Newsblogger sind Parasiten

Surft man durch die Blogosphäre, stellt man schnell fest, dass die meisten Blogs lediglich Wiederkäuer sind. Da wird dann tausendfach gemeldet, wie toll das neue iPhone voraussichtlich sein wird. Andere verreißen die ZEIT, die sich blöderweise mal wieder mit Bloggern beschäftigt. Zeitraubende Nutzlosigkeiten gefällig? Viele Blogs lesen!

Nehme ich die Karte der ZEIT als Surfvorlage, treffe ich fast ausschließlich auf Parasitenblogs und/oder fürchterlich langweiliges und/oder sprachlich schauderhaftes Geschwurbel. Die ZEIT hat wohl nicht ganz Unrecht, wenn sie behauptet, die meisten Blogger würden nur lesen, um etwas bloggen zu können. Täten sie’s mal nicht. Die Blogosphäre wäre deutlich übersichtlicher und vermutlich lesenswerter…

Wobei: Die Leser dieser Blogs müssen auch ganz schön einen am Sträusschen haben. Du bist, was Du isst. Quasi…

22 Gedanken zu „Newsblogger sind Parasiten

  1. Jeder Mensch holt sich die Anreize zum Denken aus seiner Umwelt. Informationen werden aufgesaugt und weiterverarbeitet. Ob diese nun aus den Medien oder aus dem eigenen Umfeld stammen ist nicht relevant. Bloggen bedeutet aber, jedenfalls für mich, dieses Potpourri vor erneutem Servieren mit viel, viel Subjektivem anzureichern und zu verfeinern. Du bist, was Du isst. Ich würde eher sagen, Du bist, was Du scheißt.

  2. @Kolumnistenschwein,
    Dein ganzes Sofa muss ja schon vollgeschissen sein, da für mich bis heute ungeklärt ist, ob Du Dich für einen Klogang vom SELBIGEN erhebst.

    @Dieter, Links hätten mich nun ausnahmsweise mal interessiert.

  3. Hätte Dieter hier Links platziert, hätten ihm die Jubelperser der Betroffenen das ganze Blog vollGESCHISSEN!

  4. Ach so Cheap as a peep.
    Woher soll ich das als geneigter Leser dieses Blogs denn wissen?
    Ich bin überhaupt sehr verwundert darüber, um nicht zu sagen, sehr verwirrt darüber, dass hier in der Blogwelt scheinbar Grabenkämpfe ausgetragen werden.

  5. Kein Problem, MO. Deshalb sagte ich es ja.

    Die Grabenkämpfe, die Du richtig bemerkst, werden übrigens stets nur von Leuten (Knüwer, Niggemeier, Alphonso et al.) angefeuert, die selber bloggende Journalisten sind. Darin liegt das eigentlich Merkwürdige.

    Wirklich komisch ist die völlige Selbstüberschätzung der ganzen Blogbande. Ich habe eben mal bei der IVW die Besucherzahlen Mai 2008 für die dort gemeldeten Angebote abgerufen.

    SchülerVZ: 126.634.819
    Spiegel Online: 84.146.877
    T-Online-Portal: 285.595.709

    Und jetzt schauen wir mal den bestbesuchten deutschen Blog, den Basic, an. Ich habe seine Zahl für Januar 2008 gefunden. Er veröffentlicht die ja immer selbst. Also:

    BasicThinking: 212.524

    Noch Fragen? Und dabei ist der Basic noch der mit Abstand Beste!

  6. Besucherzahlen, bzw. eine Statistik darüber, mögen ein quantitatives Ergebnis darstellen, aber sie besagen aus meiner Sicht, noch längst nichts über die Qualität eines Blogs.
    Und überhaupt bin ich inzwischen zu der Auffassung gelangt, dass den Lesern diverser Blogs, ohne eigenes Blog, eine viel zu geringe, bis gar keine Bedeutung beigemessen wird.
    Und das, ganz genau das, das ist ein Defizit in den Gedankengängen hiesiger Blogbetreiber.

  7. Nein Kolumnistenschwein.
    Leser ist nicht gleich Leser!
    Es gibt Stammleser und es gibt Zufallsleser, bzw. Durchgangsleser.
    Und genau diese Leser, die, wie auch immer auf einen Blog gelangen, die gilt es durch Qualität zu überzeugen.
    Und da sind Grabenkämpfe untereinander nicht gerade eine hilfreiche Überzeugungstaktik.

