Ein „himmlisches Lächeln“ mit SkySmile, Part 1

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Bleaching, oder weniger sexy: Zahnaufhellung, gehört zu den meist nachgefragten „Eingriffen“ in die Natur des Körpers, ist also ein echter Beautyfier (C). Auch ich wollte meine ohnehin bereits in geradezu überschwenglichem Maße vorhandene natürliche Schönheit vermessenerweise noch heller strahlen lassen. Also betrachtete ich meinen Körper auf das Genaueste, um Verbesserungspotentiale aufzudecken. Es war schwer, Unperfektes an mir zu entdecken, so dass ich letztlich nur die Zahnfarbe als überarbeitungsbedürftig erkennen konnte. Je öfter ich meine Zähne mit einem Blatt Büttenpapier verglich, desto dringender wurde das Bleachingbedürfnis.

Ich machte mich auf die Suche nach einer geeigneten Methode. Unter geeignet verstand ich dabei, dass die Aufhellung zwar schonend und schmerzfrei, sowie ohne zu erwartende Folgeschäden, aber dennoch innerhalb einer akzeptablen Zeitspanne erfolgen musste. Verfahren wie das Powerbleaching in der Zahnarztpraxis, wo man quasi gekärchert wird und nicht weiß, ob der Zahnschmelz langfristig nicht Hurra schreit, während man selbst bloß noch AUA heraus bekommt, kamen genau so wenig in Frage, wie Verfahren, die man im Drogeriemarkt kaufen kann und die im Wesentlichen darin bestehen, dass man sich eine Art Pflaster auf die Zähne klebt und darauf hofft, dass eine Wirkung eintritt, die nicht nur im Portemonnaie des Herstellers erkennbar wird.

Schnell kristallisierte sich die Home-Bleaching-Lösung als das Mittel der Wahl heraus. Man besucht einen Zahnarzt, um grundsätzlich die Bleachingfähigkeit der Zähne abklopfen, sowie eine professionelle Zahnreinigung vornehmen zu lassen. Dieser fertigt dann Abdrücke der Zahnreihen an, die er an ein Dentallabor sendet, welches sog. Tiefziehschienen aus Kunststoff, ich vermute Silikon, herstellt. In diese Schienen wird dann ein Gel gegeben. Danach stülpt man die präparierten Schienen über seine Knabberleisten und geht zu Bett. Dieses Verfahren wiederholt man nächtens bis zu zwei Wochen lang oder eben solange, bis die Wirkung den Vorstellungen entspricht, was auch bereits nach wenigen Tagen der Fall sein kann, weil ja nicht jeder Kauapparat wie der des Nachbarn reagiert.

Junge, Junge. Desöfteren entfuhr mir gedanklich diese begriffliche Doppelung. Homebleachinganbieter, vulgo Zahnärzte langen aber gewaltig hin, heutzutage. Bis zu 500 Schleifen sollte ich berappen, um meine Beißerchen in einen nicht vorhersagbaren, aber wohl besseren optischen Zustand zu versetzen. Ein Zahnarzt meinte gar, mich mit der Formulierung „Na, das kann ja nur besser werden“ von meinen Bedenken befreien zu können. Tatsächlich hat dieser Halbgott in Weiß dafür gesorgt, dass meine schon in guter Fahrt befindlichen Bemühungen um weißere Zähne ins Stocken gerieten.

Bis ich dann, und ich gelobe, dass dies wirklich und in echt und alles ein Zufall war, diese Ausschreibung von Trigami erhielt. Die Firma SkySmile aus der Schweiz arbeitet mit Zahnärzten im deutschsprachigen Raum zusammen und bietet das Homebleaching zu bis zu 50 % geringeren Konditionen an als marktüblich. Will mir einer verdenken, dass ich mich umgehend bewarb? Ich war auch nicht unzufrieden, als ich den Zuschlag bekam.

Das Verfahren bei SkySmile ist im Grunde das klassische. Man sucht sich einen Kooperationspartner, also einen Zahnarzt, der mit SkySmile zusammenarbeitet, in seiner Nähe aus und vereinbart einen Termin. Nachdem dieser sein Okay gegeben und Abdrücke angefertigt hat, soll man nach 6 bis 7 Arbeitstagen seine Schienen mitsamt Bleachingutensilien in Händen halten. Das ganze Paket wird von SkySmile für 240 Euro zuzüglich 8 Euro Versandkosten angeboten, was nach meinen örtlichen Vergleichen geradezu „verdammt“ günstig ist.

