Don Alphonso und die Technik

Man mag es ja kaum glauben, aber sieht es im Grunde doch recht häufig. Diejenigen mit der geringsten Kenne haben die größte Fresse. Auch Medienkrieger sind nicht automatisch qualifiziert, bloß weil sie glauben, sich äußern zu müssen. Und wer ist der größte Medienkrieger im Blogdorf? Genau, unser lieber D.A., dessen Pseudonym von Bloglaien häufig als Abkürzung für Darmausgang missverstanden wird.

Unter dem oben verlinkten Artikel regt sich der große D.A. heute über die „Trackbackspammer“ aus dem Trigami-Umfeld auf. Er schimpft sich die Seele aus dem Leib und kann es gar nicht fassen, dass dieser Schleim, der auf dem unterschichtigen Abschaum schwimmt, dieses Linknutten- und PRoletenpack seine schöne Blogbar trackbackt.

Normalerweise würde man sich über sowas aufregen, wenn der Trackbacksetzer in seinem eigenen Beitrag auf die Blogbar überhaupt keinen Bezug nimmt, also von dort keinen Link setzt. Siehe hierzu den Abschnitt „Unerwünschte Trackbacks“ in Michaels Artikel „Was ist ein Trackback?“.

Normal sind Trackbacks hingegen, wenn man eine Primärquelle darüber unterrichten will, dass man etwas geschrieben hat, dass sich aus der entsprechenden Primärquelle ableitet oder sich irgendwie anders mit ihr befasst. So gesehen sind Trackbacks eine Frage der Etikette, also eine Form der Höflichkeit; mithin Ausdruck einer Verhaltensweise, die Don Alphonso bestenfalls vom Hörensagen kennt.

Worüber sich Don Alphonso heute aufregt, ist aber noch etwas anderes. Und darin liegt der eigentliche Inkompetenzbeweis des großen Medienkriegers. Jeder Blogger, der vermittels WordPress seine Beiträge publiziert, kann sich nämlich die Trackbacksetzung sparen, soweit es um die im Artikel vorhandenen Links geht und der verlinkte Blog technisch kompatibel ist. Nur spricht man dann korrekterweise von Pingback und nicht von Trackback.

Im ersten Absatz dieses Artikels hier habe ich den aktuellen Ausdruck intellektueller Inkontinenz des Netzbeschmutzers Don Alphonso verlinkt. Sobald ich auf „Veröffentlichen“ klicke, wird mein WordPress die Blogbar anpingen. Dann wird die Blogbar, nicht etwa mein Blog, folgendes ausführen (Quelle: wikipedia.de):

Die lauschende Seite nimmt diesen Ping auf, überprüft auf der sendenden Seite die Existenz des Links und führt diesen dann bei sich selbst auf (möglicherweise einem Textauszug des verlinkenden Beitrags).

Die Blogbar legt also den vermeintlichen Trackback, dem eigentlich ein Pingback zugrundeliegt, selbst an, nicht die elende Linknutte, die sich widerlicherweise hierzu erdreistet hätte. Ich halte das insofern für einen großen Unterschied, als es nämlich zeigt, dass der widerwärtige Trigami-Blogger gar nicht absichtlich die Blogbar belästigen muss, um dort als Link verewigt zu werden.

Ein technischer Tipp an den großen Medienkrieger: Im Backend kannst Du unter Diskussionseinstellungen folgenden Punkt abhaken: Erlaube Link-Benachrichtigungen von anderen Weblogs (PingBacks und TrackBacks). Fortan würdest Du nicht mehr gequält. Wenn dieser Vorgang Deinen Horizont übersteigt, lass Dir vom bleichen Kai, dem Hundefutterexperten, zur Hand gehen.

(Foto: pixelio.de)

[UPDATE: Don Alphonso hat den hiesigen Trackback, der ja eigentlich ein Pingback war, inzwischen gelöscht. In diesem Falle kann ich´s ihm nicht mal verdenken, gnihihi]

9 Gedanken zu „Don Alphonso und die Technik

  1. den A-Blogger habe ich vor Monaten mal gelesen, aber jetzt ist es nur noch langweilig. vor lauter mecker und heuchlerei hat er selber ganz vergessen was einen blogger ausmacht.. und das sind keine beiträge die die kollegen „schlecht“ macht.

    ich zumindest lebe in keiner ellbogen gesellschaft

  2. Er auch nicht. Er lebt im Elfenbeinturm und poliert schwul aussehendes Geschirr und Spiegelchen, wenn er nicht gerade über den Markt flaniert, um für irgendwelche Kalorienbomben die Zutaten zu kaufen.

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