Privatpatienten werden bevorzugt? Och.

Wer hat das denn wieder gefördert? Endlich hat das deutsche Versichertenvolk den Beleg in Form einer wissenschaftlichen Studie. Den Beleg wofür? Natürlich dafür, dass Fachärzte Privatpatienten bevorzugen. Nach den Forschungergebnissen des Instituts für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie betrifft die Bevorzugung allerdings nur die Terminvergabe, sprich der Kassenpatient wartet teils wesentlich länger auf einen Termin als der Privatversicherte.

Jungs, das haben wir doch schon längst gewusst. Ich kann als lebendiges Beispiel darüber Zeugnis ablegen. Ich bin nämlich seit zwanzig Jahren Privatpatient und warte nie länger als zwei Tage auf einen Termin. Wenn es ganz eilig ist, fahre ich schlicht ins nächste Krankenhaus mit Fachabteilung und lasse mich dort vom Chefarzt behandeln. Da warte ich in der Regel gar nicht. Überdies ist das ein Weg, der Kassenpatienten versperrt bleibt, weil die Chefärzte in aller Regel keine Kassenzulassung besitzen.

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Daten lügen nicht – Realitycheck

Am 15. November 2007 schrieb ich die Kurzgeschichte „Daten lügen nicht!„. Diese befasst sich mit den – in der Geschichte sehr dramatischen – potenziellen Konsequenzen der Vorratsdatenspeicherung. Ein Familienvater wird darin zu Unrecht des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie beschuldigt, was seine Familie und letztlich sein Leben zerstört. Und dies bloß, weil es bei der Zuordnung einer IP-Adresse zu einem Realnamen zu einer Verwechslung gekommen ist. Aber, weil Daten schließlich nicht lügen, hat dem Familienvater in der Geschichte schlussendlich niemand geglaubt. Fast so ist es kürzlich TATSÄCHLICH passiert.

Wie die c´t auf Seite 39 ihrer am morgigen Tage erscheinenden Ausgabe 8/2008 unter dem Titel „Unschuldig unter Verdacht“ berichtet, wurde Anfang Februar 2008 das Haus des Professors Erwin S. von Dach bis Keller auf Kinderpornografie durchsucht, sowie seine Computer beschlagnahmt. Die Durchsuchung erfolgte in Abwesenheit des Professors, aber in Gegenwart seiner Frau, sowie seines zehnjährigen Sohnes.

Grundlage der Durchsuchung war die Herausgabe der Adresse des S. durch einen Mitarbeiter des Providers ARCOR, der sich bei der Zuordnung der angefragten IP-Adresse zum Realnamen schlichtweg vertan hatte. Glücklicherweise ruderte der Provider gegenüber dem BKA freiwillig und zügig zurück und räumte das Versehen zeitnah ein, so dass der schlimme Verdacht keine weiteren Folgen für S. hatte.

Wer näheres wissen möchte, kaufe sich morgen die c´t und lese den ausführlichen Bericht. Insbesondere das Verhalten der Ermittler ist in erschreckendem Maße dem ähnlich, welches ich in der obengenannten Geschichte schilderte. Da sage nochmal einer, sowas könne nicht passieren. Nach meiner Einschätzung wird es zukünftig eher noch schlimmer werden, denn im c´t-Falle wurde die Zuordnung noch durch einen Menschen durchgeführt, der seinen Irrtum erkannte und einräumte. Wenn wir erst soweit sind, dass die Zuordnung vollautomatisiert abläuft, gibt es keinen mehr, der einen Irrtum erkennen, geschweige denn einräumen könnte. Brave new world…

Bloggen hat Zeit

schrieb Don Alphonso dieser Tage in seinem Beitrag „Die zukünftige Bedeutung von Blogs“ und positionierte Blogs darin als zukunftsträchtiges Alternativmedium. In erster Linie ging es ihm aber wohl darum, Communities als „atemberaubend dumm“ abzuwatschen, wozu es eines positiven Gegenbeispiels bedurfte.

