Lebensmittelfotos.com: Nächste Woche geht es los!

Die Resonanz ist ungebrochen und ich versuche den Erwartungen, letztlich auch in zeitlicher Hinsicht gerecht zu werden. Seit der Idee sind gerade einmal etwas mehr als 24 Stunden vergangen. In dieser kurzen Zeit hat das Projekt aber bereits Formen angenommen, für die in anderen Projekten Wochen aufgewendet werden. Das hat natürlich mit der riesigen Unterstützungswelle aus allen Teilen des Netzes zu tun, gegen die auch ein substanzloses Gefrotzel, wie dasjenige des Herrn Alphonso nichts ausrichten kann.

Nachdem die Technik steht, brauche ich zum Testen der Funktionalität Bilder. Wer mir also vertraut (und wem auch ich glaube vertrauen zu können) sendet mir an die bekannte E-Mail-Adresse ein paar Fotos. Wenn ich insgesamt so auf 100 Bilder käme, wäre der Funktionstest meines Erachtens schon aussagekräftig genug. Alle Bilder im Rahmen dieses Tests werden nach Abschluss wieder aus der Datenbank gelöscht und der Test findet auch nicht öffentlich statt. Warum?

Die (wenigen) Kritiker haben in einem Punkt Recht. Das Angebot bedarf einer sauberen rechtlichen Ausgestaltung. Für den Nutzer sehe ich die Regelung als vergleichsweise unkompliziert. Dort würde ich eine CC-Lizenz nach Torstens Vorschlägen für sinnvoll erachten. Schwieriger ist schon die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass tatsächlich nur Fotos hochgeladen werden, die der Uploader selber geschossen hat. Klar ist angesichts dieses Punktes, dass es kein freies Hochladen für Jedermann nach kurzer Registrierung geben kann. Hier bitte ich um Vorschläge! Wie sollte eine Auswahl der zur Contribution berechtigten Fotografen stattfinden und wie kann man halberlei sicherstellen, dass nur eigenes Material verarbeitet wird?

Eine weitere Frage, allerdings mehr eine geschmacklicher Natur. Sollte lebensmittelfotos.com ein aufwändiges Design aufweisen oder eher schlicht mit einem kleinen Logo rüberkommen?

lebensmittelfotos.com wird durch ein um den Rolemanager aufgebohrtes Standardwordpress betrieben werden. Benutzte Plugins sind All-One-SEO, WordPress Stats, Akismet, Clean-Umlauts, Google XML Sitemaps und der bereits genannte Rolemanager zur verbesserten Benutzerrechteverwaltung. Damit enthält die Installation die wichtigsten SEO-Plugins. Wer weitere kennt und/oder für erforderlich hält, bitte melden.

Die Fotodatenbank basiert auf Gallery2 von Menalto und wird mittels des Plugins WPG2 an WordPress gebunden. All meine Recherchen haben ergeben, dass dies eine besonders seo-taugliche Vorgehensweise ist. Beide Produkte arbeiten mit Kurzlinks, so dass direkt aussehende Bildverlinkungen gewährleistet sind.

Die Kosten für den bestellten Server wird dankenswerterweise mein Arbeitgeber, die m3 marketing + medien gmbh übernehmen. Eine Gegenleistung wird nicht erwartet und auch nicht erfolgen, mit Ausnahme einer kleinen „sponsored by“-Meldung im Seitenfuß. Auf diese Weise kann zunächst die Werbefreiheit des Projektes gewährleistet werden. „Zunächst“, weil ich ja nicht vorhersagen kann, wie lange das Sponsoring aufrechterhalten werden wird. Das erste Jahr ist so aber erst einmal gesichert.

Bis zur Bereitstellung des Servers leite ich lebensmittelfotos.com temporär auf die Subdomain lebensmittelfotos.m3online.de um, da diese Struktur dann automatisch durch DomainFactory auf den Managed Server XL2 upgedated wird und ich nicht alles von Grund auf neu einrichten muss, wenn der Serverumzug ansteht.

