Windows Vista erzeugt geistige Leichenstarre

Seit einigen Tagen bin ich dazu verdammt mit einem PC, auf dem Vista läuft, zu arbeiten. Das ist kaum möglich. Zwar ist es ein modenes Gerät, mit einem Dual-Core-Prozessor von AMD, namens Athlon 64 X2 5000 +, 2 GB Arbeitsspeicher und ein paar S-ATA-Festplatten, aber das nützt ihm nichts. Vista bremst es so gnadenlos aus, dass jeder Arbeitsschritt deutliche Wartezeiten nach sich zieht. Bisweilen nicke ich vor dem Gerät ein, während ich darauf warte, dass sich Firefox öffnet oder meine Mails abgerufen werden.

Deshalb übrigens verfügt Vista auch über so schicke Sounds für jede Gelegenheit. Damit weckt man den wartenden User sanft, aber bestimmt aus seinem Sekundenschlaf. Auf Dauer allerdings erzeugt diese ständige Einnickerei geistige Leichenstarre. Ich muss dringend das System wechseln. Muss ich auf einem Athlon 64 eine 64-Bit-Version von Ubuntu installieren? Weiß das einer von Euch?

Tipp an Microsoft: Nennt die nächste Version doch bitte ehrlicherweise Windows Siesta. Da weiß man wenigstens, was auf einen zukommt. Vermutlich wurde bereits Vista für Leute entwickelt, die aus ihren Bürofenstern regelrechte Panoramen erspähen können, mithin eine gute Aussicht genießen. Zeit genug dafür lässt ihnen Vista ja schließlich…

9 Gedanken zu „Windows Vista erzeugt geistige Leichenstarre

  1. 64Bit Version: Du musst nicht, kannst aber. Die 64Bit Version nutzt den Prozessor besser, daher ist zu erwarten, dass diese Version schneller läuft.

    Wie üblich bei Linux: Die Wahl liegt ganz bei Dir 🙂

  2. Zwar ist mein Vista-Rechner weitaus schwächer auf der Brust. Meist bin ich aber mit dem Tempo sehr zufrieden.
    Aus ungeklärten Grund bekomme ich aber immer wieder einen Prozess „TrustedInstaller.exe“ rein, der dann erstmal für 10 Minuten das System lahm legt.

  3. Bei mir beginnt unvermittelt die Festplatte zu rattern wie verrückt und dann geht´s nur schleichend. Ich las, dass dies irgendwas mit dem Indexieren zu tun hat und auch nicht wirklich zu vermeiden ist. Bloß, was indexiert der Vogel da alle Nase lang bei mir? Soviele Änderungen gibt es nun wirklich nicht. Dann scheint es überdies so zu sein, dass er einmal belegtes Ram nicht wieder frei gibt, so dass sich das Problem mit steigender Verwendungsdauer potenziert. Ich habe mir jetzt angewöhnt, zwei Mal täglich zu rebooten, was im Grunde auch ein Witz ist…

  4. Den ganzen Grafikschnickschnack haste ausgestellt? Seitdem ich das am Läppi meiner Freundin durchsetzen konnte, gehts besser…
    Ansonsten hat Vista einen wirklich unverschämt hohen Ressourcenbedarf. Im neuen Windows wird das hoffentlich besser gemacht.

  5. Geht auch ohne die 64 Version von Ubuntu. Würde ich auch nicht unbedingt empfehlen, zumindest wenn du vorhast proprietäre Software unter Linux zu installieren (Adobe Reader, Codecs, etc.), dann wird das mit 64-Bit Linux eher Probleme geben als mit der 32-Bit Version.

  6. @tex: Na topp. Jetzt habe ich zweimal das Riesen-ISO runtergeladen 😉 Einmal 64, einmal 32. Also nehme ich 32, richtig? Wegen besserer Treiberunterstützung und so. Liegt mir dann der zweite Kern brach?

    @Paul: Glaube ich nicht. Das Neue wird doch Windows Siesta heißen. Wird´s auch auch nur in einer Heim- und einer Altenheimversion geben.

  7. Der zweite Kern hat erstmal nichts mit 64 oder 32 bit zu tun. Wenn Ubuntu einen SMP-Kernel hat – und davon gehe ich aus – wird der zweite Kern optimal genutzt. Die 32 bit Version würde ich, wie schon gesagt, wegen bessere Softwareunterstützung wählen.

  8. Jeder hat die Möglichkeit, Vista schnell zu machen.
    Der awful UAC kann gekickt werden.
    Hapert nur an Lust und Können.
    Hatte es ein halbes Jahr zum Testen, Vista (nicht ich) lief dann schneller als XP, übrig war dann allerdings ein höchstens „stylischeres ( schaut euch Bill an ) “ XP.

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