Und auch wenn ich ihm ausnahmsweise hinsichtlich der Communities vollumfänglich Recht geben muss, ist hinsichtlich der Blogs grundsätzliche Skepsis angezeigt. Ich verfolge seit Wochen besonders intensiv einige größere Blogs in meinem Reader (solche, die man der A-Kategorie zuordnen würde) und versuche Originelles, Inspirierendes, Neues, einfach Interessantes darin zu finden. Es gelingt nur sehr eingeschränkt.

Analysiert man oberflächlich, wie in diesem Blog hier üblich, das Geschreibsel der A-Blogger (wobei ich keinen Alphonsoblog einbezogen habe, dies nur der Vollständigkeit halber), findet man im Wesentlichen die Themen wieder, die man zuvor schon in SpOn oder anderen Nachrichtenmagazinen gelesen hat. Immer mehr Bloggern reicht die reine Wiedergabe der hinlänglich bekannten News. Mit Glück (für den Leser) wird ein kleiner wertender Nachsatz angehängt. Blogging um des Blogging Willen. Echte Blogbeitragsunikate findet man äußerst selten.

Offenbar erlebt der durchschnittliche (A-, aber nicht nur der) Blogger nicht genug, um seinen Blog damit füllen zu können. Oder er leidet, wie Robert Basic, an irgendeiner Obsession, die ihn dazu treibt, im Fünf-Minuten-Takt Beiträge wes immer Inhaltes abzufeuern.

Im Ergebnis lässt sich sicherlich zustimmend sagen, dass Bloggen Zeit hat, allerdings braucht es zusätzlich zur Zeit auch der Inhalte. Daran scheint es mir zunehmend zu mangeln. Insofern ist die positive Prognose des Alphonso nur mit Abstrichen berechtigt. Aktuell ist es eher so, dass Blogs von konventionellen Medien existenziell abhängig sind. Jedenfalls in der Breite der Angebote.

Meine Prognose lautet: In den nächsten zwei Jahren wird sich die deutsche Blogosphäre um mindestens die Hälfte reduzieren. Die Zahl der regelmäßig aktualisierten Blogs wird drastisch sinken. Das ist aber nicht schlimm, denn Bloggen hat schließlich Zeit und der Blogleser umso mehr auf je weniger Angebote er sie verteilen muss…

Was Pennings Seometrie GmbH unter einem Reiseblog versteht.

Besuche einfach einmal den Reiseblog auf Germanblogs unter reise.germanblogs.de (Sorry, keine Verlinkung mehr.) Aktuell schreibt dort die nicht näher identifizierte Annette. Innerhalb von sieben Tagen dokumentiert sie einen Segeltörn auf der Ostsee, Urlaub in Texas und das ägyptische Surferparadies El Nabaa.

Sämtliche Beiträge sind frei von persönlichen Erlebnissen und Bewertungen. Garniert wird mit Fotos anderer Leute aus – vornehmlich – Flickr. Leser werden sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass da jemand über etwas schreibt, was er/sie nicht aus eigener Anschauung beschreiben kann, weil er/sie schlicht nicht dagewesen ist.

Keine Ahnung, warum jemand Texte lesen soll, die in ausführlicherer Weise über Wikipedia konsumiert werden können. Natürlich verstehe ich schon, warum jemand schreibt, obwohl er/sie eigentlich nicht ernsthaft etwas zum Thema zu sagen hat. Geld stinkt halt nicht… Aber:

Blog. Das ist vor allem Wertung, das ist ganz wesentlich persönliches Erleben, das ist letztlich auch Kommentar. Wenn solches nicht geboten ist, handelt es sich nicht um Blog, handelt es sich um – bestenfalls – PR aka Werbung. Da kann ich mir auch einen TUI-Prospekt aussem Reisebüro holen…

What The Fuzz?

