Sony Ericsson K530i, Ubuntu 8.04 & UMTSmon

Ich glaube es selber kaum, aber ich schreibe diesen Artikel hier unter Ubuntu 8.04 außerhalb der Reichweite jeglicher WLANs, von LANs ganz zu schweigen. Dennoch bin ich mit nahezu DSL-Geschwindigkeit unterwegs. An meinem DELL stöpselt das K530i via USB und den Internetzugang hat völlig problemlos das kleine Progrämmchen UMTSmon realisiert.

Allerdings: Ich musste auf 8.04 upgraden, unter 7.10 lief es noch nicht…

Ubuntu 8.04, Inspiron 1525 und die Oberschlauen

Ich wollte es ja erst nicht wagen, tat es dann aus reiner Freude an selbstagressivem Verhalten aber doch. Ich befahl meinem Inspiron 1525 sich auf Ubuntu 8.04 LTS zu aktualisieren. Okay, grob geschaut hatte ich schon nach zu erwartenden gravierenden Problemen, aber keine gefunden.

Tatsächlich schien auf den ersten Blick eine Stunde später alles bestens zu funktionieren. Insbesondere WLAN lief wie geschmiert, was für mich der wichtigste Funktionsbereich ist. Erst nach einer weiteren Stunde fiel mir auf, dass sich das Arbeiten am DELL plötzlich in unheimlicher Stille vollzog. Kein Sound.

Flugs den Google angeworfen und prompt auf dem Bugtracker fündig geworden. Kein Sound beim Dell, nee ist klar. Da musst Du die Backport-Module und den RT-Kernel installieren, sowie einige Einträge in der alsa-Konfigdatei hinzufügen. Klang reichlich schlau, das Ganze. Gelesen, und unter großen Mühen getan. Nutzlos.

Bei weiteren Recherchen stieß ich dann auf das DELL-Wiki zum Thema, mitsamt einer ausführlichsten Erklärung, warum der Sound weg ist und wie man ihn wieder herholt. Es liegt nämlich am Modemtreiber (wtf, frag mich bloß nicht.)

Jedenfalls läuft der Sound jetzt wieder einwandfrei. Sollen die Oberschlauen sich doch den Wolf kompilieren an ihren Kernelrezepten…

Blogs in meinem Feedreader

Als ich mit dem Bloggen begann, verfolgte ich genau 0 Blogs. Weder onsite, noch per Reader. Über meine Kommentatoren kam ich überhaupt erst mit anderen Blogs in Berührung. So entwickelte sich meine Blogroll. Das ist kein Schnellschuss gewesen, sondern eine evolutionäre Entwicklung. Natürlich verfolge ich meine Blogroll heutzutage minutiös per Reader (Ihr könntet übrigens ruhig öfter mal was schreiben, Blogroller und -rollerinnen).

Wen verfolge ich noch?

Basicthinking
Allerdings ohne große Begeisterung, weil da weder intellektuell, noch sprachlich Herausforderndes geboten wird. Andererseits muss man, wenn es schon ein Leitmedium in Blogdorf gibt, dieses auch lesen. Vermutlich, vielleicht…

Spiegelfechter
Jens Berger schreibt Beiträge, von denen man auf den ersten Blick wünschen würde, sie wären in großen Nachrichtenmagazinen zu lesen. Verfolgt man seine Artikel über einen längeren Zeitraum, beginnt man sich durchaus zu wundern, wie Herr Berger zu seinen Erkenntnissen gekommen ist. Bleibt man skeptisch ist Herr Berger jedenfalls stets eine Diskussionsanregung…

Turi2
Peter Turi bereitet den Medientag kompakt auf. Und dass er zu den Intimfeinden des Don Alphonso zählt, macht ihn nur interessanter.

Wer ist eigentlich Paul?
Weblog revisited. Abgesehen von Trigami ist Pauls Blog der Inbegriff des Blog an sich. Persönliches Erleben steht im Vordergrund…

BWL Zwei Null
Auch wenn dieser Blog mir eher weniger zum Thema BWL liefert als ich angesichts des Namens erwartet hätte, verfolge ich die Postings hartnäckig. Irgendwann muss doch mal was nützliches dabei rauskommen. Oder?

Natürlich verfolge ich noch ein paar weitere Blogs. Allerdings nur derart sporadisch, dass es einer Erwähnung nicht bedarf. Sollte ich jemanden mal gezielt lesen? Entgeht mir was?

