Video wird der neue Text der Zeitung

juggling jesterSo behauptet zumindest der DerWesten.de-Videoreporter Marcus Huendgen, behauptet jedenfalls Turi2 ohne Angabe einer prüfbaren Quelle. Ich glaube letztere Behauptung zunächst einmal unbesehen, da tatsächlich eine gewisse Überpräsenz von Videoangeboten auf den diversen Nachrichtenportalen um sich greift.

Erstere Behauptung indes glaube ich nicht, respektive hoffe ich, auch nachhaltig nicht glauben zu müssen. Denn Videos auf Nachrichtenportalen laufen meinen Informationsbedürfnissen erst einmal ganz grundsätzlich zuwider.

Ich scanne lieber schnell ein Dutzend Texte, als mich mühsam durch ein Video zu zappen. Von Scannen kann da letztlich keine Rede sein. Videos kann man nicht überfliegen mit dem guten Gefühl, dennoch das Wesentliche erfasst zu haben. Bei einem Video erkenne ich erst am Schluss, ob es sich gelohnt hat, meine knappe Lebenszeit für das Produkt zu Recht verwendet oder doch eher verschwendet zu haben.

Hinzu kommt, dass zumindest nach meinen bisherigen Eindrücken bei für das Internet produzierten Videos deutlich weniger Aufwand betrieben wird, als bei für das Fernsehen gedrehten Beiträgen und auch weniger Aufwand als bei der Produktion eines Textes zum gleichen Thema. Videos scheinen vor allem eine beliebte Ausdrucksform derer zu sein, die im Grunde nichts mitzuteilen haben. Videos sind bestenfalls Boulevard, meist nur Trash.

Insofern hoffe ich, dass Huendgens Prophezeiung die Zuverlässigkeit einer Kaffeesatz-Leserei nicht übertreffen wird…

Creative Commons License photo credit: hans s

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