Nicht kaufen: „Kalte Asche“ von Simon Beckett

Nanu? Erst empfiehlt er „Die Chemie des Todes“ vom gleichen Autor aufgrund dessen überragender sprachlicher Gestaltung und dann rät er von der Fortsetzung ab? Exakt! „Kalte Asche“ ist allerdings auch nicht wirklich eine Fortsetzung. Außerhalb der Tatsache, dass es wieder um Dr. David Hunter geht, wird keiner der Handlungsstränge des ersten Bandes aufgenommen.

„Kalte Asche“ ist schon ein solider Thriller, handwerklich okay. Er hat jedoch nichts von dem, was den Erstling so überragend machte. Der Verlag scheint gesagt zu haben: „Simon schreib eine Fortsetzung.“ Und Simon quälte sich eine Geschichte raus.

„Kalte Asche“ spielt auf der britischen Insel Runa während eines schweren Sturms, der die Insel komplett vom Festland isoliert. Wieder geht es um Serienmorde, wieder geht es um die vermeintliche Eingeschworenheit einer kleinen Dorfgemeinde und wieder gibt es überraschende Wendungen. Damit die Ähnlichkeit nicht allzu frappierend ausfällt, verlagert Simon Beckett die Handlung statt in ein hitzeflirrendes Sumpfgebiet in ein karges, von Regen und Sturm gepeitschtes Ödland.

Die Geschichte dümpelt über 350 Seiten so vor sich hin. Man erfährt nichts weiter Interessantes und auch der sprachliche Ausdruck, der „Die Chemie des Todes“ so lesenswert machte, ist nur noch in spärlichen Ansätzen feststellbar. Auf den letzten 100 Seiten spürt man dann so etwas wie Schuldbewusstsein beim Autor. Fast, als sei es ihm bis hierhin peinlich gewesen, dreht er auf und bringt noch ein paar ordentliche Spannungsmomente zusammen. Tatsächlich hätten mich die letzten 100 Seiten doch noch fast eine Kaufempfehlung aussprechen lassen. Das wäre allerdings eine Übertreibung gewesen.

8 Gedanken zu „Nicht kaufen: „Kalte Asche“ von Simon Beckett

  1. also ich verstehe nicht was an den roman so schlecht ist? ich kann verstehen dass nun im zweiten roman nicht mehr so auf show gesetzt wird aber mir hat er echt gut gefallen!Es ist ja auch alles ein bisschen tiefgründiger,das in der chemie des todes mehr passiert ist vom david aus ist klar aber trozdem haben mich beide bücher echt gepackt und kalte asche sogar sehr!Waren bisher die besten bücher die ich je gelesen habe…

  2. ich find auch dass beide bücher sehr spannend waren und des kalte asche echt gut war….keine ahnung wie man auf des kommt was oben geschriebn wurde…beide bücher sind toll und ich freu mich schon auf leichenblässe!

  3. Mir hat „Kalte Asche“ gut gefallen, bis auf das Ende, welches mir zu holperig und irgendwie auch bereits erwartet daherkam. „Die Chemie des Todes“ liegt allerdings schon einige Monate zurück, so dass ich keinen unmittelbaren Vergleich ziehen kann.

    Direkt vom Kauf würde ich ja jetzt nicht abraten. Ich z.B. hab’s schnell durchgelesen und mich gut unterhalten gefühlt.

  4. Also ich habe Die Chemie des Todes in noch nicht mal 24std gelesen und muss sagen da ich eigendlich auf ware Geschichten stehe das es sehr spannend war…ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
    Kalte Asche finde ich bis jetzt auch ganz ok,bin aber erst bei Seite 162.Ich finde es gut das einige kurzen Sätze von dem Vorigen Buch bzw des Charakters dabei sind.
    Ich habe zu Weihnachten alle 6 bücher von simon Beckett bekommen.Ich bin mal gespannt.
    Ich kann nur sagen ist mal eine Spannende abwechlung;-)

  5. Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Was D. Petereit gegen ‚Kalte Asche‘ ins Feld führt, kann ich keiner Weise nachvollziehen. Ebenso wie ‚Die Chemie des Todes‘ und ‚Leichenblässe‘ halte ich dieses Buch für stilistisch sehr gut und kann es nur jedem Krimi-Fan dringend weiterempfehlen.

    Mehr dazu kann man auch in meiner Rezension zu ‚Kalte Asche‘ von Simon Beckett auf onedayofsilence.com nachlesen.

  6. Also leute ich versteh das alles nicht. Ich habe letztes Jahr die Chemie des Todes gelesen und war hin und weg. Ich lese wirklich selten aber Chemie des Todes habe ich morgens angefangen und nachts um 4 ausgelesen weggelegt. Genau das gleiche hatte ich bei Kalte Asche. Der Schreibstil von Simon Beckett ist einfach faszinierend und fesselnd. Man kann sich jede Person einzeln sehr gut vorstellen (auch die Leichen) durch die detailierte Beschreibung. Außerdem zieht sich die Geschichte mit Jenny durch den kompletten zweiten Teil, sodass noch eine kleine Geschichte neben der auf Runa abspielt. Meiner Meinung nach ist Kalte Asche wieder ein sehr gelungener Thriller, typisch für Simon Beckett. Leichenblässe habe ich auch gelesen und es passt wirklich gut zu den anderen beiden thrillern. Meine Meinung nahc sind alle drei sehr empfehlenswert und ich hoffe es kommt bald ein neuer heraus, damit ich endlich wieder was spannendes zu lesen habe.

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