In den letzten Tagen wogte eine Welle der Empörung durch Blogdorf und überspülte sogar die Strände der Großmedien. Apple verteilt seinen Webbrowser Safari über die Updateautomatik beispielsweise seiner Software iTunes. Unfasslich, das. Wie bei Herstellern von Schadsoftware sei diese Vorgehensweise, maulte der Mozilla-Boss. Dünnschiss.

Auch bei mir hat sich Safari in der Updateautomatik gezeigt. Ich hätte die Installation durch einfaches Abklicken des Häkchens verhindern können. Habe ich aber nicht getan und ich bin sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Safari ist schnell und schlank. Also alles, was die Wettbewerber nicht sind. Ich werde Safari künftig parallel zum Firefox nutzen und danke Apple für diesen einfachsten Weg, den Browser zu installieren. (Was mich wirklich nervt allerdings, ist, dass man iTunes nur mit Quicktime installieren kann.)

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Die „Content-Strategie“ der Seometrie GmbH, Folge 1

Bekanntlich hat die zur Holtzbrinck-Verlagsgruppe gehörende Firma Seometrie GmbH offenbar das Ruder bei Germanblogs.de übernommen. Seither häufen sich dort belanglose Texthäppchen, verfasst von Leuten, von denen man außer dem Vornamen nichts erfährt. Schaut man auf der Website der Seometrie GmbH vorbei, wird man nicht umhin kommen, deren dortiges ProBlogger-Jonangebot mit den vielen Vornamentextern und -texterinnen, deren Wörterkonglomerate die Germanblogs dominieren, in Verbindung zu bringen. Noch augenfälliger wird der Zusammenhang, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass der eLab-Director Frank Penning, der Pressemeldungen zufolge Germanblogs betreuen soll, zugleich auch Geschäftsführer der Seometrie GmbH ist. Zufällige Übereinstimmung wäre zwar theoretisch dennoch möglich, wohl aber unwahrscheinlich.

Befasst man sich etwas mit der Seometrie GmbH, die ihre Impressi dadurch weniger leicht auffindbar macht, dass die Adresse lediglich als Grafik hinterlegt wird, gerät man ins Staunen. Frank Pennings Seometrie GmbH hat bereits ein regelrechtes Blogimperium in Betrieb genommen. An einer vollständigen Liste arbeite ich derzeit noch. Einfacher würde mir dieser Job gemacht, wenn ich explizit nach der ausschließlichen Verwendung von Vornamen als Blogautoren googlen könnte 😉

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Germanblogs is dead

Germanblogs läuft unter einer Software, die ungepflegt aussieht. Es gibt Inhaltsbereiche, die nicht mehr angezeigt werden. Das Impressum ist immer noch auf dem Stand von 2007. Inhalte sind Mangelware.

Seit kurzer Zeit allerdings tut sich wieder was.  Ein bisschen nur. Neue Blogger, die offenbar lediglich Vornamen tragen, bevölkern die Startseite. In der Themenblogübersicht finden sich externe Links. Und eine Firma namens Seometrie GmbH, deren einer Geschäftsführer der Holtzbrinck eLabs-Prokurist Frank Penning ist, sucht ProBlogger, mit Vorliebe Studenten (hmm?). Vielleicht solche, die nur Vornamen haben? Bestückt die Seometrie GmbH jetzt die Germanblogs? In der Projektübersicht der Holtzbrinck eLabs taucht Germanblogs.de jedenfalls nicht auf. Erstaunlich, wo doch die Aussagen in Januar noch ganz anders aussahen. Auch Informationen zur angeblich geplanten Worldblogs Ltd., die das Projekt übernehmen sollte, sind nicht zu finden.

