Der kleine, große Unterschied
2. Oktober 2009 von D. Petereit | 1 Kommentar
… hier schreibt der blogger noch selbst …
7. Mai 2009 von D. Petereit | 4 Kommentare
Ich bin grundsätzlich ein feiner Kerl. Einer jedenfalls, der allem und jedem immer mehrere Chancen gibt. So erging es auch dem T-Mobile G1. Nachdem ich es zunächst ziemlich verrissen hatte, gab ich ihm eine weitere Chance, musste es aber erneut verreißen. Dennoch, man beachte meinen ritterlichen Charakter, gedachte ich des G1 erneut, als es an die Umsetzung meines alljährlichen Programms „Adidas statt Adipositas“ ging. Im Rahmen dieses Programms schufte ich mich einige Monate ab, um eine akzeptable Strandfigur zu erlangen. Na ja, wer tut das nicht…
Als alter Technikfreak braucht es natürlich einer gerätemäßigen Unterstützung. Einfach nur rennen ist schließlich langweilig. An dieser Stelle kam mir das gehypte Android-Programm Buddyrunner gerade recht. Buddyrunner greift auf das GPS-Modul des G1 zu und speichert die Positionsdaten während des Laufens. Gleichzeitig wertet es daraus die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke in Korrelation zur gelaufenen Zeit aus. Am Ende des Trainings speichert man den ganzen Schmockes ab und lädt ihn ins Web zur eigenen Buddyrunner-Trainigsseite hoch. Dort kann man dann ein Trainigstagebuch führen und verschiedene Auswertungen und kartografische Darstellungen bestaunen.
Gleiches leistet auch das weit weniger gehypte, man könnte sogar sagen weitgehend unbekannte S60-Programm SportsTracker auf meinem Nokia E71. Es kann alles, was Buddyrunner kann und noch viel mehr. Es ist quasi Mandantenfähig, kann also mehrere Sportler verwalten, außerdem kann es zwischen verschiedenen Aktivitäten, wie Joggen, Radfahren oder Nordic Walking unterscheiden. Beiseite. Denn ich will ja nur laufen.
Gestern. Ich starte Buddyrunner und beginne das Training. Buddyrunner hat arge Schwierigkeiten überhaupt Satellitenkontakt zu finden, dabei bin ich an der nahezu höchsten Stelle der Stadt und Sichtbehinderungen gibt es auch keine. Ständig reißt die Protokollierung ab, berechnete Daten erweisen sich als Unfug. Am Ende habe ich angeblich etwas mehr als 900 Meter zurück gelegt und habe dafür über 30 Minuten gebraucht. Im Buddyrunner-Dashboard finde ich später die Antwort. Buddyrunner hat in der Tat nur dann protokolliert, wenn eine GPS-Verbindung bestand und dann auch nur genau solange. Die Map sieht entsprechend so aus (P.S.: Nein, ich kann nicht fliegen.)
Auch die sonstigen Informationen fallen spärlich aus. Man beachte vor allem die bombastische Grafik:

Heute. Gleiche Strecke. Ich starte den Sportstracker. Dieser zeigt auf dem Display an, ob er eine GPS-Verbindung hat. Die ganze Zeit über verliert er diese Verbindung nicht. Während des Laufens zeigt er mir die Geschwindigkeit, die Zeit und die gelaufenen Kilometer an, links oben zusätzlich eine kleine Kartenübersicht. Am Ende des Trainings lade ich die Daten in meinen Sportstracker-Account im Web.
Und nun lassen wir einfach mal die Bilder sprechen:

[ST zeigt die höchste und niedrigste Stelle der Route, sowie die langsamste und schnellste an.]

[Wer will, kann die Details zu den einzelnen Punkten abrufen.]

[Und auch die übrigen Auswertungen, hier die Geschwindigkeit in Relation zu Zeit und Höhenmeter, sind aussagekräftiger.]
