Knieper gewinnt gegen Chefkoch.de

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Bahr veröffentlichte heute einen Bericht über den Rechtsstreit des berühmt-berüchtigten Kochbuch-Fotografen gegen das Rezepteportal Chefkoch.de. Knieper hatte Chefkoch auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen, weil Chefkoch-User wiederholt urheberrechtlich geschützte Bilder des Knieper auf der Plattform verwendet hatten. Das Oberlandesgericht Hamburg gab Knieper nun Recht und verurteilte Chefkoch antragsgemäß. Warum?

Knieper gewinnt gegen Chefkoch.de weiterlesen

Anonymes Surfen für Faule

TORWollen Sie Wolfgangs Protokollen entgehen, müssen Sie was tun. Und das ist gar nicht einmal kompliziert. Sie können das auch. Sie brauchen bloß Ihre IP-Adresse, also die Nummer mit der sich Ihr Computer gegenüber anderen Websites etc. identifiziert zu verschleiern. Lesen Sie mal weiter. Es ist wirklich einfach!

Zunächst besorgen Sie sich das Softwarepaket aus Tor, Privoxy und Vidalia. Das gibt es als Komplettpaket zB hier bei Chip, aber auch an vielen anderen Orten. Googlen Sie im Zweifel nach den Begriffen. Die Installation des Paketes führen Sie wie bei jeder anderen Software durch. Sie ist völlig automatisiert.

Anonymes Surfen für Faule weiterlesen

Google Text & Tabellen seit gestern aufgehübscht

Google Docs entstand bekanntlich aus dem wirklich schönen Produkt Writely. Mit der Übernahme durch Google ging in erster Linie die schicke und zeitgemäße Optik des Ursprungsprojektes den Bach runter. Was kam war eine eher bürokratisch, grafisch spartanisch anmutende Hilfsoberfläche. Über anderthalb Jahre lang hat Google Docs die schlichte Iconologie hartnäckig durchgehalten.

gdocs seit 28.08.2008Hinzu kamen, freundlich ausgedrückt, hemdsärmelige Funktionsaufrufe auch anderer Features, wie zB des Speicherns. Ebenfalls kritikwürdig war von je her die Qualität des erzeugten HTML-Codes. Unnötig viele überflüssige Tagauszeichnungen, teilweise sogar mit Einfluss auf die Optik, erschwerten, respektive vermiesten einem die Verwendung dieses eigentlich doch recht praktischen Dienstes.

Seit dem gestrigen Tage sind diese Punkte Geschichte. Die Benutzeroberfläche ist zeitgemäß aufgehübscht und dabei aufgeräumt worden. Die Symbolleiste sieht aus wie einer aktuellen Desktopsoftware entsprungen. Die Speichern-Funktion findet sich da, wo sie hingehört.

Sicherlich kann man sich fragen, warum derart offensichtliche Änderungsbedarfe über ein Jahr in der Pipeline schlummern müssen, wo das Unternehmen ansonsten eine hohe Innovationsgeschwindigkeit vorlegt. Aber wollen wir nicht unzufrieden sein. Sie kamen spät, die Änderungen, aber sie kamen. Und die wichtigste Neuerung habe ich noch nicht erwähnt.

Die wichtigste Neuerung ist der entschlackte HTML-Code. Nichts nicht unbedingt Notwendiges findet sich mehr im Quelltext. Google Docs erinnert sich an den Sinn von HTML. Das ist sehr erfreulich und für mich der ultimative Grund, GDocs künftig wieder vermehrt zu nutzen. Dieser Beitrag entstand übrigens in GDocs, was vermutlich zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr wirklich überrascht.

Versuchen Sie es ruhig auch einmal. Ansonsten kann ich ZOHO Writer sehr empfehlen. Oder Thinkfree, aber nicht Buzzword. Warum nicht? Ich schlage vor, Sie klicken die Links einfach mal durch. Ich wette, dass Sie danach wissen, warum…

Spielkonsolen versauen Schulnoten?

