Fonic hat Konkurrenz bekommen

Handy und Geld – eine fatale AbhängigkeitDu hast ein Handy, willst aber keinen Laufzeitvertrag abschließen? Dann suchst Du einen Prepaid-Tarif. Ein Riesengeschäft für die Provider war das bislang. Bis zu 39 Cent pro Minute haben diese den meist minderjährigen Nutzern damit aus der Tasche gejuckt. Dann kamen die Prepaid-Discounter wie Medion oder Penny-Mobil, die allesamt auf E-Plus-Netztechnik setzen auf den Markt und schon kostete die Minute nur noch runde 15 Cent.

Mit dem Eintritt von Fonic vor einigen Monaten stand dann das bislang günstigste Prepaid-Angebot überhaupt zur Verfügung. 9,9 Ct, inzwischen sogar auf 9 Ct gesenkt, pro Minute und SMS in alle Netze. Da ging zunächst keiner mit. Aldi (Medion) senkte zwar, aber nur unmaßgeblich. Der Nachteil von Fonic: Es basiert ebenfalls auf E-Netztechnik. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, aber die Netzabdeckung ist halt teils durchwachsen. Ausprobieren, wenn es geht!

Seit jüngster Zeit steht eine D-Netz-basierte Alternative bereit, nämlich das zwar nicht neue, aber stark preisreduzierte T-Mobile-Ablegerangebot Congstar Prepaid. Congstar ist exakt auf den Fonic-Preis eingestiegen und bietet mit dem Kauf der SIM-Karte für knappe 10 Euro sogar schon 5 Euro Gesprächsguthaben. Bei Fonic kostet die Karte ohne Guthaben rund 10 Euro. Allerdings hat Fonic auf Congstar reagiert und bietet aktuell einen sog. Wechselbonus von 5 Euro für alle Neukunden bis Ende April an, womit zunächst wieder Angebotsgleichheit herrscht.

Beide Karten kann man online aufladen. Fonic kann man allerdings NUR online und per Telefon aufladen, während Congstar seine Prepaidguthaben auch über Märkte wie Real, Extra, DM und viele Tankstellen, sowie Kioske verfügbar hält.

Es ist also eine Frage von Geschmack, Netzabdeckung und Internetaffinität, für welchen der beiden Anbieter man sich entscheidet. Ich habe bereits drei Fonic-Karten im Familieneinsatz und werde daher nicht mehr wechseln.

Was bringt die Zukunft? Ich vermute, dass Fonic in Kürze auch noch einen Tarif für die Telefonie von Fonic-Nutzern untereinander einführen wird. Das wäre ein logischer Schritt zu mehr Kundenbindung. Unverständlich, dass die das nicht schon längst getan haben…

[Fotoquelle: aboutpixel.de / (c) fanny18]

9 Gedanken zu „Fonic hat Konkurrenz bekommen

  1. O2 ist auch E-Netz. Was die Abdeckung betrifft ist die in meiner Region auch einwandfrei. Aber da hört man auch andere Aussagen. Unstreitig dürfte sein, dass das D-Netz das bestausgebaute Netz Deutschlands ist.

  2. Ich bin sehr zufrieden mit callmobile. Gibt´s auch nur online. Sehr praktisch, daß mein Guthaben automatisch aufgeladen wird (vom Konto abgebucht), den Betrag kann ich selber festlegen. Da muss ich nirgends anrufen oder Karten rubbeln (praktisch auch für Mutti, die mit sowas überfordert wäre) Einziger „Haken“: Wenn man binnen 3 Monaten weniger als 6 Euro verhandyfoniert, kostet es 1 Euro „Kontoführungsgebühren“.

    Nur der angeschlossenen „Handyshop“ … da ist meine Anmeldung irgendwie verschütt gegangen, daß ich mich nicht einloggen kann. Mail hin & her und dann Funkstille. Anscheinend wollen sie keine Handys verkaufen 😉

  3. Automatisch aufladen per Abbuchung kannst Du bei Fonic auch.

    Bei Callmobile zahlst Du 4 Ct pro Minute mehr und Du zahlst auch den Abruf der Mobilbox mit 13 Ct. Der Abruf der Mobilbox ist bei Congstar und Fonic kostenlos.

  4. Ich telefoniere fast ausschließlich mit Muttern (auch callmobile) für 3 Cent/Minute. Na, und die paar wenigen Abfragen meiner Mailbox … SMS/MMS kommt nicht vor – ich bin umgeben von Menschen, die im Analog-Zeitalter kleben geblieben sind, schnief. Unter´m Strich blieben die Kosten für mich wahrscheinlich gleich, so 30 Euronen /Jahr.

  5. Bei 500 Ocken in der Family könnte man aber auch über Kombination von base-Flatrate und simyo (ebenfalls bei 9,9ct/min) nachdenken. Die Haupttelefonierer bekommen base und rufen die Wenigtelefonierer, die dann simyo haben, kostenlos an. Außerdem sind bei base inzwischen 60min in Handynetze inklusive.
    Nachteil natürlich die Vertragsbindung und daher geht der Vorschlag evtl am Thema vorbei.

    Die Gerüchte über schlechte Netzabdeckung im eplus-Netz kann ich für meinen Lebenswandel übrigens nicht bestätigen.

    Aber was solls, das alles ist eine ewige Rechnerei und alles, was heute eine gute Entscheidung wäre, kann morgen schon wieder hinfällig sein – kaum hat man sich entschieden, gibts auch schon wieder neue Tarife …

    Es macht übrigens einen Unterschied, ob man bei eplus oder o2 ist. Die Netzausbau-Strategien der beiden sind unterschiedlich – insbesondere was High-Speed-Internet angeht.

    Die reine Netzabdeckung dürfte heute kaum noch unterschiedlich sein – die Einsiedler und Waldmenschen mögen allerdings wirklich Pech haben.

    Die E-Netze haben aufgrund der anderen Frequenzen Nachteile beim Inhouse-Empfang, dafür sagt man ihnen Vorteile bei der Sprachqualität nach – für mich war (nutze beruflich T-Mobile und privat e-plus) beides bisher nicht wirklich nachvollziehbar.

  6. @MaxR: 500 Schleifen bei drei Telefonen im Fonicnetz. Dazu komme noch ich als großer Obermacker mit meinem Max-L-Tarif, hehe. Bei drei Telefonen und etwas über 40 Euronen im MOnat kommt man auf unter 15 Ock für die einzelne Karte. Da rechnet sich kein Base.

    Unterschiede in der E-Netztechnik bestehen unbestreitbar und insofern ist Fonic auch eine viel bessere Wahl als andere Discountprovider, die mit E-Plus kooperieren.

    In der Tat kann ich von Unterschieden in der Netzabdeckung auch nur anhand von Stories aus den Neunzigern berichten. Als einer der ersten E-Plus-Kunden war ich im Sauerland leidgeprüft. Andere erzählen mir allerdings, dass es auch heutzutage noch viele E-Funklöcher gibt. Ich kann das nicht bestätigen. Wo meine Kids telefonieren wollten, konnten sie das bisher immer.

  7. Ich war recht lange bei E-Plus und nicht sonderlich zufrieden mit Empfang und Sprachqualität. Manchmal brach die Verbindung plötzlich ab und/oder ich hatte Störgeräusche in der Leitung. Das war noch letztes Jahr und dann DAS noch, groll.

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