gegenteil einen ziemlich kleinen Kreis beschreibt. Man schreibt alle Nase lang das Gleiche, jedenfalls im Kern des Themas, und diskutiert alle Nase lang mit den Gleichen, vor allem mit den gleichen Meinungen. Ständig kommen die gleichen Argumente, Beschimpfungen, Pöbeleien, was auch immer. Wer sich darin wohlfühlt, betreibt auch aktiv Headbanging. Nutzlos, gefährlich und nur ganz kurz befreiend und nur mit ganz lauter Musik ohne Melodie wirksam.

Man muss für sich selbst schon einen ziemlich aussichtslosen Bildungsauftrag formulieren, um auf Dauer gegen diesen ganzen Mist anzubloggen. Wer dabei nicht die Hoffnung und den Glauben an die Vernunftbegabung der Menschheit verliert, hat nichts zu verlieren gehabt, war schon zuvor einer der Privilegierten aus der Bergpredigt. Sieht man sich selber auf einem Lebensweg der Fortentwicklung und ist auch mit der Fähigkeit, zu sehen ausgestattet, wird man daher irgendwann zwangsläufig das Interesse am Bloggen nach meiner Eingangsdefinition verlieren und sich anderen Dingen zuwenden. So, wie es im Leben funktioniert eben, sonst würden wir alle noch am heutigen Tage förmchenspielend im Sandkasten sitzen und darauf warten, dass Mutti zum Abendbrot ruft. Manche allerdings, manche tun das in der Tat wirklich noch. Headbanger, Pizzaboten, Blogger…

Jahresrückblicke sind langweilig

Dieser Tage läuft im Fernsehen kaum was anderes als Jahresrückblicke. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sender geben sich alle Mühe, die relevanten Geschehnisse des Jahres noch einmal in epischer Breite über den Äther zu schicken. Kaum kann man sich der Langeweile entziehen, jedenfalls dann, wenn man zu der Bevölkerungsgruppe gehört, die sich ohnehin stetig über die Vorkommnisse in Deutschland und der Welt unterrichtet hält. Da will man, wenn man nicht chronisch betroffenheitsbedürftig ist, nicht erneut den Mützenträger sehen, der in Zchinvali seine zerbombte Bude zeigt. Erstaunlich allerdings ist, dass die Finanzkrise zwar Erwähnung findet, aber weitaus weniger dramatisch dargestellt wird, als kritische Experten dies tun. Langeweile durch Weglassen. Weiterlesen

Update auf WordPress 2.7 weitgehend problemlos

Ich habe es getan. Obwohl ich es eigentlich nicht wollte. Aber, das Fleisch war schwach, während der Geist rebellierte. Jedenfalls lief das Update schnurstracks durch. Probleme gab es keine, alle Plugins funktionieren noch. Lediglich der Sprachversions-Bug hat mich auch erwischt. Ich kann zwar das Autoupdate benutzen, bei manch anderem Blogger geht wohl auch das nicht, allerdings führt das Update bei mir nicht zum Verschwinden der Meldung, ich möge updaten. Alles in allem dennoch bisher ein recht schmerzfreier Umstieg. Das Backend allerdings, das Backend wirkt doch ein ganz klein wenig barock…

Kontain & Posterous – neue Bloghoster braucht das Land?

Dieser Tage trat der amerikanische Bloghoster “Kontain” in die Alpha-Phase. Da kostenlose Blog-Plattformen in den Tagen paranoider Staatsspitzeleien grundsätzlich zu begrüßen sind, noch dazu, wenn sie sich im außereuropäischen Ausland befinden, beschloss ich, Kontain einem Kurztest zu unterziehen. Der reichte allerdings auch. Glücklicherweise holte mich “Posterous”, der zweite recht neue Kandidat sehr überzeugend wieder aus dem Stimmungstief heraus.

Mehr über virtuelle Psychopharmaka im Bloggewand bei Dr. Web.

wpSLEEP, Plugin zur Textmanipulation

TONGREN COUNTY, CHINA - JANUARY 8: (CHINA OUT)...
Image by Getty Images via Daylife

Schon als mir wpSLEEP zum ersten Mal begegnete, konnte ich mich eines unguten Gefühles nicht erwehren.

Dabei ist das Plugin als solches zunächst einmal gar nicht so offensichtlich böse, der Entwickler ist es mit Sicherheit schon gleich gar nicht und meint es doch nur gut. Nehme ich an…

Medienkritisch geht es weiter bei Dr. Web >>

Rotzblogging und der Wert des Wortes

DENVER - AUGUST 09:  Andy Williams #7 of Real ...
Image by Getty Images via Daylife

Heute erscheint bei Dr. Web ein Artikel, der vor dem Hintergrund des Hogenkamp-Desasters besonders interessant erscheint:

Wenn ich mir Blogdorf so ansehe und auf meine eigenen Anfänge zurückblicke, stelle ich allerlei Veränderung fest. Dabei kann ich den meisten Veränderungen keine positiven Effekte zusprechen. Ich sollte vielleicht vorwegschicken, dass ich während des Schreibens dieses Beitrages Andy Williams´ Album “Moon River” höre. Zwar hat das nach meiner Auffassung keinerlei Bedeutung, dennoch sollte es Erwähnung finden. Ohnehin ist Andy Williams immer eine Erwähnung wert. Und irgendwie hat er, wenn ich es mir recht überlege, dann doch wieder eine ganze Menge mit dem Thema Rotzblogging zu tun, über das ich mich heute beschweren oder erleichtern, je nachdem, von welcher Seite man drauf guckt, will.