Playstation 3Zugegeben. Der Titel ist etwas verkürzend. Tatsächlich will das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in einer Studie herausgefunden haben, dass Fernseher, Spielkonsolen und Computer in Kinderzimmern zu schlechteren Schulnoten führen. So merkwürdig wie das in seiner ganzen Pauschalität klingt, ist das Ergebnis der vermeintlichen Studie natürlich auch. Viel Zahlenspielerei und ein paar simple Sprüche…

Dabei verschweigt der zusammenfassende Bericht der Studie die wesentlichen Rahmenbedingungen gar nicht. So wird ausdrücklich gesagt, dass man lediglich die sog. PISA-Verlierer näher untersucht hat, also Kinder aus armen Familien und von Migranten. Es wird auch gesagt, dass Kinder aus weniger bildungsfernen Schichten nicht etwa gar nicht über derlei Unterhaltungsmedien verfügen, sondern lediglich nicht in gleichem Maße mit den Gerätschaften sozusagen gesättigt sind. Will sagen, der Migrantenjunge hat mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Konsole als der Akademikersohn. Bis dahin ist noch alles okay.

Spielkonsolen versauen Schulnoten? weiterlesen

Linux total nicht mehr fern

Mit Freude habe ich heute zur Kenntnis genommen, dass an einer Anpassung von Wine gearbeitet werden soll, die zum Ziel hat, dass Adobes Creative Suite unter Linux voll lauffähig wird. Weniger schön daran ist, dass Google die Finger wieder drin hat. Egal, wo Du guckst, überall steckt Google wenn nicht dahinter, dann doch darin.

Kleinigkeiten

Google AdSense nahezu vollständig entfernt, jedenfalls deutlich reduziert. Sidebars gestrafft und im Design versachlicht.

Lebensmittelfotos.com: Schüsse aus dem Off

Torsten Rox hat heute einen langen Artikel mit dem Titel „Finger weg von Lebensmittelfotos.com“ in sein Weblog roxomatic geschrieben. Ich habe darauf hin as sachlich as möglich darauf per Kommentar antworten wollen, aber offensichtlich blockt Herr Rox mich als Kommentator. Und auch, wenn dies natürlich ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass es ihm im Grunde nicht um die Sache geht, will ich den Artikel ruhig ernst nehmen und veröffentliche das, was ich ins Kommentarfeld bei roxomatic getippt hatte, folgend:

Ich akzeptiere, dass man hinsichtlich der Ausrichtung des Projektes unterschiedlicher Auffassung sein kann. Das ist okay, das ist demokratisch.

Zur Sicherheit des Projektes habe ich gestern bereits einen längeren Artikel auf Lebensmittelfotos.com veröffentlicht, der zu den kritischeren Punkten Deines Beitrages Stellung beziehend gelesen werden kann. Im Tenor: Kommt mir bei der Anmeldung auch nur irgendetwas komisch vor oder lässt sich der neue Benutzer nicht unter einer identifizierbaren Rufnummer persönlich anrufen, gibt es keinen Zugang. Das Erstellen von Fakeaccounts ist zwar ganz grundsätzlich möglich, aber sehr schwierig, weil jeder neue Benutzer nicht durchgewunken, sondern überprüft wird. Ich lehne eher einen unberechtigt ab, als mir ein Ei ins Nest zu legen.

Andere Punkte Deines Beitrages gelten für ALLE anderen Datenbanken, auch die etablierten wie Pixelio oder Aboutpixel oder photocase oder oder und dabei für alle mehr als für Lebensmittelfotos.com. Denn, und das habe ich eben noch einmal getestet, dort findet absolut überhaupt keine Prüfung statt. Da kannst Du Dich als Horst Bonzo aus Potsdam anmelden und eine Wegwerfmailadresse hinterlegen.