So beginnt mein Test.

Die Bestellung des Bleaching erfolgt ausschließlich über den auf der Website skysmile.com befindlichen Shop. Dort kann man per Visa oder Eurocard bezahlen, der Prozess vor der Angabe der Kreditkarteninformationen entspricht dem im Web üblichen Prozedere. Die Abwicklung der Zahlung wird über die Firma PostFinance, offenbar ein Ableger der schweizerischen Post, erledigt. Nach der Eingabe der Adresse öffnet sich nach Klick auf Weiter entsprechend ein PopUp der PostFinance. Eine etwas unglückliche Lösung ist das allerdings schon. Erfahrene Internetnutzer reagieren auf unvermittelte PopUps stets allergisch, respektive haben in der Regel sogar einen entsprechenden Blocker aktiv, der hier eingreifen würde. Diesbezüglich sollte im eigenen Interesse entweder eine bessere Einpassung der Zahlungsabwicklung in die eigene Website, oder alternativ eine transparentere Information des Kunden hinsichtlich etwaiger PopUps erfolgen.

Hat man sich dann für eine Kreditkarte entschieden, wird man zur Eingabe der entsprechenden Daten aufgefordert. Ich bin etwas irritiert, weil nicht die Möglichkeit besteht, den Karteninhaber anzugeben, was völlig unüblich ist. PostFinance geht offenbar davon aus, dass jeder lebende Mensch eine eigene Kreditkarte benötigt und auch hat. In meiner Familie ist es indes so, dass wir lediglich über eine einzige Kreditkarte verfügen, die wir nötigenfalls benutzen, was außer zum Buchen der jährlichen Reise (es handelt sich nämlich um eine TUI-Card) praktisch nie der Fall ist. Und diese Karte trägt nicht meinen Namen. Dennoch hat es bei der Handvoll Fälle, für die ich die Karte im Internet verwendet habe, nie Probleme gegeben. Die Angabe des abweichenden Karteninhabers war stets vorgesehen und hat dann auch reibungslos zum Ergebnis geführt. Allein, die PostFinance besteht darauf, dass es keine Eingabemöglichkeit für den Karteninhaber geben kann und weist meine Bestellung entsprechend ab. Die Fehlermeldung könnte zwar alles mögliche bedeuten, aber im Grunde ist mir ja klar, dass meine Bestellung für diese Kreditkarte gar nicht durchgehen kann.

Ich weise SkySmile per E-Mail auf diese Problematik hin und erhalte als Antwort einen fertigen Voucher, wie ich ihn auch am Ende des Bezahlvorganges erhalten hätte. Damit ist zwar mein Problem, nicht aber die grundsätzliche Problematik gelöst. Jeder Internetshop muss sich mit dem Dilemma befassen, einerseits eine möglichst hohe eigene Zahlungssicherheit erreichen zu wollen, aber andererseits den Kunden auch nicht überzogen behindern zu dürfen. Die bessere Einbindung des Zahlvorganges unter Skysmile.com, sowie die Anpassung der Kartendateneingabemöglichkeiten auf ein marktübliches Niveau dürften jedoch nicht unzumutbar sein.

Mit dem Voucher in den Händen rufe ich den nächstgelegenen SkySmile-Zahnarzt an. Die Zahnarzthelferin reagiert ungewöhnlich. „Haben Sie dort schon definitiv gekauft und bezahlt?“, fragt sie mich, wie noch ein paar andere Dinge. Ich gewinne den Eindruck, dass die Helferin die Kunden möglichst auf das Produkt des Zahnarztes umbiegen soll, wenn dies noch möglich ist. Kein guter Stil. Es wird mir ein Termin innerhalb einer Woche angeboten, den ich auch akzeptiere. Vorher gehe ich nochmal zum Zahnarzt meines Vertrauens und lasse eine Zahnreinigung durchführen, denn der „neue Zahnarzt“ hat mit seiner merkwürdigen Telefonistin schon an Vertrauen verloren.

