Pathologische Arroganz

Die Herrschaften von F!XMBR leiden wahrscheinlich unter Borderline. Anders kann ich mir dieses stetige Schwanken zwischen Genie und Wahnsinn, mit Überhang zum Wahnsinn nicht erklären. Auch möglich ist natürlich, dass eine gewisse öffentliche Aufmerksamkeit den Hoden schwellen lässt und damit männliche Hormone in ungeahntem Ausmaß freisetzt, die die Betroffenen zum Tarzan mutieren lässt. Zumindest in deren eigener Wahrnehmung.

Aktuell darf der Beitrag „Das Blutgeld der Blogosphäre“ (oder so ähnlich) (Link funktioniert voraussichtlich nicht, weil die Vögel Links von hier blocken) als Beispiel für den wahnsinnigen oder dementen Part dieser Blogpersönlichkeiten (?) gelten. Dort wird nämlich der Unterschied definiert zwischen den Guten, die sich bezahlen lassen und den Schlechten, die sich kaufen lassen. Hmm. Bezahlen lassen, kaufen lassen?

Jeder, der für Geld arbeitet, lässt sich bezahlen. Man kann dies auch stets als „sich kaufen lassen“ abqualifizieren. Sich bezahlen oder sich kaufen lassen liegt definitorisch quasi im Auge des Betrachters, sollte aber eigentlich einzig und allein der Interpretation des Betroffenen unterliegen. Habe ich in meinem Job eher den Eindruck bezahlt zu werden oder werde ich gekauft? Kann ich innerhalb meiner Bezahlung meine Grundsätze halten, oder werde ich quasi zur Marionette anderer? Keiner außer mir kann das beurteilen können.

Typen wie die F!XMBRler beanspruchen nun diese Definitionshoheit, auch soweit es andere betrifft, für sich. Zum Kotzen. So macht es also laut F. der Basic richtig, der lässt sich bezahlen. Aha. Sähe ich, wenn ich mich dazu äußern sollte, anders. Würde ich aber gar nicht beurteilen wollen, weil der einzige Mensch, der das beurteilen muss, der Basic selber ist.

Mit EEG kann man vieles herausfinden. Vielleicht mal einen Versuch wert…

12 Gedanken zu „Pathologische Arroganz

  1. die typen da drüben stossen wenigsten keine verleumdungskampagnen vom zaun, wie man sie hier verfolgen konnte gegen herrn rainer meyer vielen auch bekannt als don alphonso

    „Mit EEG kann man vieles herausfinden.“

    in ihrem fall wäre es wirklich einen versuch wert

  2. Also ich halte dieses Fixmbr (wahlweise mit W geschrieben) und seine Autoren auch für recht seltsam, v.a. in politischer Hinsicht bedenklich und halte es fast für eine Auszeichnung, dort Haus- (sprich Kommentier-)verbot zu haben. Ebenso halte ich die politisch überkorrekten Punkte an der Kritik für übertrieben.

    Andererseits kann ich zwei wichtige Punkte dieses Artikels nachvollziehen: das arrogante und fatale Meinungsmonopol („Meinungsführerschaft“) dieses Berliner Netzwerks und die Kritikunfähigkeit der deutschen Blogger. Vom (kaufmännischen) Versagen von adical ganz zu schweigen.

  3. @marc: Dreh Dich mal um und geh vorwärts. Oder bist Du Reverse Engineer von Beruf? Wenn jemand eine Verleumdungskampagne gestartet hat, dann der von Dir genannte gegen mich. Ich werde da allerdings nicht länger drauf rumhacken. Das Thema ist durch.

    @Torsten: Du wirst mir langsam sympathisch. Ist das nicht unheimlich? Inhaltlich (rein sachlich und ohne die Rektalrhetorik) kann ich die Kritik am sog. Berliner Netzwerk schon auch nachvollziehen.

    Ob adical jetzt in kaufmännischer Hinsicht versagt hat, kann ich nicht beurteilen. Da es nicht meine Firma ist, interessiert mich das auch nicht.