Erste Erkenntnisse

Nur damit ich es nicht vergesse:

  • Die meisten Tagesnachrichten jucken mich nicht die Bohne. Kein Grund, darüber zu bloggen.
  • Manche Tagesnachrichten berühren mich schon, bieten aber keinen Anker, darüber zu bloggen. Was sollte das auch außer Trivialem schon sein?
  • Ganz wenige Tagesnachrichten berühren mein Leben direkt. Die kannst Du aber übers Jahr an zwei Händen abzählen. Und darüber blogge ich dann auch.
  • Manche Tagesnachricht betrifft mein berufliches Feld. Dazu könnte ich zwar bloggen, tue es aber nur, wenn ich Lust dazu habe. Selten der Fall…
  • Nachrichtenwebsites gibt es übrigens zuhauf. Keine Notwendigkeit für mich, da auch noch mit zu mischen, zumal die Initialnews ja aus der Journaille kommen müsste. Erstens habe ich keinen Bock, mich wund zu lesen, zweitens bin ich nicht der Basic. Ich wohne aber auch nicht im Souterrain von Usingen. Glücklicherweise.
  • Bloggen ist Wertung, persönliche Meinung. Nicht bloßes Texte generieren. Dafür gibt es schließlich die Contentstrategie der Seometrie GmbH von Frank Penning. Wenn ich bedenke, dass ich einst in diesen Sphären mitgeschwommen bin, überkommt mich das kalte Kotzen.
  • Vieles könnte ich bloggen, wenn ich mich mehr öffnen würde. Da es da draußen aber eine reichliche Anzahl virtueller Feinde gibt, tue ich das selbstverständlich nicht.

Just A Statement

Ich war mal für Klartext bekannt. Ich schrieb ausschließlich über Dinge, die mich wirklich interessierten. Dann begann ich auch aus anderen Motivationen heraus zu schreiben. Irgendwann war mir die Motivationslage selber nicht mehr klar. Ich suchte sogar nach Themen. Widersinnig, das.

Mittlerweile scheine ich überwiegend Negatives von mir zu geben. Traurig, das.

Ich versuche, mich zurück zu den Wurzeln zu bewegen. Klappt das nicht, werde ich diesen Blog schließen. Meine Frist läuft am 18. Mai ab. Drei Jahre blogmanufaktur.de wären immerhin ein würdiger Moment, um abzutreten.

WP 2.5 – Nicht alles toll

Mit der Version 2.5 hat sich bekanntlich der Adminbereich komplett verändert. Sind die Änderungen in Summe auch recht nützlich, gibt es doch einige Merkwürdigkeiten.

Bislang konnte man die Beitragskategorie direkt rechts neben dem Beitragstext anwählen. Jetzt muss man erst runterscrollen, was man allerdings oft genug vergisst.

Bislang konnte man Widgets in die Sidebars visuell verteilen. Jetzt muss man umständlich die zu ändernde Sidebar per Dropdown wählen und auch das Hinzufügen ist nicht mehr Drag and Drop.

Nicht dramatisch, aber eher Rückschritte…

Das Zen des Bloggens

Ich stehe ja irgendwie auf so Sinnfindungsliteratur. Ich fand sogar „Alles, was Du suchst“ von Gabriel Barylli gut. Also lud ich mir in Erwartung konfuzianischer Weisheiten das E-Book „Das Zen des Bloggens“ herab, druckte es aus, las es, zerriss es und löschte es von meiner Festplatte. Wenigstens hat es nicht auch noch was gekostet…

Nutzlos, aber befreiend

1&1 ist selbst schuld. Was bitten die mich um meine Meinung zu ihren Schundprodukten. Da müssense sich nicht wundern, wenn ich folgendes in das Webinterface tippe:

Inkompetenz, gepaart mit langen Antwortzeiten, resultiert in ein schlechtes Produkt, dass man guten Gewissens nur seinen übelsten Feinden empfehlen kann

Des Bloggers Zorn ist fern der Ratio

Mein Feedreader war heute überfüllt mit Meldungen zur Facebook-Werbung. Facebook hatte auf verschiedene, bekanntere Namen, die Facebook-Profile unterhalten, Googlewerbung gebucht. Suchte also jemand via Google nach beispielsweise Johnny Häusler, wurde ihm rechts von den Suchergebnissen eine der bekannten AdSense-Anzeigen mit dem Inhalt „Johnny Häusler ist auf Facebook“ oder so ähnlich angezeigt.