Deshalb kann ich Deine klare Empfehlung ausgerechnet gegen Lebensmittelfotos.com nicht nachvollziehen. (Okay, von der Befindlichkeit her schon, aber nicht unter sachlichen Kriterien.) Du müsstest vielmehr vor ALLEN Bilddiensten warnen, wobei es wirklich bei jedem anderen wesentlich leichter ist, problematisches Material unterzubringen als bei uns. Bei manchen Nachbarn aus dem Lebensmittelfotobereich ist es sogar ganz ganz einfach. Die sprichst Du aber alle nicht an. Bei verständiger Würdigung der Rahmenbedingungen aller anderen Bilddienste würdest Du ganz objektiv sogar dazu kommen müssen, dass neben der Wikimedia (mit ihren unüberschaubar vielen Nutzungsrechten) nur noch Lebensmittelfotos.com ein ähnliches Maß an Sicherheit bietet. Tust Du aber nicht. Warum nicht?

Die Urheberrechtserklärung, um das zu sagen, ist diejenige der Wikimedia und wenn die für Wikimedia, deren Konzept Du ja für wasserdichter hälst, okay ist, dann gibt es keinen sachlichen Grund, warum die nicht auf Lebensmittelfotos.com okay sein sollte.

Im unwahrscheinlichen Falle einer Urheberrechtsverletzung auf Lebensmittelfotos.com bekäme übrigens niemand Post von meinen Anwälten, sondern ich bekäme Post von dem Anwalt desjenigen, der sein Urheberrecht verletzt sieht. Auch da gibt es aber keinen Unterschied zu allen anderen Bilddatenbanken.

Okay, und dann geht es an Geschmackliches. Dir gefallen die Texte nicht. Ja und? Wir haben keine literarischen Ansprüche rausgegeben. Anderen gefallen die Bilder – teilweise –  nicht. Ja und? Dann verwendet sie halt nicht. Wir, d.h. alle konstruktiv Beteiligten stecken zusammen viel Arbeit in diese Sache und schenken sie an die Internetcommunity. Wer was besser kann, kann jederzeit mitmachen. Viele Dinge sind auch objektiv verbesserungsbedürftig, zB müssen mehr Infos zu den Hintergründen (Abmahnwahn etc.) her. Das wissen wir, aber wir haben eben begrenzte Zeitkontingente. Auch andere Punkte sind uns bekannt und werden bearbeitet. Das Projekt wächst langsam, aber beständig.

Noch kurz zum Thema Spenden. Es werden keine Spenden akquiriert. Der kurzzeitig vorhandene Button sollte den Hunni Technikkosten auftreiben helfen, der monatlich anfällt. Das hat zu Kritik geführt, ich habe den Button wieder entfernt. Aber das nur am Rande.

Zusammenfassend: JEDE Bilddatenbank kann betrogen werden. Aber ALLE anderen einfacher als wir.

Du magst mich nicht. Unbekannterweise. Das ist okay. Ich kann auch nicht gerade Sympathie als dasjenige Gefühl beschreiben, mit dem ich Dir begegne. Unbekannterweise. Nur sollten wir das dann auch so offen sagen und nicht irgendwelche pseudosachlichen Scheingefechte austragen.

Kleinigkeiten

Twitbin installiert: Twitter-Plugin für den Firefox. Installiert sich als Sidebar. Sehr schick. (Gesehen bei oliverg)

Amazon rausgeschmissen: No more ads for Bezos.

Fundstück der Woche | CSU-Blog

CSU-Blog

Wundert sich da wer? Welche Inhalte sollten die auch hinterlegen können? Wär ja das erste Mal…

Krähen-Kannibalismus

KrähenDass ich das noch erleben darf. Während meiner frühpolitischen Sturm-und-Drang-Zeit, jenes Lebensabschnitts, in dem ich glaubte, man könnte die Welt fundamental ändern und einer Art kommunistischer Gerechtigkeit zuführen, äußerte ich oft laut und anklagend mein Unverständnis darüber, dass manche Menschen mit entsprechender Macht dennoch gegen Missstände, deren Behebung in ihrer Hand läge, nicht vorgehen. Feigheit und Opportunismus hatten als Begriffe noch keinen Eingang in meinen Sprachschatz gefunden, sich zumindest dort noch nicht verankert. In solchen Fällen pflegte mein Großvater lakonisch zu erwidern: „Junge, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.“