Unnötig zu erwähnen, dass ich mein Trainingstagebuch mit dem Sportstracker weiterführen werde. Buddyrunner ist völlig unbrauchbar. Übrigens hatte ich zuvor das Update auf Android 1.5 getätigt, damit mir keiner vorwerfen kann, ich hätte mit dem bekanntermaßen schlechteren GPS der Vorversion getestet, um Android eins anzuhängen. Android erweist sich einmal mehr als Haufen heißer Luft. Schöne Fassade, nix dahinter…
26. November 2008 von D. Petereit | 14 Kommentare
Ich bin ja nicht empfindlich, was Werbung betrifft, aber dieses Anzeigenmotiv kann ich nicht anders als als rassistisch bezeichnen.
9. Oktober 2008 von D. Petereit | kein Kommentar
Die Politik Schröders und seiner Nachkommen zeitigt Wirkung in allen Bereichen des Lebens. Lügen ist State Of The Art, ein ganz normales Kommunikationsinstrument. Ein Fakt gefällt Dir nicht? Behaupte einfach, es sei anders! So, wie es heute mein Vista-Wetterwidget auch tut. Es zeigt:
Aus dem Fenster sieht die Sache allerdings so aus:
2. Juli 2008 von D. Petereit | 9 Kommentare
Wenn der Mensch in der Evolution aus dem Affen hervorgegangen ist, warum gibt es immer noch Affen?
1. Juli 2008 von D. Petereit | 6 Kommentare
Nun also die Spanier. Ist okay für mich. Ich hätte es mir nur ein wenig klarer gewünscht. So quält mich der Gedanke, dass ein einziges Törchen schon gereicht hätte, um den Ausgleich herbei zu führen.
Was mich allerdings wirklich ankotzt, ist dieses typisch deutsche Rumgestänkere, von wegen, wäre doch klar gewesen, die deutsche Mannschaft habe das ganze Turnier beschissen gespielt. Okay, Portugal wäre eine Ausnahme gewesen. Aber im Großen und Ganzen tauge die Truppe nix.
Dazu eine Kleinigkeit: Die deutsche Mannschaft stand im Endspiel. Die anderen nicht!
30. Juni 2008 von D. Petereit | kein Kommentar
Aus einer Pressemitteilung des das Unternehmen vertretenden regional relativ bekannten Arbeitsrechtlers Ingo Graumann:
Der Firma Wilhelm Kirchhoff liegt sehr daran, diese zwingend erforderlichen Kündigungen, die zur Sicherung der weiteren Arbeitsplätze zwingend erforderlich waren, sozialverträglich zu gestalten. [Quelle: IKZ]
Also entweder ist da ein zwingend erforderlich lediglich nicht zwingend erforderlich, oder, und da kommt Psychologie ins Spiel, will man mit der Überbetonung eines zwingend erforderlich übertönen, dass die ganze Geschichte eben gerade nicht zwingend erforderlich ist…
18. Juni 2008 von D. Petereit | kein Kommentar
Ach, was sage ich: Depression ist das richtige Wort. Ich realisierte nämlich soeben, dass ich heute mittag für eine Currywurst mit einem halben (!, ja, der Wurstverkäufer hat die tatsächlich fein säuberlich halbiert) Brötchen 5,40 DEM bezahlt habe. Unfassbar, wenn man darüber nachdenkt…
17. Juni 2008 von D. Petereit | 1 Kommentar
Scarlett Johansson kann nicht singen. „Falling Down“ ist da wörtlich zu nehmen. Fast lang hingeschlagen wäre ich, als meine zarten Öhrchen das Johanssonsche Gebrummel vernehmen mussten. Auch furchtbar: Alfabeat mit Fascination, heute morgen im Radio gehört. Noch schlimmer der Nachfolger. Eine Band ohne Stil, die versucht, Hitmustern der Vergangenheit zu folgen.