Wenn einer der Webworker unter Euch ein Theme kennt, auf dessen Basis man das Layout realisieren kann und das einigermaßen problemlos mit WPG2 integriert werden kann, bitte melden. Großes Danke für die Unterstützung bis hierhin. Wenn es so weitergeht, ist die Alternative zum abmahnenden Hobbyfotografen bis Ende nächster Woche voll funktional online. Damit dürfte es zu den am schnellsten realisierten Communityprojekten gehören. Aber wollen wir den Tag mal nicht vor dem Abend loben…

29 Gedanken zu „Lebensmittelfotos.com: Nächste Woche geht es los!

  1. Eins noch hintendran: Im Kommentarbereich bei ix (wirres) haben Alin (Betreiber der Huettenhilfe.de)und ich uns auf eine enge Kooperation verständigt. Dies nur mal als Info für all diejenigen, die ein Zerfasern der Initiative herbeireden wollen.

  2. Welches Format und Größe sollen die Test-Fotos haben? Meine Kamera schafft maximal 2816 x 2112, was pro Foto schon recht gewaltig für ne E-Mail ist. Ich kann sie natürlich auch verkleinern.

    Mit dem technischen Kram drumherum komme ich nicht ganz mit. Aber wenn ich mich nur wo einloggen und was hochladen muss, das werd ich wohl hinkriegen :mrgreen:

    Problematischer wird die Sache mit dem Freistellen. Ich hab mir das how-to vorhin von jemand mit Kenne erklären lassen. Ich müsste mal schauen, ob meine Foto-Software sowas überhaupt kann. Wenn jemand aber einen Tip für ne freie (!) Software hat, her damit. Danke. (Wobei ich etwas Zweifel habe, ob mir das Freistellen gut genug gelingt)

    Ich bin im Zweifelsfall übrigens eher für ein schlichteres Design.

  3. @sv
    Das Wichtigest beim Freistellen ist schon mal ein gutes Ausgangsbild. Vernünftige Beleuchtung und ein neutral weißer, nicht glänzender Unter- bzw. Hintergrund. Der Rest ist dann per Software relativ einfach. Das Programm sollte ein „Zauberstab“-Auswahlwerkzeug haben. Damit wird einfach der Hintergrund selektiert und dann läßt man diesen mit Helligkeit und Kontrast entsprechend ins Weiße „absaufen“.
    Ein konkretes Freeware-Programm kann ich allerdings nicht nennen. Ich mache das mit einem schon etwas betagten Photoshop 6.
    Viel Erfolg! 🙂

  4. @sv: Es gibt beides in frei, denn das Freistellwerkzeug Siox ist im aktuellen Gimp bereits integriert und soll, wie man hört, gute Ergebnisse bringen. Liest Du hier: http://www.golem.de/0508/39791.html

    Das „Freistellen“ kannst Du dir sparen, wenn Du ein großes Blatt weißes Papier als Hintergrund nimmst. Das Blatt wird vom Tisch liegend rund gegen die Wand gebogen und bildet so einen perfekten Hintergrund. Allerdings brauchst Du mattes Papier in mindestens A3, weil Du ja nicht willst, dass die Ränder auf dem Foto zu sehen sind…

  5. Pingback: Womblog
  6. Hm, das mit dem Papier ist ne gute Idee … es gibt doch auch glatt weiße Papiertischdecken von der Rolle, fällt mir grad ein. Mal sehn. Siox/Gimp guck ich mir auch mal an. I will do the best i can 🙂

  7. Ach so, nur von allen Rechten und so freistellen?! Das hab ich erst auch anders verstanden. Also ich muss nicht rumgimpen? Das wäre in der Tat ein Problem weniger für mich.

  8. Also, keine Verwirrung bitte.

    Natürlich dürfen nur Bilder hochgeladen werden, die frei von Rechten Dritter sind. Über die genauen Lizenzen muss ich mir noch Gedanken machen und da hoffe ich auch auf Impulse Eurerseits.

    Tatsächlich scheint es aber auch so zu sein, dass die Nachfrage nach freigestellten Bildern, also solchen ohne Hintergrund größer ist, als eine solche nach Gesamtkunstwerken. Von daher bin ich jedem dankbar, der Lebensmittelfotos ohne Hintergrund anbietet und deshalb hatte ich ja auch den Tipp mit dem weißen Hintergrund und Siox gegeben.

