Wowereit knickt vor der Linken ein

Lese ich eben in meinem heißgeliebten Lokalblättchen, für das ich mittlerweile über 200 Euronen pro Jahr berappen muss, was aber jetzt nicht Thema sein soll. Wowereit knickt also angeblich vor der LInken ein. Warum denn das?

Berlin hat bekanntlich just als einziges Bundesland dem EU-Reformvertrag nicht zugestimmt. Nicht zugestimmt suggeriert Ablehnung, was aber in diesem Falle nicht stimmt. Berlin hat sich lediglich enthalten.

Berlins Enthaltung entspricht also einem Einknicken gegenüber der Linken? Abgesehen davon, dass man Wowereit neigungsbedingt alles bis hin zum Bücken zutrauen muss, sollte man dennoch genau schauen, bevor man Urteile fällt.

Schaut man demgemäß genau, stellt man fest, dass die Koalitionsvereinbarung bei unterschiedlichen Meinungen zum Abstimmungsverhalten die Enthaltung als Mittel der Wahl vorsieht. Von einem Einknicken kann daher wohl keine Rede sein und sollte es fairerweise auch nicht.  Aber welchen Stellenwert hat heutzutage schon Fairness??

3 Gedanken zu „Wowereit knickt vor der Linken ein

  1. Lass mal überlegen, gäbe es diese Überschrift auch, wenn Wowereit nicht mit der Linken, sondern mit den Grünen kopulieren, äh, koalieren würde?
    Lokalblättchen sind halt manchmal, meist, immer so.

  2. 2 Partner mit unterschiedlichen Positionen –> Enthaltung
    Klingt für mich logisch!
    Hätte Wowereit als Alternative sein Ja durchgesetzt und die rot-rote-Koalition damit an die Wand gefahren, hätten die meisten Politiker der Koalition wiedermal mangelnde Konfliktlösungsfähigkeit, politische Unfähigkeit und sowieso alles Übel der Welt bescheinigt.

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