Die Strompreisexplosion

aboutpixel.de / Dolphin5352“Doch, doch. Die hat schon stattgefunden. Erzählen Sie mir nicht, das wäre Ihnen verborgen geblieben. Wie? Ach so, Sie wohnen in Polen. Ja, dann. Dann können Sie aber wenigstens nachvollziehen, worüber ich hier klage.

Stellen Sie sich vor, bei Ihnen ist der Strom etwa um 40 % billiger als bei uns hier in Deutschland. Ja, wirklich. Wer soll das bezahlen? Das ist ja gerade das Problem. Ich muss mich jetzt hier mal um die anderen Leser kümmern. Ja, man hört sich, ja. Machen Sie es gut!”

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4 Gedanken zu „Die Strompreisexplosion

  1. Vorweg ein Sätzchen zum anderen Artikel im stromblog, das sich aber wundersam in die folgende Argumentationskette einfügen wird:
    Strom war mitnichten „schon immer privat“ sondern wurde vielerorts durch die Stadtwerke als öffentlich-rechtliche Institution agboten.

    Und nun zum Artikel:
    Das vielleicht wichtigste Argument fehlt: Die Strombörse in Leipzig und wie die benutzt wird!

    Man hat ja hier versucht, brutalstmögliche Transparenz zu schaffen, Beide, die „Börse“ als auch die Transparenz werden aber durch den Mangel an Markt (zu wenige Anbieter, zu wenige Abnehmer, die auch noch zufällig nahezu identisch mit den Anbietern sind) zur Farce:
    Die Konzerne haben ihre Stromerzeugung in rechtlich selbständige Unternehmen ausgegliedert und diese bieten jetzt den Strom an der Börse an, zu einem Mindestpreis. Genau den Strom kaufen jetzt die Abnehmer, i.e. -genau- die Verkaufsgesellschaften desselben Stromkonzerns. Der Preis wurde ja -da Börse- durch Angebot und Nachfrage fair ermittelt. In der Realität kommt es aber darauf hinaus, daß der Konzern quasi konzernintern einkauft und die Gewinne in die „Produktion“ verschoben hat. Konsolidiert ist das egal, sagt da der Controller – und wieder haben wir (Stichwort Argumentationskette) den Fall, daß die scheinbare Privatisierung (auch die Stadtwerke haben zwischenzeitlich Exklusivverträge mit dem regionalem Quasi-Monopolisten) schlichtweg zu (üb)erhöhten Preisen und Riesengewinnen bei den Anbietern sorgt.

    Um zu dem anderen Artikel zurückzukehren: Infrastruktur (gleich welche: sichere Energieversorgung, Mobilität, Rechtsschutz, Hartz4, Bildung, Gesundheitssystem … All das ist nichts als Bereitstellung von Infrastruktur) ist STAATSAUFGABE – es ist genaugenommen die einzige Aufgabe, die ein Staat hat. Und nur an der Erfüllung dieser einzigen Aufgabe kann man Regierung und Verwaltung messen. Und genau dieser Aufgabe entledigt sich der Staat durch „Privatisierung“, auch dort, wo er effizeint war. Dadurch wird Regieren und Verwalten immer mehr zum Selbstzweck – einen Einfluß auf die globalisierte privatisierte Infrastruktur hat „der Staat“ offensichtlich nicht mehr – wie man an einigen Beispielen sieht: Was kümmert es z.B. den schwedischen Vattenfall-Manager, ob ein Arbeitsloser Ostdeutscher seinen Strom bezahlen kann? Sehr viel! Er fordert einen Sozialtarif – selbstverständlich mit Subventionierung durch „den Staat“.

    Warum zahlt man für einen Staat, der keinerlei wirksame Regelmöglichkeiten hat, dann überhaupt noch Steuern? Diese Frage (und nicht die nach der Komplexität des Steuersystems) muß man sich stellen, der Privatisierungsgewinnler Z. hat sie bereits für sich selber beantwortet.

    Unter all jenen Gesichtspunkten werden mir die Verstaatlichungsforderungen von Oskar und Gregor plötzlich ansatzweise nachvollziehbar. So ganz verinnerlicht habe ich sie nicht, aber wenns noch lange so weitergeht …

  2. Genau der war gemeint. Danke.
    BTW – wie kann ich denn hier ein Avatar-Bild hochladen? Ich habe wirklich ein Schönes!

  3. Das habe ich jetzt nach nochmaligem Lesen auch begriffen. 😳

    Das mit dem Avatar läuft so. Man surft zu Gravatar und hinterlegt seine E-Mail-Adresse dort. Nach Aktivierung des dortigen Accounts lädt man dort seinen Avatar hoch. Fortan wird auf allen Gravatar-enabled Websites (zB dieser hier) der Avatar angezeigt, sofern man unter der bei Gravatar hinterlegten Mailadresse kommentiert.

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