  4. Achso.

    Rein kaufmännisch bzw. wirtschaftlich betrachtet (Du bist doch auch Selbständiger. oder?):

    Umsatz 250.000 Euro
    (wir sagen mal ohne USt., aber vor Abzug der Gewerbesteuer)
    minus Gewerbesteuer
    (keine Ahnung, ich müsste meinen SB fragen)
    minus Ausschüttung an die Blogger
    (wir sagen mal 25-30%)
    minus Unkosten
    (Büros zumindest anteilig, Telefonanschlüsse, Computer zumindest anteilig, Reisen, Domain/Server, Entwicklung undundund)
    geteilt durch drei Beteiligte umgerechnet auf die aufgewandten Stunden, die davon wiederum Steuern und Sozialabgaben begleichen müssen?

    Da bekommt der Ein-Euro-Jobber plötzlich eine ganz neue Perspektive…

  5. Ja, bin ich. Also gut, lasse ich mich mal drauf ein.

    Ich gehe von einem Drittel Ausschüttung aus, weil 33 Blogs im Netzwerk sind. Das rechnet sich dann schöner. Jeder bekommt dann ungefähr 1 % unter Außerachtlassung etwaiger Verteilungsschlüssel. Macht für jeden Teilnehmer 2.500 Euro über das Jahr 2007 verteilt.

    Bleiben rund 167.000 €.

    5 % vons Ganze werden in die Rücklage gegeben, macht 12.500 €.

    Bleiben ~ 154.500 €.

    Jetzt die Kosten. Angenommen, man müsste eine Person Vollzeit über das ganze Jahr mit Adical beschäftigt halten und würde diese gut bezahlen, kostete das rund 40.000 €.

    Bleiben ~ 110.000 €.

    Sachkosten und Verbrauch hat man natürlich auch. Ich schätze mal alles in allem monatlich (mit Miete, Telefon und dem ganzen Kram, selbst wenn es vielleicht nur kalkulatorisch ist): 5.000 €

    Bleiben ~ 50.000 €

    Um es nicht kompliziert zu machen gehen wir jetzt davon aus, dass das der ertragssteuerliche Gewinn, mithin die Basis für die Berechnung der Steuern, auch der Gewerbesteuer ist.

    Die Gewerbesteuer darauf dürfte in etwa 500 € betragen (Freibetrag 24.500, dann Staffelung 1% auf 12, 2% auf die nächsten 12 usw.)

    Bleiben 49.500 €, die die Betreiber untereinander ausschütten können und zu ihren persönlichen Steuersätzen (ESt.) zu versteuern hätten.

    Fazit: Es gibt bessere, es gibt aber auch schlechtere Geschäfte, die man machen kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Situation ändert, wenn man auf Kosten, wie die hier fiktiv eingerechnete Vollzeitkraft mit immerhin 40 TEUR verzichtet.

  6. 40 TEUR ist aber nur eine bessere Chefsekretärin, oder? Vielleicht ist das der Berliner Satz für Deluxe-Praktikanten? Ich mein ja nur…

    Es fehlen allerdings noch die Entwicklungskosten für die ach so fooortschrittlichen Flash-Banner und evtl. Vorbereitungskosten, jenachdem, was die Endkunden an Material geliefert haben.

    Gut, nach Deiner recht realistischen Rechnung bleiben rund 16.000 pro Nase übrig. Vor Steuern, aber die machen in dem Bereich auch nicht mehr viel aus. Nicht gerade viel, aber gut, sie müssen nicht davon leben, hoffe ich. Das Geld holt diese „Blogprominenz“ anderweitig viel lockerer rein, das wird wohl auch das Desinteresse an diesem Projekt begründen…

  7. Bei Basic gab es mal eine Übersicht, was Mitarbeiter in jungen Internetunternehmen verdienen. Da wären aber alle mit 40 im Jahr sehr sehr zufrieden gewesen. Selbst qualifizierte Leute mit Studium lagen unter 3 brutto im Monat. Das Gros lag um 2. So gesehen könntest Du mit den 40 fast schon zwei Vollzeitkräfte bezahlen.

    So. Und wenn mir einer 16 gäbe und die Arbeit wäre dann schon getan. Ich würds nehmen und fänds ne prima Sache 😉

  8. Grundsätzlich hast Du Recht, aber die Basicschen Zahlen halte ich für nicht ganz standhaft, oder aber „junge Internetunternehmen“ sind besonders dreist. Der kleine Robert hat bestimmt nur Stimmung gemacht, damit er seinem Praktikanten nicht soviel geben muss… Außerdem kommen noch der AG-Anteil für KV und RV von den 40 runter, die BG schenken wir uns mal.

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