Eine gute Woche später sitze ich im Wartezimmer des SkySmile-Arztes. Alle sind unheimlich nett. Warten muss ich dennoch über eine halbe Stunde, was mich aber nicht wirklich stört. Während meiner Wartezeit bekomme ich mit, dass die Kommunikation zwischen Arzt und Helferin fast ausschließlich monetär geprägt ist: „Herr X bekommt wegen Z eine Rechnung über Y Euro, bitte.“ „Achten Sie darauf, dass Frau A beim nächsten Mal die Behandlung B für C Euro in Ansporuch nimmt.“ Ich weiß zwar, dass Zahnärzte nicht zu den Darbenden in der Gesellschaft gehören, aber einen derart offenen Umgang habe ich in meiner Patientenkarriere auch noch nicht erlebt.

Ich bin dran. Der Arzt entschuldigt sich überschwenglich für die Verspätung und begibt sich ans Werk. Da ich mich anlässlich der Zahnreinigung vom Arzt meines Vertrauens bereits habe ins Bild setzen lassen, kann ich ganz gut beurteilen, was der „Neue“ da so von sich gibt. Und das entspricht in allen Punkten den Informationen, die ich bereits hatte. Ein Pluspunkt für den „Neuen“.

Ich thematisiere sein SkySmile-Engagement: „Haben Sie keine eigenen Lösungen für solche Fälle? Mir ist geläufig, dass eigentlich jeder Zahnarzt mit einem Dentallabor zusammenarbeitet und Homebleaching auch selbst anbietet.“ Der Arzt antwortet sinngemäß: „Natürlich habe ich auch eigene Lösungen. Die liegen aber preislich über der SkySmile-Geschichte. Wo ich die anbieten kann, tue ich das auch.“ Ich hake nach: „Also, Sie bewerben SkySmile nicht selber, sondern nehmen das nur mit und wenn Sie jemand nach Homebleaching fragt, empfehlen Sie die eigene, wenn auch teurere Lösung?“ Er antwortet: „Ja, schließlich muss jeder sehen, wo er bleibt.“ Wenigstens ehrlich ist er ja…

Er gibt sich Mühe, reinigt stellenweise noch nach und fertigt professionell Abdrücke an. Ich bin letztlich zufrieden. „Ich schicke die Abdrücke jetzt an das Labor und von dort erhalten Sie dann direkt das Produkt. Wir sehen uns im Grunde nur wieder, wenn es Probleme gibt und Sie damit nicht zu Ihrem Hauszahnarzt gehen wollen.“ Realist ist er also auch.

Zwei Wochen später sind die Schienen immer noch nicht da. Ich vereinbare mit mir selber aufgrund eines Feiertages in der Vorwoche noch einen oder zwei Tage zu warten, als der UPS-Bote klingelt und das erwartete Paket abgibt.

Nun beginnt also der Praxistest. Folgend veröffentliche ich noch ein paar Fotos. Ob es ein Vorher-Nachher-Foto der Zähne geben wird, mache ich vom Erfolg der Behandlung abhängig. Jedenfalls habe ich mehrere Vorher-Fotos angefertigt. Am heutigen Abend trage ich erstmals Gel in die Schienen ein und pappe mir diese auf die Knabberleisten.

Ich melde mich in ein paar Tagen wieder…

[UPDATE vom 16. November 2007: Hier lang geht es zu Part 2]

8 Gedanken zu „Ein „himmlisches Lächeln“ mit SkySmile, Part 1

  1. Du würdest mehr „Suchende“ abgreifen, wenn Du am Anfang in einem Nebensatz die Mode des „Anal bleaching“ erwähnt hättest. :mrgreen:

    …und antworte mir jetzt bloß nicht mit einem „Arsch!“. 😉

  2. Ich hatte in der ersten Nacht leichtes Ziehen und habs nach 2 Stunden erstmal beendet. Nun hab ich aber irgendwie 2 weiße Striche auf den Zähnen…. *grübel* Vielleicht gehen die ja noch weg.

  3. hihihi, will ich hoffen, daß sich die weißen Striche nicht zu Zebrastreifen entwickeln. Obwohl, dann könnte man immer und sogar bei Rot kraft des eigenen Lächelns über die Straße gehen :mrgreen:

  4. Ich hatte keinerlei Probleme und konnte die Schienen die ganze Nacht drin lassen. Die Bleichung hat begonnen, ist aber scheckig. Davon lasse ich mich natürlich nicht beeinträchtigen… 😯

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.