Deutschland gewinnt gegen Österreich und allerorten wird schon wieder gelästert, das sei es nun aber wirklich gewesen und im nächsten Spiel hätten sie keine Chance. Mein Gott, wie ich das deutsche Naturell hasse. In solchen Momenten wäre ich gern Türke. Ach nee, doch nicht…
Die Wetteranwendung in der Vista-Sidebar zeigt das aktuelle Wetter mitsamt Temperatur an. Eine Vorhersagefunktion gibt es nicht. Blödsinn, sowas. Wenn ich wissen will, wie das Wetter ist, gucke ich aus dem Fenster.
Apropos Vista. Nachdem sich am gestrigen Morgen mein Bürocomputer unwiederbringlich aufgehängt hatte, beschloss ich, auf Vista upzudaten. Ich installiere nämlich nur alle zwei Jahre einmal den Bürorechner komplett durch, weil das stets mindestens drei Tage dauert, bis alles wieder so wie vorher ist…
Na ja, jedenfalls läuft jetzt Vista statt XP. Die Installation des OS ging sehr viel schneller vonstatten als diejenige eines XP und Dank meiner ATI Radeon sieht´s auch ziemlich geil aus. Das muss ich zugeben. Jetzt muss ich nur noch mein schlechtes Gefühl in den Griff bekommen.
Die Autofähnchen scheinen dieses Jahr von mieserer Qualität zu sein als noch 2006. An jeder Ecke sehe ich abgeknickte Fähnchen rumliegen. Kann mich auch nicht erinnern, 2006 so viele türkische Flägglein gesehen zu haben.
Schon weil Domenech sowieso glaubt, Niederlande ließen Rumänien gewinnen, sollten die es tatsächlich tun.
Stelle gerade mein DELL Inspiron 1525 auf Vista um. Ich musste einsehen, dass ich nicht die überschüssige Zeit habe, die man braucht, um ganz alltägliche Arbeiten unter Ubuntu zu verrichten. Speziell die CMYK-Problematik ist für mich ein Killerargument. Ohne Adobe geht es nicht…
Nahezu blauer Himmel und trotzdem nicht hell. Kalt noch dazu. Das ist wohl ein Sommermärchen?!
Kostenlos CDs und DVDs brennen? ImgBurn für Images, Infrarecorder für alles andere nebst Audio-CDs und Video-DVDs. Wie ich darauf komme? Ich kann meine Nero-Seriennummer nicht mehr finden und die Version 8 will ich nicht kaufen…
Der Kaffee war zu stark. Und zu viel. Sollte man mich vermissen, ich bin mal eben …
16. Juni 2008 von D. Petereit | 8 Kommentare
Ist doch komisch. Es ist eine deutsche Mittelstadt. Die Türken gewinnen gegen Tschechien. Die Nacht wird zum Tag. Autokorsi legen den gesamten Verkehr der Stadt bis weit nach Mitternacht lahm.
Die gleiche Stadt. Deutschland gewinnt gegen Österreich. Vereinzeltes Hupen ist zu hören…
13. Juni 2008 von D. Petereit | 6 Kommentare
Deutschland verliert gegen die Gastronomiekönige aus Ex-Jugoslawien. Bin ich eigentlich der Einzige, der den Schiedsrichter als total parteiisch empfand?
Österreich hält die Stellung gegen Polen. Besser wäre ein polnischer Sieg gewesen, wenn meine bescheidenen Kopfrechenfähigkeiten ncht trügen. Verdient wäre allerdings ein haushoher Sieg Österreichs gewesen.
Portugal wird Europameister. Allein schon wegen Ronaldo. Schaue ich ein Spiel der Portugiesen, kommt es mir immer wie Fußball aus einer anderen Dimension vor. Die Aura einer großen Überlegenheit umgibt diese Mannschaft. Hoffentlich haben sie dieses Mal nicht wieder das Pech, im Endspiel auf Amateure mit Anfängerglück zu treffen.
