Des Bloggers Zorn ist fern der Ratio

Mein Feedreader war heute überfüllt mit Meldungen zur Facebook-Werbung. Facebook hatte auf verschiedene, bekanntere Namen, die Facebook-Profile unterhalten, Googlewerbung gebucht. Suchte also jemand via Google nach beispielsweise Johnny Häusler, wurde ihm rechts von den Suchergebnissen eine der bekannten AdSense-Anzeigen mit dem Inhalt „Johnny Häusler ist auf Facebook“ oder so ähnlich angezeigt.

Die Empörung der empörungswütigen digitalen Intelligenzia war und ist kaum zu bändigen. Sauerei sowas, wird krakeelt. Facebook-Kündigungsmusterschreiben werden ins Netz gestellt. Vom klassischen Eigentor ist die Rede. Bloß warum? Es erschließt sich mir nicht.

Googelt man nach einem Namen, so ist es doch durchaus von Relevanz, wenn ein Facebook-Profil dazu vorhanden ist. Googelt man meinen Namen, wird selbstverständlich auch mein XING-Profil (ich bin nicht bei Facebook) in den Suchergebnissen gelistet. Worin bestünde der Unterschied, wenn diese Info rechts angezeigt würde?

Man kann es auch übertreiben mit der Scheinheiligkeit, liebe Bloggeria. Wenn Ihr nicht im Facebook-Kontext auftauchen wollt, warum habt Ihr dann überhaupt Profile da angelegt?

4 Gedanken zu „Des Bloggers Zorn ist fern der Ratio

  1. Facebook ist ein „soziales Netzwerk“. Mehr kann ich dazu allerdings nicht sagen, weil ich es noch nie eines Blickes gewürdigt habe. Ich unterhalte ein XING-Profil, was wahrscheinlich in etwa ähnlich sein wird. Vielleicht, vermutlich…

    Wobei ich nicht wüsste, warum ich meine Profilseite bei XING aus der Googlesuche ausschließen wollen sollte. Ich dachte, der Sinn dieser Netzwerke wäre gerade, dass man gefunden wird…

    Irgendwie kapiere ich das alles nicht.

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