Auf meine diesbezüglichen Fragen per Mail antwortete mir Herr Director Penning, der Eloquente, nicht, sondern schrieb: „…ich möchte keinen Einfluss auf Ihre Veröffentlichung nehmen.“

Hat da einer eine GmbH an den Start gebracht, um dort weiter zu machen, wo Schütte et al nicht weiter gekommen sind? Werden jetzt Holtzbrinck-Gelder in anderer Leute Portemonnaies verschoben? Geht es eigentlich noch um eine ProBlogging-Plattform oder nur darum Konzerngelder für vermeintliche Erfolgsprojekte abzugreifen und in die „richtigen Kanäle“ zu leiten?

Jedenfalls gibt es Themenblogs, die nicht mehr als Subdomain unter Germanblogs.de  laufen und in deren Impressum nicht Germanblogs, sondern die Seometrie GmbH steht. Möge sich zunächst jeder seinen eigenen Reim darauf machen. Ich bleibe dran, aber nicht drin. Ich werde dieser immer obskureren Plattform per sofort keine Inhalte mehr zuliefern.

Germanblogs – Wissen, was bloggt. (Eigentlich hätte es heißen müssen: Wissen, das bloggt.)
So lautete einst der Anspruch. Heutzutage wäre man schon froh, wenn es hieße: Germanblogs – wissen, wer bloggt und warum.

[Logo: Germanblogs.de]

Der Yello Sparzähler online – powered by Microsoft

Puuh, ist das nicht beeindruckend? Yello, eine der Stromvertriebsfirmen der EnBW, die ihren Strom zu über 50 % aus Atomkraftwerken bezieht, gibt sich ökologisch und holt dabei aus Gründen der Aufmerksamkeitssteigerung Microsoft ins Boot. Der Sparzähler online ist die Revolution im Strommarkt der Zukunft. Jedenfalls, soweit man Yello glauben möchte. Was aber ist dieser Sparzähler online genau?

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Tibet

Viele äußern sich und viele haben Recht. Natürlich ist es zum Kotzen, wenn ausgerechnet der mordende Weltpolizist USA China zur Besonnenheit gegenüber den Tibetern aufruft. Es mag auch richtig sein, dass ein Boykott der olympischen Spiele nicht viel bringen, sondern im Gegenteil politische Schäden verursachen könnte. Dabei könnte es auch denkbar sein, dass durch ein Boykott die Situation der betroffenen Volksgruppen sich eher verschlechtern denn verbessern würde. Wissen indes kann man es nicht. Und dann stellt sich natürlich die Frage, inwieweit taktische Vernunfterwägungen hier überhaupt noch den Maßstab des Handelns bilden dürfen.

Für mich ist die Sache klar. Niemals hätte ein linksfaschistisches Regime den Zuschlag für die Friedensspiele bekommen dürfen. Schon nach der Nummer auf dem Platz des Friedens hätte für jeden denkenden Menschenfreund, gleich welcher politischer Couleur, klar sein müssen, dass ein derartig menschenverachtendes Regierungs- und letztlich auch Gesellschaftssystem, dem gelebten Denunziantentum, an dem Adolf seine helle Freude gehabt hätte, niemals geeignet sein kann, den Gedanken Olympias glaubhaft zu transportieren.

Deswegen ist mein Urteil sehr eindeutig. Boykottiert China. Boycott China. Scheiß auf taktische Erwägungen.

Illegale Genehmigungen?!

Auf Lanzarote sind laut Spiegel fast ein Viertel aller Unterkünfte quasi illegal errichtet und von der Schließung bedroht. Man soll sich nicht an Baustopp-Verfügungen und Umweltmoratorien gehalten haben, weshalb nun im Zweifel der Abriss der betroffenen Hotelanlagen ansteht. Soweit alles nachvollziehbar und auch aus deutscher Rechtssicht in Ordnung.

