Broder kann, wenn er will

Im Grunde interessiert mich weder Broder noch Niggemeier wirklich. Broder nicht mehr seit seinem blödsinnigen Buch „Hurra, wir kapitulieren!“ und Niggemeier nicht mehr, seitdem ich ihn dabei ertappte, dass er mit Vorliebe Bild zitiert, wenn’s seinen Ansichten dient, während er das gleiche Medium in allen anderen Fällen als Lügenblatt bezeichnet.

Und so habe ich tagelang den Zwist der Beiden ignoriert, obwohl mein Feedreader voll damit war. Ich las Begriffe, wie „Schweinchen Schlau“, „Speisegaststätte“ oder „Sättigungsbeilage“ und klickte dennoch nicht zu den entsprechenden Beiträgen durch.

Heute abend jedoch traf ich erneut einen Beitrag zum Thema in meinem Rivva-Feed an: Die Laus, die brüllte. Der Teasertext sprach mich an, in etwa, wie mich auch Mario Barths Primitivwitze ansprechen. Ich bin eben doch ein Mann.

Und so klickte ich mich in den Artikel hinein und muss sagen, ich habe mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert. Nicht nur weiß Broder den Finger punktgenau in die Wunde zu legen, er dreht ihn auch noch kunstvoll darin hin und her.

Sein Fazit (eines davon):

Man muss BILD nicht lesen. Echte Genießer tun es aber in einem BILDblog-Sweat-Shirt zu 26.9o über einem BILDblog-T-Shirt zu 14.9o mit einer BILDblog-Strickmütze auf dem Kopf zu 12.- Euro.

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

[Foto: (c) squirr.el / PIXELIO]

2 Gedanken zu „Broder kann, wenn er will

  1. „Da wichst zusammen, was zusammen gehört“ Starker Satz *lol*

    Ich hab BILD in den Bookmarks (guckte mir grad „Das brutalste Foul der Wochenendes an *g)

  2. Ich lese Bild nie. Ich lese auch den Bildblog nie. Schlimmer noch. Der durchschnittliche Bildleser liest mit Sicherheit auch nie den Bildblog. Aber der durchschnittliche Bildblog-Leser muss ja wohl Bild lesen. Da stellt sich mir auch die einfache Frage: Warum bloß?

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