Krähen-Kannibalismus weiterlesen

Die Bilderfalle

FliegenfalleIch bin ein relativer Laie, wenn es um die unterschiedlichen Nutzungsrechtsgestaltungen für die Verwendung anderer Leute Bilder geht. Zwar habe ich mich in den letzten Wochen umfassend mit dem Thema beschäftigt, dennoch bin ich kein Jurist. Und nach allem, was ich über die verschiedenen Rechtskonstrukte gelesen habe, bezeichne ich mich und jeden anderen Nutzer, der nicht Jurist, am besten noch ein spezialisierter ist, als Laien in Sachen Bildnutzungsrechte.

Hinzu kommt, dass ich mich geärgert habe, sogar ziemlich ausgiebig. Ich habe mich geärgert darüber, dass ein Dienst, den ich seit Jahren nutze, zwischendurch und von mir unbemerkt seine Kennzeichnungspflichten geändert hat. Die Rede ist von der ehemaligen PixelQuelle, dem heutigen Pixelio. Das wiederum griff ein „wohlmeinender“ Zeitgenosse, ein webbekannter Blogbonzo hinterrücks auf und versuchte diesen Umstand zu Zwecken meiner Diskreditierung zu verwenden, was ihm mit Blick auf einige döspaddelige konsequente Nichtrecherchierer unter den Blogdorfern auch gelungen ist..

Die Bilderfalle weiterlesen

Gullideckel gibt´s überall auf der Welt

GulliEine Kanalisation ist ein weit verzweigtes System, in dem allerdings vornehmlich Fäkalien schwimmen. Zugänglich ist dieses System von den angeschlossenen Häusern her. Dort aber zumeist nur durch 10er Plastik-, respektive Tonrohre, was für die meisten Menschen eine nicht zu überwindende Eintrittsbarriere darstellen dürfte.

Da es aber im Untergrund durchaus Wartungs- und Erweiterungsbedarf gibt, haben die findigen Kanalisationserfinder einen famosen Geniestreich ausgeklügelt: den Gulli(deckel). Durch eben diesen Gulli kann eine nur durch die Aufnahmefähigkeit der Kanalisation selber begrenzte Menschenmenge in Bereiche vordringen, die ansonsten eher von Ratten und sonstigen Klein- und Kleinstlebewesen bevölkert werden.

Gullideckel gibt´s überall auf der Welt weiterlesen

22557 – Star ViiFs

[Trigami-Review] Im Nachgang zu meinem vorherigen Beitrag über die MobilCommunity ViiF habe ich mir nun noch mein UMTS-Handy geschnappt, um nicht nur rein theoretisch zu viifen, sondern tatsächlich in die Welt der Handyvideos eintauchen zu können.

Schnell war eine Art Drehbuch entworfen. In aufwändiger Inszenierung sollte der ultimative Kampf der Protagonisten aus Star Wars nachgestellt werden. Ein Monument der Filmgeschichte. Die Originalszenerie war flugs gebaut. An Kameratricks musste nicht weiter gefeilt werden. Schließlich gäbe es ohnehin keine Alternative zur Handycam mit der festen Brennweite.

So alles steht. Jetzt Videoanruf auswählen, 22557 anrufen und auf die Menüauswahl warten. Kurze Zeit später meldet sich Viifienne, die nette Menüdame in der Hauptauswahl und erklärt mir in relativ schlechter Tonqualität die – allerdings ohnehin offensichtlichen – Funktionen.

Mittels Druck auf 1 starte ich die Aufnahme. Drei – Zwei – Eins – Go. Ganz im Stile früherer MAZ-Ab-Einstellungen gibt ViiF dem Videofilmer noch einige Sekunden Zeit, sich voll auf das nun zu erstellende Werk zu konzentrieren. Wenig später geht es los.