Mit einer wesentlichen Ausnahme allerdings: Für alle Anlagen liegen Baugenehmigungen mitsamt zugehöriger Hotellizenzen vor. Offensichtlich haben die Hotelbetreiber ordnungsgemäß die entsprechenden erforderlichen Anträge gestellt und die legitimierenden Rückläufer aus den zuständigen Behörden auch erhalten. Das Problem besteht darin, dass die örtlichen Behörden sich offenbar nicht an die Anweisungen der Inselregierung gehalten haben. Ob Bestechung eine Rolle gespielt hat, ist lediglich Spekulationen zugänglich, scheint aber angesichts eines großen Teils der betroffenen Hotelketten zumindest nicht bestimmend plausibel.

Da ist es doch gut, dass wir in Deutschland andere Vorstellungen von Rechtssicherheit haben. Obschon: Mir könnte es wurscht sein. Ich betreibe keine Hotels…

Vorsicht: Jetzt auch Nokia in Samsung

„Nie wieder Nokia!“ muss die Devise lauten. Perfiderweise kann sich mittlerweile selbst da Nokia einschleichen, wo man es am wenigsten erwartet. In diesem Falle bei Samsung. Samsung hat nämlich ein neues Handy vorgestellt, das SGH-i550. Ein zwar konservativ gestyltes, aber immerhin wertig verarbeitetes Businesshandy. Würde man gegebenenfalls kaufen, weil ist ja nicht von den brutalstmöglichen Kapitalisten der Branche.

Aber! Zu kurz gedacht, (was übrigens nicht weiter erbärmlich ist, die FAZ hat´s auch nicht bemerkt…) Denn das neue Samsung-Handy verwendet das Betriebssystem Symbian S60 der Firma Symbian. Und an eben dieser Firma Symbian hält Nokia rund die Hälfte der Anteile. Also schön aufpassen. Nokia ist nicht nur Nokia, sondern auch Symbian. Deshalb: Nie wieder Symbian.

Netter Versuch, Steve!

Dass Vista nur über das Zwangsbundeln mit neuer Hardware, für die es in der Regel auch keine offizielle XP-Treiberunterstützung mehr gibt (geben darf?), verkauft werden kann, hat inzwischen wohl jeder, der sich ein bisschen für die Feld-, Wald- und Wiesen-IT interessiert mitbekommen. Tatsächlich gibt es derzeit aus Nutzersicht bis auf die umstrittene Sicherheitslösung UAC keine Gründe, die dafür sprechen würden, das bewährte XP an den Nagel zu hängen und gegen Vista einzutauschen.

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Immer die gleichen Stromspartipps

„Überlegen Sie, ob wirklich in jedem Raum immer nur dann Licht an ist, wenn auch jemand im Raum ist. Überprüfen Sie Ihre Geräte. Auch im Standby-Betrieb verbrauchen Elektrogeräte Strom. Kaufen Sie daher schaltbare Steckerleisten.“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Ich hab´s eben wieder anlässlich des Weltverbrauchertages lesen müssen…

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Der Basic, der hat´s gut (oder?)

Jetzt ist der Robert gerade auf dem Barcamp Essen. Das dürfte so die vierte/fünfte Veranstaltung sein, für die sich der Robert die Wochenenden 2008 um die Ohren haut. Dafür kann es nur einen Grund geben. Der will es so. Bloß warum?

Update: Unter Alkoholeinfluss soll man nicht bloggen. Die obige Frage ist allerdings berechtigt, der Rest nicht, deswegen gelöscht…

Blogschau 01/2008

[Ein Beitrag für Germanblogs.de]

Surfenderweise kommt einem so manches unter. Kuriositäten können dabei einen gewissen Charme entfalten, aber schlicht schlecht gemachte Blogs sind mir ein Dorn im Auge, wird doch auf diese Weise meine Lebenszeit verschwendet. Damit diese Verschwendung wenigstens einen gewissen, wenn auch zweifelhaften Nutzen hat, werde ich in loser Folge die Quellen meiner Verärgerung, respektive Verwunderung, respektive Bewunderung vorstellen. Im Grunde also alles, was mir irgendwie erwähnenswert erscheint…