  8. Und noch ein Wort zu Blogs allgemein:
    Ich lese Niggemeier, Alphonso, Petereit, Kolumnistenschwein….
    @ Kolumnistenschwein, bin ich in Deinen Augen jetzt immer noch: „Leser ist Leser“ ?
    Manchmal habe ich den Eindruck, es wird mir als Leser abverlangt, mich zu irgendeinem Blog lauthals zu bekennen.
    Das werde ich sicherlich nicht tun.
    Weil es da nichts zu bekennen gibt.
    Ich versuche mir eine Meinung zu bilden, zu welchen Themen auch immer, und da werde ich ganz bestimmt nicht, irgendeinem bestimmten Blog, öffentlich, grundsätzlich einen Favoritenstatus einräumen.
    Ich glaube, das geht sehr vielen Lesern, ohne eigenes Blog so.

  9. Ach ja Kolumnistenschwein:
    Solltest Du tatsächlich eine eigene Armada hinter Dir postieren können, so werde ich sicherlich versuchen, das zu ignorieren.

  10. Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt „hinter Dir“ oder „hinter Dich“ heißen muss, Du wirst mich sicherlich aufklären, wenn ich grammatisch völlig daneben liege.

  11. Beides dürfte grammatikalisch richtig sein 😉

    Meiner Meinung nach hat Mo Recht, bezogen auf bestimmte Blogger. Da gibt es tatsächlich Leute, wie Alphonso, FixMBR und noch einige weitere, denen Du als Feind gilst, wenn Du Dich nicht lauthals als Freund bekennst.

    Ich glaube aber, der Betreiber des hiesigen Bloghauses gehört nicht zu dieser Spezies. Wo steckt der überhaupt?

  12. Cheap as a peep,
    ich möchte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass Leser diverser Blogs, nicht als geistig „minderbemittelt“ eingeschätzt werden dürfen, nur weil sie sich nicht offenkundig zu einem Blog, oder wie das Kolumnistenschwein es ausdrückt, zu einem Autor bekennen.
    Und ich bemängle , dass Lesern auf diversen Blogs das Leseleben schwer gemacht wird, weil sie zwischen irgendwelche Fronten geraten.
    Das muss doch alles nicht sein. Blogs können in unserer technisierten Welt sehr viel bewirken, das müsste doch längst auch dem letzten Journalisten klar sein. Daher, warum teilt man sich das Terrain untereinander nicht freundschaftlich auf? Unmerklich, ohne großes Aufhebens?

  13. Auch wenn ich mich wiederhole: weil Blogger in erster Linie Menschen sind. Also schwach, egozentrisch, dem eigenen Ich blöder Untertan. Und ich weiß wovon ich rede: ich bin Mensch und ich blogge 😉

  14. Den Leser, der sich keiner Fangemeinde offenkundig zugesellt, den interessieren Grabenkämpfe nicht, der möchte davon verschont bleiben, der möchte einfach nur lesen.
    Der möchte höchste Qualität lesen, der möchte sich Zusatzinformationen einholen, zusätzlich zu seiner eigenen Meinung.
    Und da liegt meiner Meinung nach das Defizit in den Köpfen diverser Blogbetreiber, oder Journalisten.
    Es wird davon ausgegangen, dass der Leser in unserer heutigen Zeit, scheinbar zu keiner eigenen Meinung mehr fähig ist. Es wird davon ausgegangen, dass der Leser sich irgendeiner Masse oder gängigen Meinung anschließen wird. Dem ist aber nicht so.
    Was rege ich mich überhaupt auf?

  15. Vielleicht sollte ich an die Bar gehen, mir diverse Flaschen zum Verzehr aneignen, und so meiner Hilflosigkeit, angesichts des Nicht-Verständnisses meiner bisherigen Worte, intern Tribut zollen. 😉

  16. Ach ist das nett hier. Ich leses die genannten auch. Weil es gut ist mit Popcorn vorm Rechner zu sitzen und zu sehen wie sich einer wichtiger als der andrere vorkommt, sie sich gegenseitig anmotzen und letzendlich da sind oder landen wo alle anderen auch sind: In der Bedeutungslosigkeit.

    Ich mach mir jetzt nen Wein auf und schaue weiter Bloggerkleinkrieg….

  17. Ich möchte nur kurz einwerfen, dass ich nicht auf dem Kriegspfad bin, sondern mich im Abseits des gemütlich zuschauenden Rezipienten wähne.

    Habe übrigens mal die IVW überprüft. CAAP hat Recht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.