Samsung Galaxy Ace – Preiswert im besten Sinne

Seit 329 Tagen findet sich das Android-Smartphone Samsung Galaxy Ace bereits in Amazons Top 100 der Elektronik-Beststeller. Seit geraumer Zeit belegt es den zweiten Rang direkt hinter dem Amazon Kindle und liegt zwei Plätze vor dem Samsung Galaxy S2. Ich bekam es heute eher zufällig in die Finger und nahm den Zufall zum Anlass, die Alltagstauglichkeit des Geräts zu beurteilen.

Zu einem Preis von unter 200 Euro erhalten Ace-Käufer ein vollwertiges Andropid-Smartphone auf Basis von Gingerbread 2.3.3. Das Gerät bringt eine 5 Megapixel Kamera mit Fotolicht mit, auch ein Steckplatz für SD-Karten ist an Bord. Der 3,5 Zoll Bildschirm bietet mit 320 x 480 Pixel eine dem iPhone 3GS ebenbürtige Auflösung und kann zusätzlich durch höhere Leuchtkraft den Eindruck einer brillanteren Darstellung erwecken.

Der wechselbare Akku liefert mit 1.350 mAh ausreichend Power. Das Ace verlangt wie alle Samsung-Geräte nach Sim-Karten im normalen Format, Besitzer einer Micro-Sim benötigen entsprechend einen Adapter. Der Einsteckplatz für eine Mini-SD-Karte befindet sich an der rechten Seite des Gerätes und ist somit ohne Abnahme des Akkufachdeckels und Entfernung des Akkus erreichbar. S2-Benutzer würden sich freuen, wäre es beim deutlich größeren Bruder ebenso.

Samsung liefert eine 2 GB SD-Karte inklusive Adapter aus eigenem Hause direkt mit. Das ist verständlich, vor allem aber zwingend erforderlich in Anbetracht des extrem kleinen Telefonspeichers von lediglich 150 MB. Immerhin nimmt der SD-Slot Speicherkarten bis zu einer Größe von 32 GB auf. Im Zusammenspiel mit einer der diversen App-To-Sd-Lösungen lässt sich der deutlich zu kleine interne Speicher jedoch verschmerzen.

Der Prozessor ist wie derjenige des iPhone 3GS mit 800 MHz getaktet. Wer die Geschwindigkeit der neuen Dual-Core-Smartphones gewohnt ist, wird eine leichte Gemächlichkeit in der Handhabung des Ace spüren. Wer hingegen noch nie ein Dual-Core in Aktion gesehen hat, wird die Geschwindigkeit des Ace als vollkommen befriedigend empfinden.

Das Highlight des Gerätes stellt unzweifelhaft die Kamera. Mit 5 Megapixeln und LED-Fotolicht ausgestattet liefert sie eine sehr überzeugende Bildqualität. Hätte das Galaxy Nexus solche Bilder geschossen, ich hätte es nicht zurück gegeben. Die Fotoqualität reicht schon wegen der geringeren Auflösung von 5 Megapixeln zwar nicht an die des S2 heran, gehört jedoch zum Besten, das ich bislang von einem Smartphone gesehen habe. Hier einige im Laufe des Tages handgeschossene Beispiele:

Weniger überzeugend ist die Videoqualität. Mit mageren 320 x 240 Pixeln (QVGA) bei 15 Frames pro Sekunde machen die Aufnahmen wenig Freude. Wer also viel und gern mit seinem Smartphone filmt, muss die Finger vom Ace lassen. Im höheren Preissegment ist mittlerweile bekanntlich HD-Video eine Selbstverständlichkeit.

Neben dem Smartphone finden sich im Paket des Ace zwei Akkufachdeckel, einer in weiß, einer in schwarz, ein Ladegerät und ein Datenkabel. Kopfhörer werden nicht mitgeliefert, eine 3,5mm Klinkenbuchse ist jedoch vorhanden.

Samsung versieht auch das Ace mit der bekannten TouchWiz-Oberfläche und den dazu gehörigen Apps, etwa den guten Musikplayer. Funktional muss der Ace-Käufer keine Kompromisse eingehen. Mit Wi-Fi, Bluetooth und GPS bietet das Ace die gängigen Anschlüsse zur Außenwelt, mobil gefunkt wird im HSPA-Standard. Durch das Vorhandensein eines GPS-Moduls kann das Ace auch als Navigationslösung eingesetzt werden.

Aktuell liegt das Ace im Preisbereich zwischen 185 und 200 Euro und damit in etwa auf halber Höhe der unverbindlichen Preisempfehlung. Für diesen Preis macht man keinen Fehler, wenn man sich für das kleine Galaxy entscheidet.

Das derzeit ausgelieferte Android 2.3.3 ist voll updatefähig und kann per OTA-Softwareaktualisierung auf Stand gehalten werden. Hierzu ist ein Samsungkonto erforderlich, das kostenlos vom Device aus eröffnet werden kann. Eine Verwaltung des Smartphones über das berühmt-berüchtigte Kies ist ebenfalls möglich. Per USB kann das Ace als Wechseldatenträger eingebunden werden. Nach dem Anschluss eines USB-Kabels befindet es sich automatisch im Kies-Modus.

Übrigens: Via Kies führte ich soeben ein Update auf die Android-Version 2.3.6 durch. Damit ist das Ace extrem aktuell. Neuer wäre nur noch die Version 2.3.7. Mein eigenes Galaxy S2 läuft unter der Version 2.3.5 und ein Update bietet mir Kies dafür nicht an. Hmm…

Fazit: Das Ace verdient sich eine ganz eindeutige Kaufempfehlung, besonders, aber nicht nur bei kleinem Budget

2 Gedanken zu „Samsung Galaxy Ace – Preiswert im besten Sinne“

  1. Der Preis ist natürlich unschlagbar und mit den Bildern kann man sich bestimmt auch noch zufrieden geben. Denke aber mit deinem S2 in weiß werde ich wohl nicht viel Falsch machen… Grüße

  2. Das weiße S2 hatte ich schon kurz getestet. Es wirkt extrem billig verarbeitet und das verwendete Kunststoff fühlt sich an wie ein Tetrapack. Ich würde dir eher zum schwarzen S2 raten.

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