Ich stecke bis zu den wenigen Haarspitzen in Arbeit und kann die EM zumeist nur per Liveticker einigermaßen verfolgen. Für DE – CRO habe ich natürlich frei genommen. Ärgerlicherweise…
31. Mai 2008 von D. Petereit | 4 Kommentare
Diese Viecher werden immer schlauer, verdammt.
29. Mai 2008 von D. Petereit | kein Kommentar
Die Meldung, Mmann habe die DNS einer Frau entschlüsselt, die ich zunächst überging, dann jedoch mit Wucht noch einmal hier zur Kenntnis nehmen musste, erinnerte mich an einen alten, aber wahren Witz voller Weisheit:
Ein junger Mann geht am Strand von L.A. spazieren und findet im Sand eine Wunderlampe. Wie aus 1001 Nacht erlernt, reibt er daran und es erscheint der Lampengeist: „Du hast mich befreit und jetzt einen Wunsch frei. Was kann ich für Dich tun?“ Der Mann überlegt kurz und sagt: „Ich bin totaler Surffreak. Bitte bau mir eine Brücke von hier nach Hawaii, damit ich mit dem Auto hinfahren kann, wann immer ich will.“ Der Geist stöhnt: „Junge, weißt Du wie weit das ist? Ein Riesenaufwand. Nee, denk Dir mal was anderes aus.“ Der Mann überlegt erneut und sagt dann mit leiser Stimme: „Okay. Dann gib mir die Weisheit, die Frauen zu verstehen und mit ihnen in Frieden leben zu können.“ Jetzt überlegt der Geist kurz und sagt dann: „Also, soll die Brücke jetzt zwei oder vier Spuren auf jeder Seite haben?“
26. Mai 2008 von D. Petereit | 4 Kommentare
Zumindest hinsichtlich der altbewährten Scherze wähnte ich mich heute mehrfach auf den 1. April zurückversetzt. In beliebiger Reihenfolge sortiert, also gar nicht, machten mich diese Meldungen heute stutzig ob der Datumsanzeige meines Rechners,
23-Jähriger erwürgt eine Stunde lang seine Ex
und scheitert. Sogar Kabelbinder sollen zur Anwendung gelangt sein. Meine Güte, was muss der für eine Freundin haben? Ist Godzilla eigentlich weiblich?
Retortenbabies erwirtschaften mehr als sie kosten
„Es gibt medizinökonomische Rechnungen, dass ein Retortenkind sozialökonomisch weit mehr Geld erwirtschaftet, als es kostet.“ Da fällt mir nichts mehr zu ein…
Mann wird von sechs Polizeikugeln getroffen
und muss sich am Ende doch selbst erschießen. Junge Junge, was ist denn mit dem Schießtraining bei der Polizei los? Lehrer krank?
Wüste Schlägerei um eine Bratwurst
Mann kauft Bratwurst mit Senf in Disko, frisst den ganzen Senf auf, hat noch Wurst über und verlangt weiteren Gratissenf. Dieser wird ihm verweigert, er greift selbst zur Tube und bekommt dafür auf die Wurst. Im Fortgang des Handgemenges bewerfen sich die Beteiligten mit Wurst und Senf, hauen sich gegenseitig und würgen an each others Hälsen. Vollkommen nachvollziehbar für mich, das Geschehen. Bei Senf geht es halt um die Wurst.
Gottfried Ludewig: Vote For Change, aber nicht alle
zumindest nicht alle gleichberechtigt. Charmante Idee, das Wahlrecht einkommenabhängig zu gestalten. So kann man denen politisches Gewicht verleihen, die bereits auch wirtschaftliches Gewicht haben und so endlich Kongruenz in der Selbsteinschätzung und den tatsächlichen Möglichkeiten des betroffenen Personenkreises, aber auch des umgekehrt betroffenen erreichen. Dass da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist. Wie, ist doch schon…?
