Tibet

Viele äußern sich und viele haben Recht. Natürlich ist es zum Kotzen, wenn ausgerechnet der mordende Weltpolizist USA China zur Besonnenheit gegenüber den Tibetern aufruft. Es mag auch richtig sein, dass ein Boykott der olympischen Spiele nicht viel bringen, sondern im Gegenteil politische Schäden verursachen könnte. Dabei könnte es auch denkbar sein, dass durch ein Boykott die Situation der betroffenen Volksgruppen sich eher verschlechtern denn verbessern würde. Wissen indes kann man es nicht. Und dann stellt sich natürlich die Frage, inwieweit taktische Vernunfterwägungen hier überhaupt noch den Maßstab des Handelns bilden dürfen.

Für mich ist die Sache klar. Niemals hätte ein linksfaschistisches Regime den Zuschlag für die Friedensspiele bekommen dürfen. Schon nach der Nummer auf dem Platz des Friedens hätte für jeden denkenden Menschenfreund, gleich welcher politischer Couleur, klar sein müssen, dass ein derartig menschenverachtendes Regierungs- und letztlich auch Gesellschaftssystem, dem gelebten Denunziantentum, an dem Adolf seine helle Freude gehabt hätte, niemals geeignet sein kann, den Gedanken Olympias glaubhaft zu transportieren.

Deswegen ist mein Urteil sehr eindeutig. Boykottiert China. Boycott China. Scheiß auf taktische Erwägungen.

16 Gedanken zu „Tibet

  1. Hui, mal ne doofe Frage: soll das jetzt nur Provokation – in welche Richtung auch immer – sein, oder bist Du wirklich so blö – ääh – sind das tatsächlich Deine Schubladen? Das mag ich nicht glauben.

  2. „Niemals hätte ein linksfaschistisches Regime den Zuschlag für die Friedensspiele bekommen dürfen.“

    In welcher Trumwelt lebst du eigentlich. Die Friedensspiele sind ein Weltunternehmen. Und die Vergabe geht an den Meistbietenden.

    Den China Boykott würde ich gerne mal sehen. Das ist keine Woche durchhaltbar.

    Wie Naiv muß man eigentlich sein um so einen Mist schreiben zu können.

    Gut das die Seite Subjektiv ist.

  3. @Franz Musterman

    Wie naiv bist Du eigentlich, die olympischen Spiele, als „Friedensspiele“ zu bezeichnen?

    Aber ansonsten gehörst du wohl zu der Franz Mustermann-Gang, die noch ihrer Großmutter, Olympia-Fähnchen verkaufen würden und ihr sagen, der Erlös kommt den armen Flüchtlingen in Dafur zu Gute!

  4. Wer Lesen kann ist klar im Vorteil.

    ich habe geschrieben Unternehmen nicht Heilsarmee, der Erlös kommt einigen wenigen, vermutlich in der Kriesenregion Genfer See zugute.

    Die Olympischen Spiele sind eine reine Geldmaschine und wer über entsprechende Rechte verfügtverdient auch recht heftig damit.

    Das geht übrigens auch mit Fußball, Formel 1 etc.

    Wenn du Deiner Oma geld für Dafur aus der Tasche ziehen willst solltest du dich an Wohltätigkeitsorganisationen halten. Das klappt zwar auch nicht immer wie ja gerade UNICEF beweißt aber zumindest hat das eine Chance.

  5. Man kommt zwar um China nicht mehr herum, man kann aber aufmerksam sein. Und man kann für Diskussion sorgen – man frage zum Beispiel im Flagship-Store auf der Nobeleinkaufsmeile gezielt nach Kleidung, die nicht aus China kommt – kann ganz lustig werden. Und wenn man sich ein wenig informiert, findet man Kleidung, die nicht aus China kommt. Ob die Arbeitsbedingungen und politischen Bedingungen anderswo aber wesentlich besser sind …

  6. @ Kublai Khan,
    ja nee ist klar,irgendein Prinzip im Leben muss der Mensch ja haben-und sei es auch noch so einfach.

    @Cheap as a peep,
    die Chinesen basteln nach wie vor mit Mao rum,die bauen keinen Adolf Hitler.
    Ein paar Unterschiede fallen einem aufmerksamen Beobachter schon auf.

    @Dieter Petereit,
    Dein Beitrag „Tibet“ dürfte einen gewissen Wilhelm Entenmann geradezu frohlocken lassen.
    Dieter,Dein Lieblingsgetränk ist nicht zufällig ein Pharisäer?

    @Lopez Suarez,
    Du solltest nicht verallgemeinern.Wenn DIR so langsam bewusst wird,da steht irgendwo ein „Chinesischer Gorilla“ im Wohnzimmer,so schreibe nicht „UNS wird so langsam bewusst…“
    Schreibe einfach,was DIR bewusst wird und spekuliere nicht auf Solidarität.Du neigst überhaupt zu auffällig vielen Mutmaßungen und Spekulationen.

  7. @Mo: Ich hasse Rum. Das zum einen. Zum anderen: Ich mache mir keine Gedanken darüber, wer sich über welchen meiner Beiträge ärgert, respektive freut. Das ist mir völlig wurscht. Es dürfte allerdings dem aufmerksamen Leser über die Gesamtheit meiner Beiträge auffallen, dass ich jedenfalls keine monoideologische politische Programmatik vertrete.

  8. Ich merke gerade anhand eines anderen Kommentars zu einem anderen Beitrag, dass ich hier etwas missverständlich formuliert habe. „Boykottiert China“ meinte ich lediglich in Bezug auf die olympischen Spiele, nicht allgemein und schon gar nicht weltpolitisch. Ich wohne schließlich auch nicht im Elfenbeinturm.

  9. Was war an Deiner Formulierung denn so missverständlich…. selbst ich habe es geschnackelt 😆
    Aber wenn der Sport die moralische Instanz der Welt spielen soll, hat die Politik versagt. Die Rufe nach einem Boykott der Olympischen Spiele, um damit die Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Führung in Tibet weltweit anzuprangern, sind hilflose Ohnmachtsbekundungen.

    Dir und Deiner Family noch frohe Ostern

  10. @Mo

    Ich boykottiere es über Deine Äusserung nachzudenken.

    Olympia find ich eh scheisse, hab ich null Interesse dran,genau wie an Kritik, da fällt der Boykott leicht 😀

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