Die Empörung der empörungswütigen digitalen Intelligenzia war und ist kaum zu bändigen. Sauerei sowas, wird krakeelt. Facebook-Kündigungsmusterschreiben werden ins Netz gestellt. Vom klassischen Eigentor ist die Rede. Bloß warum? Es erschließt sich mir nicht.

Googelt man nach einem Namen, so ist es doch durchaus von Relevanz, wenn ein Facebook-Profil dazu vorhanden ist. Googelt man meinen Namen, wird selbstverständlich auch mein XING-Profil (ich bin nicht bei Facebook) in den Suchergebnissen gelistet. Worin bestünde der Unterschied, wenn diese Info rechts angezeigt würde?

Man kann es auch übertreiben mit der Scheinheiligkeit, liebe Bloggeria. Wenn Ihr nicht im Facebook-Kontext auftauchen wollt, warum habt Ihr dann überhaupt Profile da angelegt?

Besonnenheit, Part 2

Besonnenheit ist das Gegenteil raschen, unüberlegten Handelns und gehört im Konfuzianismus zu den höchsten Idealen. Leider gehört Besonnenheit in den Zentralen deutscher Leitmedien nicht zum Verhaltenskodex. Und von reinen Nachrichtenagenturen wollen wir lieber gleich gar nicht reden…

Näheres im Chinawatchblog >>

WP 2.5 Dashboard – Der erste Eindruck

Ich hatte schon einen Schock erwartet, denn ich kenne das neue Backend von wordpress.com, schauderhaft. Nicht so in der installierbaren Version für eigenen Webspace. Sicherlich ist die Farbgebung gewöhnungsbedürftig, aber das ist reine Geschmackssache. Eine funktionale Einschränkung ergibt sich daraus nicht.

Die optische Teilung zwischen Alltags- und Konfigurationsaufgaben ist eher praktisch, wird dadurch doch das Interface übersichtlicher. Auch schön ist die kompaktere, inhaltsreichere Gesamtstruktur. Kommentare werden direkt neben den Beiträgen in der Verwaltungsübersicht angezeigt. Sämtliche Funktionen sind intuitiver als bislang erreichbar.

Schickes Dingen, das…

WP 2.5 läuft

Ich kann es ja kaum glauben.

Twitter in aller Munde – Twitter en el mundo

Ist Twitter der größte Blödsinn aller Zeiten? Nein, aber nur, weil es nicht DEN größten Blödsinn aller Zeiten gibt. Twitter gehört jedoch sicherlich zu den nutzlosesten Elementen des verfügbaren Kommunikationsportfolios und kann durchaus als großer Blödsinn bezeichnet werden. Eines ist es mit Sicherheit: Gesundheitsgefährdend.

Blog geblockt

wegen Synapsenstreik. Scheiß Gewerkschaft.

China-Watchblog bei Radio Fritz – Trackback

Heute abend ab 19 Uhr das Radio oder den Livestream einschalten. Trackback beschäftigt sich mit dem Thema Olympia. Und neben den Netzathleten und den Reportern ohne Grenzen kommen auch die China-Watchblogger zu Wort. Da es sehr kurzfristig angefragt ist (quasi eben erst), weiß ich nicht, ob alle Autoren dabei sein werden, ich jedenfalls. Also, wer mal wieder meiner lieblichen Stimme dabei zuhören möchte, wie sie versucht, mich voll rein zu reiten, möge schon mal den Sendersuchlauf starten…

Blogcharts, Technorati und der ganze Humbug

Heute unterhielt ich mich mit einem Bloggerkollegen. Wir sprachen eine ganze Weile die gleiche Sprache. Dann plötzlich fing er an über Technorati, Blogcharts und so weiter zu philosophieren.

Ich äußerte wahrheitsgemäß, dass ich mich nur ganz oberflächlich damit beschäftigt und möglicherweise deshalb auch Verständnisprobleme habe. So kann ich nicht nachvollziehen, wie die Chartierung funktioniert. Ich kenne die Zahlen verschiedener in den Charts befindlicher Blogs und weiß positiv, dass ich höhere Werte habe, teils deutlich höhere. Dennoch liege ich schlechter.