23. Mai 2008 von D. Petereit | 3 Kommentare
Keine Zukunft hätte die, wird kolportiert. In einer ganz schwierigen Situation seien die deshalb, kaum Ausbildungsplätze stünden zur Verfügung und außerdem gäbe es auch ansonsten kaum Angebote für die heutige Jugend. Kein Wunder würden die aggressiv.
Schaue allerdings ich mich um, dann sehe ich nur behütete Prinzen und Prinzessinnen, denen jeder Wunsch von den Augen abgelesen und die vor jeglichem Unbill mit Zähnen und Klauen verteidigt werden, was den lieben Kleinen in vielen Fällen leider überhaupt nicht bekommt.
Und selbst da, wo ich nicht in die Familien schauen kann, kann ich zumindest die vorgebliche Angebotslosigkeit überhaupt nicht nachvollziehen. Auf einem Quadratkilometer befinden sich hier ein gutes Dutzend Fußball-, Basketball-, Spiel, Bolz-, Versammlungsplätze.
Dazu kommen mindestens zwei Dutzend Angebote von Vereinen und anderen Trägern zu Themen wie Sport, Kultur, Kunst, Spiel und sonstigem. Zu meiner Zeit gab es ein Angebot auf zehn Quadratkilometern und auch die Suche nach Ausbildungsplätzen war nicht weniger schwierig. Dennoch haben wir beispielsweise nicht mit Steinen auf Kirchen geworfen.
Das Problem liegt natürlich nicht nativ bei den Jugendlichen, sondern bei deren Eltern, aber auch der Gesellschaft an sich. Zu meiner Zeit gab es in der Schule noch Ohrfeigen und – noch schlimmer – Kopfnüsse. Bautest Du Mist > Kopfnuss. Über eine längere Strecke entwickeltest Du ein gutes Gefühl dafür, was zu Sanktionen führt und was nicht. Heute verboten, seit 2000 sogar BGBlich verbrieft.
It takes a village to educate a child, sagen die Engländer. Und ich glaube nicht, dass das so gemeint ist, dass alle villagepeople den children immer nur sagen sollen, wie toll sie und wie doof alle anderen sind…
23. Mai 2008 von D. Petereit | 6 Kommentare
Ich glaube, es gibt kaum ein Wort der deutschen Sprache, das einen vergleichbaren Werteverfall hinnehmen musste, wie das kleine Wörtchen Respekt. Einerseits wird es von der Jugend, sowie deren hanebüchenen Vorbildern aus der Hiphop-Szene wie eine Monstranz vor sich hergetragen. Andererseits wird es niemandem mehr wirklich entgegengebracht.
So hat Respekt heutzutage den wichtigen Aspekt der Gegenseitigkeit eingebüßt. Respekt wird erwartet, aber nicht gegeben. Noch dazu ist die ursprüngliche Wortbedeutung offensichtlich etlichen Verwendern völlig unklar, was ich Aussagen, wie „Ich respektier nur Dich.“ als Liebeserklärung an ein Mädchen entnehme. Dabei hat der Verfall des Wertes Respekt mehrere Dimensionen, die ich heute sehr schön erleben durfte.
Meinem Haus gegenüber liegt eine Kirche, auf dessen Vorplatz am Nachmittag etwa ein Dutzend Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 randalierten. Sie versuchten ein maximales Maß an Zerstörung zu erreichen. Sie traten gegen Kirchentür und Fenster, zerlegten Zäune und zerschmissen Flaschen auf dem Pflaster.
Nach einiger Zeit trat der rund siebzigjährige Pastor aus seinem neben der Kirche gelegenen Haus und stellte die Gruppe freundlich zur Rede. „Halt die Fresse, du altes Stück Scheiße, sonst haue ich Dir Dein Maul dick.“ gehörte noch zu den freundlicheren Erwiderungen der jugendlichen Truppe.