Uff. Die Bildqualität ist – sagen wir – sehr gewöhnungsbedürftig. Verpixelungen groß wie Rauhhaardackel lassen vom eigentlichen Geschehen nicht mehr viel erahnen. Zwischendurch verschlechtert sich die Datenrate derart, dass ViiF die Aufnahme abbricht. Gut, so bleibt mir das Löschen erspart.

Zweiter Versuch. Diesmal scheint die Verbindung besser zu sein. Schon die Menügrafik ist schärfer, entsprechend weniger verpixelt gestaltet sich auch die Aufnahme. Allerdings würde ich die Bildqualität dennoch als inakzeptabel bezeichnen. Wer will sich sowas freiwillig ansehen?

Ich versuche es weiter. Wahrscheinlich benötige ich nur eine wirklich optimale UMTS-Verbindung. Ein ums andere Mal bemühe ich mich, der Dramatik des darzustellenden Plots filmtechnisch gerecht zu werden. Es gelingt mir nicht.

Nach etwa zehn Versuchen beschließe ich einzusehen, dass ich aller Voraussicht nach bereits das Beste aus der verfügbaren Technik heraus geholt habe. Das ist allerdings eine recht ernüchternde Erkenntnis. Die Qualität von Handyvideos ist ja per se schon nicht als brilliant zu bezeichnen. Geviifte Videos sind noch einmal deutlich schlechter.

Gut. Betrachten wir es positiv. Mit dem weiteren Ausbau des Netzes wird sich vermutlich die Qualität der Videoaufnahmen beständig verbessern. Da ist es gut, wenn das Unternehmen bereits frühzeitig so positioniert ist, dass die Bildqualität das letzte verbleibende Problem darstellt.

Wer sich von der Qualität meiner filmischen Fertigkeiten, sowie der dazu mindestens äquivalenten technischen Auflösung der Pixelsammlungen überzeugen will, kann sich im Folgenden meine Originale im flashbasierten ViiF-Player ansehen.

Übrigens: Wer Details zu Kosten und andere Einzelheiten erfahren will, möge bitte meinen vorherigen Beitrag lesen.

Bloggen ist billig, manch Blogger auch

Webspace gibt es ab nem Euro.Da ist bereits eine Domain dabei. WordPress kostet nix. Plugins und Themes gibt es ebenfalls für Noppes. Schade eigentlich.

Denn dadurch wird die Blogosphäre auch von Leuten bevölkert, die entweder bösartig, dämlich oder sonstwie retardiert sind man im echten Leben weitaus besser ignorieren kann, weil es da glücklicherweise keine Track- und Pingbacks, kein Technorati und kein sonstiges technisches Gepimmel gibt, mit dessen Hilfe sich Leute einem aufdrängen können…

22557 – Bei Anruf Video!

[Trigami-Review] Nicht ganz so spannend wie Hitchcocks Film ist das neue Handyvideoportal ViiF, aber auf Dauer wahrscheinlich kurzweiliger. Schließlich gibt es da nicht immer den gleichen Plot zu sehen. Vielmehr kann man bei ViiF tatsächlich mit dem Handy fernsehen. Kooperationen mit Sendern wie MTV Europe, der ProSiebenSat1-Media oder der Nachrichtenagentur REUTERS machen es möglich. Dabei muss man nicht auf die Einführung von DVB-H warten, sondern kann bereits heute mit jedem UMTS-fähigen Handy in den Genuss der Handyglotze gelangen. Wenn man will.

Fernsehen mit dem Handy per ViiF ist so einfach, dass man sich wundert, warum nicht schon früher jemand auf diese Idee gekommen ist. Ein simpler Videoanruf unter der Nummer 22557 reicht, um ins Programmauswahlmenü des Portals zu gelangen. Von dort aus kann man zu den einzelnen Sendern gelangen, ist aber auch in der Lage eigene Videos aufzunehmen oder bereits aufgenommene anzusehen. Der Videoanruf reicht also ebenso aus, um eigene Videos mit der Handykamera zu drehen und auf ViiF abzulegen. Damit wird ViiF zu einer Art YouTube für UMTS-Handybesitzer.

