Internet der Dinge wächst rasant: Durchbruch in 2012

Das Internet der Dinge ist wohl das faszinierendste Zukunftsthema unserer Tage, jedenfalls soweit es den technologischen Fortschritt betrifft. Seit Jahren wird orakelt, es werde unseren Alltag komplett verändern und die Welt zu einem besseren Ort machen. Die New York Times hat sich am Wochenende die Zeit genommen, den Status Quo zu prüfen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass bereits im nächsten Jahr spürbare Einflussnahmen zu erwarten sein könnten.

Allein die Firma Nest Labs, die ein eher unscheinbares Produkt, nämlich ein IT-gesteuertes Thermostat entwickelt, stellte über 100 Mitarbeiter in der Entwicklung ein. Neben etlichen Startups bewegen sich aber auch die Branchenriesen, allen voran die altehrwürdige IBM in diesem Sektor. Bei der IBM entstanden inzwischen rund 2.000 Projekte, die sich dem Thema industrielles Internet, wie das Internet der Dinge auch gern genannt wird, zuordnen lassen. IBM bevorzugt allerdings die Bezeichnung “Smarter Planet” und weist damit in die Richtung, in die der technologische Fortschritt gehen soll.

(Grafik von Paul Sahre für die New York Times)

Den Konsumenten als erstes erreichen dürfte die breite Markteinführung der SmartTVs, die es in Ansätzen bereits jetzt zu kaufen gibt, die aber mit dem für das Frühjahr erwarteten Markteintritt Apples nochmal völlig neu definiert werden dürften. Dabei sind es nicht die auf Unterhaltung ausgerichteten Entwicklungen, die den größten Einfluss auf unseren zukünftigen Alltag nehmen werden.

Das wird eher Produkten wie dem Nest-Thermostat, das die Raumtemparaturen intelligent steuert, indem es etwa auf das Kommen und Gehen der Hausbewohner reagiert, vorbehalten bleiben. Gerade die effiziente Ressourcenverwaltung ist ein Thema, dass einerseits den Menschen helfen wird, weniger Geld zum Fenster hinaus zu werfen, andererseits der Umwelt durch geringe Schadstoffimissionen zugute kommen kann.

Im Rahmen eines Pilotprojekts in Iowa wurden in 151 Häusern intelligente Wassermessstationen verbaut. Die Messeinrichtungen hielten den Verbrauch nicht nur absolut fest, sondern ermittelten regelrechte Verbrauchsmuster, auf deren Basis sie den Bewohnern dann Vorschläge für sparenderen Umgang mit dem wertvollen Nass unterbreiteten. Zudem waren die Stationen in der Lage, auf potenzielle Lecks hinzuweisen. Im Ergebnis wurde im Versuchszeitraum ein Wasserminderverbrauch von 7 % erreicht.

Andere Projekte befassen sich mit selbststeuernden Fahrzeugen und weiteren, heute noch utopisch anmutenden Szenarien. Klar ist jedoch, dass das industrielle Internet näher daran ist, in unseren Alltag einzudringen als wir das bislang vermuten.

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