Als die Situation zu kippen drohte, machte ich mich auf den Weg zur Kirche, um dem Pastor im Zweifel beizustehen (obwohl ich den Kerl eigentlich nicht leiden kann). Letztlich zogen es die Jugendlichen dann aber doch vor, ohne Handgemenge weiter zu ziehen, allerdings nur, um aus sicherer Entfernung Flaschen und Steine gegen die Kirche zu werfen.
Szenenwechsel.
Paul beklagt sich bloggend darüber, dass ihm eine Idee aus seinem Blog geklaut wurde, ohne wenigstens eine Referenz zu setzen. Ich besuche den beschuldigten Blog und stelle fest, dass Paul Recht hat. Erstaunt nehme ich ein Blogdesign zur Kenntnis, dass ich anderswo schon einmal gesehen habe. Noch erstaunter bin ich darüber, dass die Betreiberin die Themecredits aus dem Footer entfernt hat.
Erstaunt lese ich, dass die Betreiberin jegliche Abkupferei bei Paul abstreitet und ihn auch noch angreift, wobei sie von der gesamten Copperlane-Clique Unterstützung erfährt. Ich weise auf die fehlenden Themecredits hin und werde blöd editiert, von wegen Themecredits schrübe man auseinander.
Der Kragen platzt mir, als eine weitere Kommentatorin aus dem Copperlaneumfeld auch noch das Design des Blogs lobt. Ich stelle per Kommentar klar, wo man das Design runterladen kann und dass sich der Themeautor sicherlich darüber gefreut hätte, wenn er als solcher erkennbar geblieben wäre.
Als Antwort setzt die Blogautorin schnell noch einen Link zum Theme im „Impressum“, behauptet, dieser wäre schon immer da gewesen und die lobende Kommentatorin schreibt, wäre doch alles nicht so schlimm, hätte sie es halt nicht selbst erstellt, sondern bloß gut ausgewählt. Käme ja in etwa aufs Gleiche raus. (Was jeder Medienschaffende sicherlich ganz genauso sehen würde, oder etwa doch nicht?)
Wenn die Respektlosigkeit bereits bei derartigen Unnötigkeiten beginnt, muss man sich nicht wundern, dass sie beim Steinewerfen noch nicht endet.
P.S.: Wer jetzt meint, es sei doch recht krass, einen Zusammenhang zwischen Contentdiebstahl und Steinewerfern herzustellen, der hat den Sinn des Textes nicht verstanden…
23. Mai 2008 von D. Petereit | 2 Kommentare
„Gewalt ist ein Defizitphänomen. Wenn andere adäquate Konfliktlösungsmöglichkeiten fehlen, greift man zu Gewalt.“
Postuliert Prof. Georg Lind von der Universität Konstanz und suggeriert dem gewöhnlichen Leser damit: Wer zu blöd ist, seine Probleme auf intellektuellere Art und Weise zu lösen, haut zu.
Und so wird Gewalt in der Tat im Allgemeinen heute als soziale Inkompetenz und intellektuelle Mangelerscheinung gesehen. Was ja auch nicht völlig falsch ist. Mir fehlt bei dieser simplen Betrachtung allerdings ein ganz entscheidender Aspekt.
Es gibt schließlich in der Tat Leute, die zu doof sind, Konfliktlösungsansätze, die etwas anspruchsvoller sind, auch nur ansatzweise zu begreifen. Für derlei Vögel ist Gewalt eine Sprache, häufig sogar die einzige, die sie verstehen. Will man also mit seinen Botschaften bei solchen Leuten kognitive Effekte erzielen, muss man sich wohl oder übel deren Mechanismen beugen.
Ich kann mich noch gut an meinen letzten Appeasementversuch erinnern. In einer Einkaufspassage wurde ich mehrfach angepöbelt. „Warum bist Du denn so aggressiv?“ fragte ich den hartnäckigen Angreifer. Er antwortete in etwa: „Ey, was bin isch? Pass auf, Du. Isch geb Dir gleisch.“
In solchen Momenten kann nur gelten: „When in Rome, do as the Romans do.“ Alles andere legen Dir solche Typen als Schwäche aus und verstärken daraus bestätigt ihr eigenes Fehlverhaltensmuster.