Jedenfalls beinahe. Denn Handyvideos anderer Benutzer kann man lediglich dann ansehen, wenn man von diesen dazu eingeladen wurde, was mittels einer entsprechenden SMS stattfindet. Ein freies Browsen in den hochgeladenen Videos ist derzeit nicht vorgesehen und würde sicherlich auch die spartanischen Möglichkeiten des Userinterfaces sprengen. Dennoch besteht eine Möglichkeit, die eigenen Handyvideos ready for the world zu machen, nämlich der ViiF-Player. Der ViiF-Player ist eine Software, die man per Flash-Widget in die eigene Website einbindet und innerhalb deren Oberfläche dann die hochgeladenen eigenen Videos angesehen werden können. Hierzu ist allerdings eine Registrierung beim Anbieter erforderlich. Ist der ViiF-Player erst einmal eingebunden, kann jeder Websitebesucher Videos ansehen und per SMS weiterempfehlen.

Um ein wenig Communitystimmung aufkommen zu lassen, besteht bei ViiF die offenbar mittlerweile unverzichtbare Möglichkeit, Leute einzuladen, um sie dann in verschiedenen Kategorien wie Kollegen oder Freunde einzuschubladisieren; ein rudimentäres MySpace also. Unter Marketingsgesichtspunkten kein blöder Gedanke, denn das Problem beim ViiFen (wie der Betreiber die Nutzung des Dienstes bezeichnet) ist, im Unterschied zum Internet, dass man stets mit sich und dem kleinen Handybildschirm allein ist. ViiFen allein hat nichts kooperatives oder Gemeinschaftsgefühle generierendes. Will man aber Nutzer relativ eng an die Plattform binden, um natürlich deren individuelle Nutzung zu forcieren, darf, gerade in der offenkundig avisierten Zielgruppe junger Erwachsener der Communitygedanke nicht fehlen. „Hast Du schon Tonys Partyvideo gesehen? Nee? Warte, ich simse Dir den Einladungslink.“

Ein kritischer Punkt sind allerdings die entstehenden Kosten. Denn Videoanrufe sind nicht kostenlos, sondern werden zeitabhängig zu unterschiedlichen Tarifen abgerechnet. Immerhin liegen diese durchgängig unter dem Niveau der Tarife, die für mobiles Surfen gezahlt werden müssten. Mit O2 hat ViiF sogar einen Kooperationspartner gefunden, aus dessen Netz das ViiFen momentan komplett kostenlos ist. E-Plus und Vodafone berechnen 0,39 € pro Minute und T-Mobile will gar 0,58 € pro Minute auf den Tisch des Hauses gezählt wissen. Damit kommt für eine Nutzung als Handyfernseher derzeit eigentlich nur O2 in Frage, ohne dass dem Nutzer größere Löcher ins Zwiebelleder gerissen würden. Bei selbst gedrehten Shortfilmchen wird es im Zweifel eher um eine oder zwei Tarifeinheiten gehen, was angesichts der SMS- und MMS-Wut der Zielgruppe bestimmt nicht zu einer zurückhaltenden Nutzung führen wird.

Es gibt aktuell keine einfachere Möglichkeit, Handyvideos online zu stellen. Wer also auf der Suche nach einer solchen Möglichkeit ist, dürfte derzeit kein Wettbewerbsangebot finden, dass annähernd demjenigen der ViiFer entspricht. Allerdings geht der Videoupload auch nur per Videoanruf. Ein späteres Hochladen bereits aufgenommener Videos ist nicht möglich. Man ist also auf die Verlässlichkeit der UMTS-Netzabdeckung angewiesen, die in meiner Region durchaus als problematisch bezeichnet werden muss.

[Logo: ViiF]

Broder kann, wenn er will

Im Grunde interessiert mich weder Broder noch Niggemeier wirklich. Broder nicht mehr seit seinem blödsinnigen Buch „Hurra, wir kapitulieren!“ und Niggemeier nicht mehr, seitdem ich ihn dabei ertappte, dass er mit Vorliebe Bild zitiert, wenn’s seinen Ansichten dient, während er das gleiche Medium in allen anderen Fällen als Lügenblatt bezeichnet.