Den Anfang macht der Blog PreePost.de, den ich heute via Wikio in meinem FeedReader vorfand. The future is here, verkündet der Betreiber vollmundig auf seiner, hmm na ja, Homepage, die wohl aus seiner Sicht das Beste seit Bier in Dosen sein soll. PreePost bietet allerdings absolut keinerlei eigenständige Inhalte. Worin da die Zukunftsbehauptung zu begründen sein soll, erschließt sich mir nachhaltig nicht. Alle Meldungen der Startseite sind lediglich verkürzte, abgeschriebene Passagen von Welt.de. PreePost will wohl sowas wie einen Newsticker abgeben und meint, es könne ernsthaft jemand lieber bei ihm die Meldungen lesen als direkt bei Welt.de. Konsequenterweise ist, trotz Blogtechnik, die Kommentarfunktion durchgängig abgeschaltet, AdSense und andere Werbespielchen aber massiv eingebaut. Vielleicht ist ja einer, der schon blöd genug ist, Preepost.de zu besuchen, ja noch ein Stückchen blöder und klickt auch noch auf die Banner. Vollkommen nutzlos, diese Site, vollkommen nutzlos…

Nicht wirklich kurios oder gar als nutzlos zu bezeichnen, aber dennoch bemerkenswert ist CopperLane. Dort bloggt sich unter einer Subdomain der Community Pytal ein knappes Dutzend Autoren seit einem guten Monat die Finger wund. CopperLane verwendet das Theme BranfordMagazine des Bloggers Martin Oeser. Lediglich dieser Umstand lässt mich darauf schließen, dass das Ziel der Site wohl die Schaffung eines Magazins ist. Allein eine Themenspezialisierung oder zumindest Schwerpunktsetzungen sind für mich nicht erkennbar. Es wird gebloggt, was reinkommt. Im Grunde auch okay, bloß müsste das Autorenteam wesentlich größer sein, um ein so breites Themenspektrum dann auch rund abdecken zu können. So wirkt der Content, wie soll ich´s sagen, … beliebig. Wer sich irgendwie für alles interessiert, aber für nichts so richtig, hat vielleicht seinen Spaß an den bisweilen launigen Texten.

Ich mag Themenblogs. Grundsätzlich. Aber ich bin auch ein anspruchsvoller Leser. Wenn mir einer behauptet, er betreibe einen Themenblog zum Internetbusiness, -boom, -blase, dann glaube ich das erst einmal. Allerdings erwarte ich dann auch, entsprechend sinnige, regelmäßige und vor allem den Themenkreis abdeckende Informationen vorzufinden. Einer, der das Thema Neue Medien gut abdeckt, ist der bekannte Robert Basic, der allerdings auch den ganzen Tag Zeit zum Schreiben zu haben scheint. Einer, der es nicht tut, ist der Blogger hinter dem Angebot Internetboom. Dort finden sich lediglich spärliche, meist uninteressante Informationen zu stark vorselektierten Vorgängen ohne breitere Interessensbasis. Gleich mal aus dem FeedReader gelöscht…

Gimahhot erweist sich als nutzlos

Gimahhot-LogoKlingt ein bisschen hart, wenn ich es so vor mir lese. Relativiere ich es lieber noch ein bisschen. Gimahhot ist insofern nutzlos, als man dort nach meinen verschiedenen Tests keine günstigeren Preise als anderswo realisieren kann. Inwieweit die Abwicklung des eigentlichen Kaufvorgangs über den Treuhänder Gimahhot letztlich der Knüller mit den massiven Vorteilen ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich mir bisher noch mit keinem Händler einig werden konnte.