    Aber: Wer tolle Lebensmittelfotos mit Hintergrund und allem hat, braucht jetzt nicht wie wild mit Freistellern zu hantieren. Bilder mit Hintergrund muss es auch geben!

  9. Schön zu hören das es so schnell voran geht!

    Ich denke man kann nicht 100% sicherstellen das hochgeladene Fotos wirklich dem Uploader gehören. Das einzige was m.E. helfen könnte ist von jedem Fotografen Zumindest Name / Adresse zu verlangen und zu verifizieren damit man eventuelle Urheberrechtsklagen sofort weiterreichen kann.

    Ansonsten könnten „gewisse Subjekte“ das Projekt in nullkommanichts zum erliegen bringen indem sie einfach anonym eigene Fotos hochladen und 30 Sekunden später den Anwalt informieren.

  10. Mal eine ganz blöde Frage: Warum sollen die Bilder final unter einer CC-Lizenz *mit Namensnennung* stehen?

    Ich dachte es ginge darum, den Leuten, die bislang ohne Gehirneinsatz Bilder „klauen“ eine legale Alternative anzubieten. Ist da eine neue Möglichkeit, gegen eine Lizenz zu verstossen nicht kontraproduktiv? Mag ja sein, dass man dem Ego der Fotografen so schmeichelt, aber zielführend für so ein gut gemeintes Projekt ist die Namensnennungslizenz IMHO nicht.

    Für mich mangelt es eher an *echten* Public-Domain-Bildern im Netz.

  11. Also, nicht-Kommerzieller Einsatz ist irgendwie blöd. Einen Weiterverkauf sollte man verhindern, aber jetzt Pizza- und Dönerbuden oder Kioske, die mal Flugblätter machen möchten, sollte man nicht aussperren. Es ist auch schwer zu sagen wann etwas Komerziell ist oder nicht.
    Jedenfalls ist es verwirrend und man schränkt die Nutzergröße gewaltig ein.

    Ich wäre für Public-domain und freiwilliger Namensnennung.

  12. Plädiere ebenfalls verschärft für Public domain. Wenn schon, denn schon! CC hat zwar einen höheren Vanity-Faktor, setzt aber seitens des Benutzers einen Sachverstand voraus, den die Kochbuchseitenopfer ja eben gerade nicht haben.
    Namentliche Registrierung ist wohl zwingend erforderlich, um Sabotageakte zu verhindern. Man kann das ja kombinieren mit einem Punkte-System, so dass die besten Beiträger doch ein wenig Fame abbekommen.
    Absolut geile Aktion übrigens!

  13. Also ich schlage auch vor die Bilder OHNE jegliche Verpflichtung oder Einschränkung anzubieten. Denn die Menschen, die bisher aus Unwissenheit Bilder verwendet haben, wissen sicherlich auch zukünftig nichts von CC Lizenzen etc…

    Auch würde ich nicht unbedingt nur qualitativ hochwertige Bilder *designed by mediengestalter* verwenden. Lasst doch die User entscheiden welche Bilder sie nutzen. Die ungenutzten kannst Du doch locker per CronJob alle 6 Monate löschen. Klar will der kleine Lebensmittel-Dealer um die Ecke ein perfektes Bild, aber vielleicht braucht auch mal ein Webmaster was authentisches… ? ….

  14. Also doch „freigestellt“ in jeglicher Hinsicht, geht aber in Ordnung, fürn Dietäää mach ich datt.

    Was die Frage nach CC oder PD angeht, ich bin einer von denen die sowas dann nicht raffen, also, free pix bzw „freie“ Bilder im ursprünglichen Sinne, jeder kann es benutzen, verändern usw, wenn es sein muss auch kommerziell, wie das dann heisst, keine Ahnung.

  15. zu Kublai: In jeder Hinsicht freigestellt hätte den Vorteil, daß jedem das Freistellen von Objekten freigestellt ist :mrgreen:
    Ich hab das mal versucht und befunden, daß freistellen nichts ist, was man als Anfänger „mal eben“ macht. In den Zusammenhängen gefällt mir übrigens das Wort von „authentisch“ 😉

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