Der Kollege sprach: „Na ja. Manche legen es ja auch darauf an.“ Manipulation etwa? Das erklärt natürlich vieles, wenn nicht alles. Dennoch: Es bleibt mir wurscht, total wurscht.

Captcha From Hell

Ich lege ein Google-Konto für einen Kunden an. Und was präsentiert mir Google für ein Captcha?

Captcha From Hell

Ja, ist es denn wahr? Andererseits. Wenn Google wirklich so viel weiß, wie immer behauptet wird, muss ich mir dann Sorgen machen? Ist das am Ende ein Wink mit dem Zaunpfahl?

Basic: Bloggen für Geld

Der größte Blogger Deutschlands ist er. Und das schon seit Jahren. Mittlerweile kann er mit 3500 Euro Einnahmen im Monat sogar schon vom Bloggen leben. (Ich könnt’s nicht…) Die deutsche Blogosphäre legt sich mit ihm nur ungern an, zuviel Einfluss könnte die eventuelle Retourkutsche entfalten. Selbst der Blogbonzo Alphonso huldigt dem Fürsten insoweit, als dass er ihm in Diskussionen trotz kommerzieller Absichten stets sachliche Ernsthaftigkeit zubilligt.

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Real Life 04/2008

Ich stehe in meiner Stammfrittenbude. Seit über zwanzig Jahren gehe ich mindestens einmal wöchentlich dorthin. Von der griechischen Betreiberfamilie werde ich mittlerweile schon zu Familienfesten eingeladen. Man hat schon das ein oder andere füreinander getan. Dinge indes, die für die folgende Geschichte völlig irrelevant sind.

An den vier Tischen der Bude sitzen Gäste, vornehmlich Deutsche und pfeifen sich die Kulinaria rein, die es in griechischen Frittenbuden eben gibt. Zwei südländische Typen betreten den Gastraum. Man ahnt, es könnte sich um Türken handeln, ist aber vorsichtig mit solchen Vermutungen.

Die beiden sehen sich um, der Ältere der Beiden verzieht das Gesicht und äußert „Ooomph“ oder einen ähnlichen Laut. Die Betreiberin fragt den jungen Mann, zirka 19 oder 20 Jahre alt, was denn los sei. Sie fragt das ehrlich interessiert und ohne Häme. Der Adoleszente antwortet: „Zehn Türken sind mir lieber als zwei Deutsche.“ Er sagt es laut. So, dass alle Gäste es hören können. Die Wirtin sagt: „Wie bitte?“ Der junge Türke ergänzt lautstark: „Ich hasse Deutsche!“

Die griechische Wirtin fragt den Türken, ob er wisse, was er da sage und ob er wisse, in welchem Land er sich gerade aufhalte. Dieser pöbelt vor sich hin, dass er ja wohl seine Meinung frei äußern könne. Deutsche seien eben alles Arschlöcher und sowieso der letzte Dreck und er ließe sich den Mund nicht verbieten. Innerhalb der Gästeschaft regt sich Muskulatur an den Oberarmen, aber noch steigt keiner auf den Türken ein. Ich beobachte wortlos.

Die Wirtin empfiehlt dem Türken auszureisen, wenn es ihm in Deutschland so schlecht gefalle. Niemand würde ihn schließlich zwingen zu bleiben. Er ist uneinsichtig und pöbelt weiter. Durch eine telefonische Bestellung, die die Wirtin entgegen nehmen muss, entspannt sich die Situation etwas. Der Gesprächsfluss ist unterbrochen. Die Wirtin legt auf.

Der Türke sagt: „Ich nehme einmal Gyros Pita.“ Die Wirtin sagt: „Nein. Du nimmst hier gar nichts.“ Der Türke fragt: „Wie bitte?“. Die Wirtin bekräftigt: „Ich bediene Dich nicht. Du kannst jetzt gehen.“

Der Türke steht kurz vor dem Ausflippen und hätte sich vermutlich auch nicht mehr einbremsen können, als sich alle männlichen Gäste (Außer mir. Ich stand sowieso.) nahezu gleichzeitig erheben und auf den Türken zugehen. Einer sagt: „Du hast gehört, was die Dame gesagt hat.“

Der Türke verlässt ohne weitere Worte den Raum.

Falls jemand jetzt politische, moralische oder sonstige Einschätzungen erwartet: Eine Wertung überlasse ich dem Leser, sowie der Leserin… Ich habe bloß die Fakten berichtet.