Und so habe ich tagelang den Zwist der Beiden ignoriert, obwohl mein Feedreader voll damit war. Ich las Begriffe, wie „Schweinchen Schlau“, „Speisegaststätte“ oder „Sättigungsbeilage“ und klickte dennoch nicht zu den entsprechenden Beiträgen durch.

Heute abend jedoch traf ich erneut einen Beitrag zum Thema in meinem Rivva-Feed an: Die Laus, die brüllte. Der Teasertext sprach mich an, in etwa, wie mich auch Mario Barths Primitivwitze ansprechen. Ich bin eben doch ein Mann.

Und so klickte ich mich in den Artikel hinein und muss sagen, ich habe mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert. Nicht nur weiß Broder den Finger punktgenau in die Wunde zu legen, er dreht ihn auch noch kunstvoll darin hin und her.

Sein Fazit (eines davon):

Man muss BILD nicht lesen. Echte Genießer tun es aber in einem BILDblog-Sweat-Shirt zu 26.9o über einem BILDblog-T-Shirt zu 14.9o mit einer BILDblog-Strickmütze auf dem Kopf zu 12.- Euro.

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

[Foto: (c) squirr.el / PIXELIO]

Thin Clients – Nicht nur Platzwunder

SparsamAls Thin Clients bezeichnet man hierzulande hauptsächlich abgespeckte Compüterchen, deren einzige Fähigkeit darin besteht, mit einem größeren Computer, zumeist einem Terminal Server Kontakt aufzunehmen. Diese Technik setzt sich insbesondere da mit steigender Geschwindigkeit fort, wo zentrale Datenhaltung die übergeordnete Rolle spielt, beispielsweise in der Steuerberatungsbranche.

Weiterlesen im StromBlog >> 

Wenn Vorstände erfolgsabhängig entlohnt werden…

Geldfresser… müssen sich mindestens die Kunden warm anziehen. Aktuelles Beispiel ist EnBW. Dessen Vorstandschef Villis hat im letzten Jahr mehr als 11 Millionen Euro erhalten. Da war Vorgänger Claassen im Vergleich schon fast ein Grundsicherungsempfänger. Villis hat aber auch einen stärkeren Antrieb.

Weiterlesen im Stromblog >> 

Selbst unsichtbare Bande können stabil sein

Freenet verkauft jetzt auch Strom. Oder anders ausgedrückt: Bei Freenet kann man jetzt auch Versorgungsverträge unterschreiben. Das Vertragsverhältnis geht man dann nicht mit Freenet, sondern mit der Bonus Strom GmbH ein. Deren Geschäftsführer ist der weithin bekannte Gerhard Schmid. Klingelt´s?

Weiterlesen im StromBlog >> 

KUNUNU – Los! Bewerte Deinen Arbeitgeber!

[Trigami-Review] Wurdest Du in Deiner früheren Firma gemobbt? Hat Dir irgendjemand in dieser Situation geholfen? Hattest Du Aufmerksamkeit für Dein Problem? Hat es Deinen Chef letztlich gejuckt? Letzte Woche erzählte Dir einer Deiner entfernteren Bekannten auf einer Party, er habe just eine Stelle bei Deinem Ex-Arbeitgeber angenommen und freue sich schon so darauf. Da hast Du ihm aber ordentlich die Stimmung versaut.

Deine Firma hat einen wirklich miesen Ruf? Du glaubst aber, dass das völlig ungerechtfertigt ist? Okay, in der Vergangenheit, unter der alten Führung, da war die Bude wirklich ein menschenverachtendes Loch, eine Art Sklavengaleere. Aber seit der Neue hier die Zügel in der Hand hält, hat sich kontinuierlich ein Topklima der gegenseitigen Anerkennung und des Respekts entwickelt. Trotzdem habt Ihr Schwierigkeiten gute Leute zu finden. Du führst das auf den schlechten Ruf zurück.

KUNUNU – Los! Bewerte Deinen Arbeitgeber! weiterlesen