Jüngstes Beispiel: Ich will endlich mein E65, hergestellt durch die brutalstmöglichen Kapitalisten der Branche, aus gegebenem Anlass los werden. Also suche ich nach Alternativen, wobei mein besonderer Augenmerk darauf liegt, das neue Handy als UMTS-Funkmodem für mein DELL Inspiron 1525 in spe unter Linux (!) verwenden zu können. In diversen Foren wird das Sony Ericsson K530i als für diesen Zweck geradezu prädestiniert beschrieben. Haben will!

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Privatisierung ist super

Soeben konnte ich erleben, wie toll doch diese Privatisierung in allen Bereichen ist, in diesem Falle der Postbeförderung.

Um 22 Uhr klingelt es an der Tür. Ich öffne und ein etwa 12jähriger Junge fragt mich, ob ich wüsste wo die Xstraße X ist. Als ich antworte „hier“, drückt er mir die neueste Ausgabe des YourCha-Magazins in die Hand.

Wie weit wollen wir diese Gesellschaft eigentlich noch absteigen lassen? Gibt es irgendwo eine Grenze dieser Desozialisierungsspirale?

Übrigens sagt der Vorgang mehr über YourCha und andere Billigheimer mit angeblich hochwertigen Leistungen, sowie deren politische Handlanger aus, als über den armen 12jährigen Burschen, der zur Unzeit bei mir klingelte…

The New Yorker: Der urbane Stromfresser

New York meldet im zweiten Jahr in Folge einen Rekordstromverbrauch über die Wintermonate. Der Sprecher des Energiekonzerns Con Edison macht dafür vor allem die steigende Zahl Flachbildfernseher verantwortlich.

Ich weiß zwar nicht, ob die Familie des Konzernsprechers Bildschirmgeräte in Röhrentechnik herstellt, würde es allerdings aufgrund dessen hanebüchener Äußerung deutlich für möglich halten.

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Der IQ der Dagmar Metzger

Metzger ist ein ehrenwerter Beruf, wenn man kein Problem damit hat, Tiere abzuschlachten und zu zerstückeln. Handwerk halt. Lasset die Hand walten und schaltet dabei das Hirn ab. Man sagt ja, dass die besten Handwerker die sind, die zwar viel Hand, dafür umso weniger Hirn haben. Trifft das etwa für den/die hier in Rede stehende Metzger auch zu?.

Die Hand bleibt wohl unten. Schade, ist die Hand doch das wichtigste Werkzeug einer Handwerkerin. Dass man die Hirnarbeit als Handwerkerin besser anderen überlassen sollte, ist eine uralte Weisheit. Warum bleibt die Hand unten? Weil das Hirn aus bleibt? Oder wie ist es zu erklären, dass jemand der hessischen (!) Linken angstvoll entgegen tritt, weil diese Jemandin Erinnerungen an den Mauerbau hat. Sie will keine alten SED-Kader unterstützen and what not.

Das Perfide an der Sache ist das folgende. Es ist für mich argumentativ nachvollziehbar, dass man keine Verbindungen whatsoever  mit alten SED-Kadern haben will. Nur dürften diese in den alten Bundesländern, wo die WASG den Part der LINKE übernimmt, auch nicht, jedenfalls nicht bestimmend, zu finden sein. Vielmehr findet man da Gewerkschafter und Ex-SPDler und in aller Regel ursozialistische Gesinnungen, quasi SPD as it should be. Da, wo man wirklich die Honeckers im Geiste vorfindet, nämlich im Osten, da koaliert man bereitwillig mit den Alt-Kommunisten. Kann mir das einer schlüssig erklären?

Ökostrom? Ich hab andere Sorgen!

Man verzeihe mir die Wortwahl, aber ich muss schon auch ehrlich bleiben dürfen. Natürlich finde ich es überaus erstrebenswert, perspektivisch den heutigen Energiemix stärker in Richtung erneuerbare Energien um zu verteilen. Klar, gefällt mir Strom aus Wasserkraftwerken schon rein romantisch betrachtet besser als solcher aus Atomkraftwerken.

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