Unverständliche Phone-Home-Funktionen oder: Open Source rules (bald)

Microsoft macht’s seit Jahren, noch strikter ist Adobe. Aktivierungen und ständige Kontaktaufnahmen zum Hersteller sind salonfähig geworden. Besonders die kleinen Softwarehäuser haben die durch andere etablierten Standards mit Kusshand aufgenommen.

Rechtemanagement ist heutzutage häufig das einzige Feature, das zu einem Updaterelease führt. Zuletzt durften wir das mit der Veröffentlichung von Vista erleben. Nichts wesentlich Neues für den User, aber eine Super-Absicherung für die Industrie, welcher Couleur auch immer.

Nun brechen Dämme. Offenbar überträgt auch Apple’s iPhone Daten an den Hersteller, selbst WordPress nimmt mittlerweile Kontakt zum Mutterhaus auf. WordPress, als Open-Source-App, kann dabei noch am einfachsten per PlugIn oder Codeänderung wieder auf den Pfad der Tugend gebracht werden.

Es ist für mich erstaunlich, dass diese Unternehmen sich verhalten, wie sie es tun. Es müsste ihnen doch klar sein, dass da draußen Systeme wie Linux bereit stehen, diese ganzen obsoleten Dinosaurier zu beerben. Und was tun sie? Sie beschleunigen diesen Vorgang durch ihre Einschränkungsmanie noch.

Für mich ist die Sache klar. Ich unterstütze und benutze XP noch solange es dafür auch offiziellen Support gibt. Auf Vista werde ich jedoch niemals umsteigen, geschweige denn diesen Umstieg irgendjemandem zu empfehlen. Danach sind wir unweigerlich bei Linux. Offener Quellcode, keine Manipulationsmöglichkeiten, keine öffentlich-rechtlichen Eingriffspotentiale, die unbemerkt bleiben würden

Wer will da noch zweifeln, dass Open Source die Zukunft gehört?

12 Gedanken zu „Unverständliche Phone-Home-Funktionen oder: Open Source rules (bald)

  1. Ich kann mich da noch an ein Betriebssystem erinnern, das technologisch dem Windows-Kram um Meilen voraus war: OS/2 von IBM (Windows-NT hat da gekupfert, ist aber nie rangekommen; von der Speicherverwaltung bis heute das einzige Betriebssystem, das die Möglichkeiten der CPU voll ausgenutzt hat). Und was ist draus geworden? Die Leute haben lieber 3 Jahre mit abstürzendem Windows 3.11 rumgemacht und dann mit einem nicht weniger kaputten Windows 95.

    Umgemünzt auf heute: die hast zwar voll Recht mit OpenSource und Linux, aber die große Masse wird’s wieder nicht mitmachen – schon alleine deswegen, weil ein Rechner mit Windows 500 Euro kostet und ohne auch 500 Euro, es also auf jeden Fall beim Kauf drauf ist. 🙁

  2. Es ist alles noch viel schlimmer, denn OS/2 ist ja aus der gemeinsamen Entwicklung von MS und IBM entsprungen. OS/2 ist sozusagen das gewesen, was Windows hätte sein können. Aber: IBM, die feige Sau, hat sich dunnemals nicht stabil gegen MS positioniert. Windows hat bloß des Marketings wegen gewonnen…

    Da sieht es heute dann doch besser aus!

  3. Windows hat bloß des Marketings wegen gewonnen…

    Das war nicht nur Marketing, das war zum großen Teil Erpressung. MS hat damals gedroht, jedem den Zugang zu den Schnittstellen in Windows zu sperren. Selbst Corel, damals noch viel mächtiger, ist ehrfurchtsvoll auf die Knie gefallen. IBM hat zwar einiges getan, aber im Grunde wohl drauf gebaut, das der Markt das regelt, anstatt mit gleicher Münze massiv zurückzuschlagen. Die Macht hätten die damals wohl noch gehabt …

  4. @Oliver: Ente? Kann ich nicht erkennen. Fakt ist doch lediglich, dass nicht die IMEI übertragen wird, wie zunächst behauptet. Richtig ist aber dennoch, dass irgendeine ID, die appleseitig einem einzelnen Gerät zugeordnet werden kann, übertragen wird. Da sehe ich ehrlich gesagt nicht den geringsten Unterschied. Ob mir jetzt Dein Name übermittelt wird, oder eine Information, aus der ich Deinen Namen rekonstruieren kann, pfft.

  5. AFAIK ist die seltsame IMEI die da übertragen wird bei jeder Applikation unterschiedlich, will meinen „Börsenkurse“ übermittelt eine andere IMEI als „Wetter“.

    Was ja nun weder die eine noch die andere Behauptung untermauert.

    😈

  6. @KK: Lies mal folgendes Zitat aus docpool.org:

    Etliche Tests später … ist klar, dass die Widgets eine identifizierbare ID senden. Es handelt sich nicht um die IMEI aber sie ist auf jeden Fall auf Apple-Seite einem einzelnen Gerät zuzuordnen.

  7. Erstaunlich, dass sich die beiden widersprechen. Hackintosh verweist auf DocPool als Quelle. DocPool jedoch sagt ganz klar, dass man Geräte appleseitig eindeutig identifizieren kann. 🙄

  8. Nee, wieso Widerspruch?

    Jede Applikation hat ne Kennung und schickt diese bei der Datenabfrage raus (ob datt Ding nun IMEI oder EI oder wie heisst ist doch egal, trug aber zu offenbar nich vorhandenen Missverständnis bei, is halt „nur“ ne Variable mit nem Wert, nicht ne IMEI im „Handy-Sinne“), diese Kennung scheint dann jeweils einem iPhone zuzuordnen zu sein (zuzzuzuzuzu)

    So hab ich das nach querlesen verstanden 😳

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