Deshalb ist Gewalt für mich nicht ausschließlich ein Defizitphänomen, sondern kann auch der Ausdruck erforderlicher Wehrhaftigkeit sein.
16. Mai 2008 von D. Petereit | kein Kommentar
… die neunjährige Griechin, die mit Schmerzen und geschwollenem Bauch ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Ärzte entfernten ihr operativ ein etwa fünf Zentimeter langes Gewächs, das sie zunächst für einen Tumor hielten. Bei näherer Untersuchung des „Tumors“ stellte sich jedoch heraus, dass es sich um den Embryo der Zwillingsschwester der Neunjährigen handelte, den sie offenbar während der Schwangerschaft „absorbiert“ hatte. Der Chef der Kinderstation gab zu Protokoll, dass es sich tatsächlich um einen vollgeformten Fötus mit Kopf, Haaren und Augen, aber ohne Hirn und Nabelschnur gehandelt habe.
Eine krasse Geschichte. Noch krasser aber ist es, zur Kenntnis zu nehmen, dass das „Vanishing-Twins-Syndrom“ eine relativ häufige „Komplikation“ bei Mehrlingsschwangerschaften ist. Dabei kommt es sowohl zu dem Phänomen, dass der Körper der Mutter den Embryo resorbiert, wie eben auch dazu, dass der eine Embryo vom anderen absorbiert wird. Ich staune!
13. Mai 2008 von D. Petereit | 24 Kommentare
Beim Mittagessen. Meine Tochter erzählt beiläufig von SchülerVZ und den Kommunikationsmöglichkeiten dort. Plötzlich fragt sie: „Papa, was ist denn hitlern?“
Ich frage nach: „Hitlern? Wie kommst Du denn darauf? Ich denke bei diesen VZ wird gegruschelt?“
Sie: „Ja, aber Du kannst auch andere „Grüße“ wählen und bei SchülerVZ ist eine meiner Freundinnen von jemandem „gehitlert“ worden und weiß jetzt nicht, was dass zu bedeuten hat.“
Ich: „Na ja, diesen Adolf Hitler kennst Du schon, oder?“
Sie: „Ja, das war dieser Verbrecher, der die Leute massenhaft ermordet hat. Bloß, was hat meine Freundin damit zu tun?“
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Ich konnte es ihr nicht wirklich sagen. Ich konnte mich aber auch nicht richtig konzentrieren, weil in mir die Wut über diese asozialen Netzwerke, die dieser Hobbyvideofilmer mit der braunaffin gestalteten Geburtstagseinladung mitverbrochen hat, ins Unermessliche zu wachsen begann.
Später versuchte ich mir dann selber einen Überblick über die Geschehnisse auf SchuelerVZ zu verschaffen. Leider mit mäßigem Erfolg, denn Erwachsene werden an der Pforte abgefangen. Da bleibt im Prinzip nur das strikte Verbot an die Kids, sich da anzumelden. Nur kontrollieren kannst Du es eh nicht…
Welcher Kranke kommt auf die Idee, dass Kinder sich untereinander „hitlern“ können müssen? Verd*%$X
Update vom 04.09.2008: Kommentare geschlossen
6. Mai 2008 von D. Petereit | 2 Kommentare
Warum sitzen in einem Müllfahrzeug drei Personen, wenn die Tonnen vom Fahrzeug per „Roboterarm“ aufgenommen und geleert werden? Selbst wenn mal eine Tonne nicht vom Fahrzeug erfasst werden würde, könnte entweder der Fahrer persönlich nachhelfen, er hat ja in dem Moment sowieso keine andere Beschäftigung, oder ein weiterer Mitfahrer, in Summe also der Zweite, müsste kurz aussteigen, um die Tonne auf den Arm zu heben. Aber drei Leute?