So ähnlich titelt heute das Lokalblättchen eine ddp-Meldung ins schläferige Völkchen hinaus. Ich zitiere mal ein paar Sätze. Dann wird sich sicherlich von selbst Unwohlsein breit machen.
Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat die Schulpolitik der Landesregierung gelobt. “Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter einer Gruppe von fünf Bundesländern, die ihre schulpolitischen Hausaufgaben besonders gut erledigt haben”, hieß es in einer MItteilung gestern. Vor allem die Einführung von zentralen Prüfungen habe zu Qualitätssteigerung geführt. Die Studie “Politik-Check Schule” entstand im Auftrag der arbeitgebernahen “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” (INSM). … “Ich bin stolz auf die Anerkennung…”, sagte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) in Düsseldorf.
Noch Fragen? Selbst die SPD-Bildungsexpertin Hendricks äußerte sich erfreut über dieses “dicke Lob” aus denjenigen Kreisen unserer Gesellschaft, vor denen man den Begriff “sozial” bis aufs Messer verteidigen muss.
Beim Mittagessen. Meine Tochter erzählt beiläufig von SchülerVZ und den Kommunikationsmöglichkeiten dort. Plötzlich fragt sie: “Papa, was ist denn hitlern?”
Sagten sich die schwarz-gelben Landesregierer in NRW und verkürzten kurzerhand die Schulzeit auf Gymnasien von 9 auf 8 Jahre. Dabei entschlackten sie natürlich die Lehrpläne nicht. In alt-bewährter Kohlenpottmanier tat man, als wäre dies überhaupt keiner weiteren konzeptionellen Überlegung wert.
Zugegeben. Der Titel ist etwas verkürzend. Tatsächlich will das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in einer Studie herausgefunden haben, dass Fernseher, Spielkonsolen und Computer in Kinderzimmern zu schlechteren Schulnoten führen. So merkwürdig wie das in seiner ganzen Pauschalität klingt, ist das Ergebnis der vermeintlichen Studie natürlich auch. Viel Zahlenspielerei und ein paar simple Sprüche…
Ein wahres Feuerwerk an Aussagen zünden die diversen Lehrerverbände gegen das Schülerportal Spickmich.de. Warum? Weil auf Spickmich.de jede Schülerin und jeder Schüler seine Lehrerinnen und Lehrer benoten darf. Dabei ist technisch sichergestellt, dass auch nur Schüler der jeweiligen Schule tatsächlich ihre eigenen Lehrer benoten. Für Lehrer und Eltern gibt es auf Antrag ein Login per E-Mail. Ich habe mir angeschaut, was da so für Unmut in der Lehrerbranche sorgt.
Experten des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität (FU) Berlin haben ihre Ergebnisse der Befragung von 900 Schülerinnen und Schülern in NRW, genau genommen in Aachen und Bochum, zusammengefasst und ein katastrophales Bild präsentiert. Geradezu vom Hocker gehauen habe es die Forscher, so deren Leiter Klaus Schröder.
Schon mal gehört? Dann haben Sie wohl früher auch Lateinunterricht gehabt, wie? War das nicht ein schwer verdaulicher Kram? Kein Mensch, mit dem man es noch hätte sprechen können und auch beim besten Willen keine Vorstellung davon, dass solches wirklich mal Leuten im alltäglichen Gebrauch über die Lippen gegangen sein soll.