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Die Zukunft der Printmedien?

Heinrich Faust
Image via Wikipedia

Es ist unbestreitbar. Der Niedergang der konventionellen Holzmedien ist in vollem Gange. Da passt die aktuelle Meldung, dass Gruner und Jahr sein „Portfolio bereinigt“ und seine Wirtschaftsredaktion künftig auf einen Standort konzentrieren will, wie die Faust aufs Auge.

Damit zollt auch G + J nach der WAZ-Gruppe dem stetig sinkenden Leserinteresse, den stetig sinkenden Werbeeinnahmen, seiner stetig sinkenden Innovationskraft oder einfach dem Lauf der Zeiten Tribut.

Nach G+J, WAZ, SZ oder oder geht es natürlich stets nur um die Stärkung der Marken, Nutzung von Synergie-Effekten und sonstiges Blabla.

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Woher die Kohle? – Die Professionalisierung der Blogosphäre – Folge 1

Es begab sich zu Beginn des Jahres 2006, dass immer mehr Medienunternehmer auf das kleine deutsche Blogdorf aufmerksam wurden. Und wie es bei Medienunternehmern nun mal ist, dachten sie nicht zuerst daran, wie man diese neue Kultur des Bürgerjournalismus stützen und fördern könnte. Nein, sie dachten zuerst und in der Folgezeit ausschließlich daran, wie man Blogdorfer Inhalte versilbern könnte. Professionalisierung nannten sie diese Überlegung…

Weisheit continues at Dr. Web´s place…

Kochbuch non grata

Erneut hat der Hobbyfotograf hinter Marions Kochbuch einem Blogger in die Taschen gegriffen. Diesmal ging es um ein Würstchenfoto. 180 Euro will Folkert sehen, Verhandlungen und jammeriges Gejaule lässt er nicht an sich heran.

Nicht unbekannt das Thema und auch mit ein paar Lösungen versehen. Erstaunlich finde ich allerdings, dass kaum jemand derer, die sich zu diesem neuesten Fall äußern, das Projekt Lebensmittelfotos.com als Alternative erwähnen. Stattdessen werden – wenn überhaupt – Seiten, die offiziell nur noch als Archiv existieren, sowie solche, die den Veröffentlichkeitszyklen nach zu urteilen auch nicht mehr so ganz energiedurchflutet sind, vorgeschlagen.

Lediglich bei Stoibär findet sich der entscheidende Hinweis auf das größte, erfolgreichste und aktivste Projekt seiner Klasse: http://www.lebensmittelfotos.com/ Alle Bilder gemeinfrei. Gibt es sonst nirgends. Das Bild links ist selbstverständlich von dort hotlinked. Darf jeder übrigens…

(PS: Hüttenhilfe und Putzlowitsch sind auch noch ganz gut;-))

Lebenszeitverschwendung 2.0

Ampelmann-1
Image by dieterpetereit via Flickr

Sie kennen das doch sicher auch. Zu einem interessanten, vorzugsweise politischen Beitrag irgendwo in der Weite des Netzes hinterließen Sie einen Kommentar.

Es dauerte nicht lange bis der erste Wadenbeißer seinen Kommentar unten dran hängte, kurze Zeit später war das schönste verbale Hauen und Stechen im Gange. Lautstärke hoch, Sachlichkeit niedrig. Staunend verfolgten Sie die Diskussion…

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Ich mal wieder

Vor einigen Wochen überlegte ich ernsthaft, den Blogger an den Nagel zu hängen und fortan nur noch konsumierend durch die Lande zu lesen. Ich schrieb mit zunehmendem Missmut und immer weniger Lust. Meine berufliche Situation entwickelte sich in eine Richtung, die das Aufhören zusätzlich sinnvoll erscheinen ließ. Nur so richtig zufrieden wollte ich damit nicht sein.

Dann drehte sich plötzlich der Wind. Sämtliche Perspektiven wurden wild durcheinander gewirbelt und ordneten sich neu. Keine ging verloren, aber manche war plötzlich an ganz anderer Stelle als zuvor. Was soll ich sagen, dieses Bild gefiel mir besser. Da passte auch die Bloggerei wieder wie ein verloren geglaubtes Puzzlestück.

Das Leben ist ein seltsames Spiel…