Früher war alles besser

Gut. Vielleicht nicht alles, aber jedenfalls das Fernsehprogramm. Sicherlich bin ich derzeit etwas sensibler als sonst und von daher besonders hellsichtig, aber das tut der Hellsichtigkeit an sich ja keinen Abbruch.

Jedenfalls zappte ich heute abend kreuz und quer durch die deutsche Fernsehlandschaft und fand nur Mist soweit das Auge reichte. Die drölfundzwumfzigste Wiederholung von Irgendwas hier, da und dort, oder billigst produzierte Pseudoshows mit den immer gleichen Schnarchnasen oder noch schlimmer dem Geissen.

Ich hatte es nicht beabsichtigt, aber mein Hirn sehnte sich plötzlich in die Siebziger zurück. Die Zeit, in der noch aufwändige Shows produziert und nicht rund um die Uhr gesendet wurde. Die Zeit, in der man noch nicht komisch angeschaut wurde, wenn man sich kritisch zu Schönheitsoperationen und dem Verschwinden jeglicher Moralkodizes äußerte. Die Zeit, in der nicht ständig irgendwelche selbsternannten Jourtnalisten auf der Jagd nach der nächsten nackten Prominententitte waren. Irgendwie war nicht nur die Fernsehlandschaft überschaubarer, sondern auch der gesellschaftliche Kosmos insgesamt. Ein Zusammenhang wird nicht zu leugnen sein.

Vom heutigen Senderportfolio profitieren nur die Sender selbst. Qualität und Anspruch gibt es dort nur insoweit, als es zum Erreichen eines Mindestmaßes an Zuschauerzahlen unbedingt erforderlich ist. Dies nicht etwa den Zuschauern zuliebe, sondern lediglich als Öffner für die Werbebudgets der Industrie. Für den Konsumenten hat das heutige System keinerlei, aber auch wirklich keinerlei Vorteile.

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