Journalism sucks

Die WELT liefert ein weiteres schönes Beispiel für den Niedergang des Journalismus in Deutschland. Amerikanische Verhältnisse sind nicht nur nicht mehr fern, sondern mittlerweile etabliert.

„Ich glaube, er war einfach überfordert“, sagt die Ex-Moderatorin der „Bild“-Zeitung. „Was letztlich daraus wurde, hat Johannes Kerner ganz allein zu verantworten.“ Herman weiter: „Ich hatte die ganze Zeit vorher überlegt, ob ich selbst das Studio verlasse. Aber ich befürchtete den Vorwurf, dass ich ausweichen oder mich nicht stellen würde“, sagt die ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin. „Als Johannes Kerner mich dann verabschiedete, war ich auch ein Stück erleichtert – weil damit ein fast einstündiges Entsetzen beendet wurde.“

Soweit das, was die WELT zitiert. Abgesehen davon, dass ich BILD niemals als Quelle akzeptieren würde, sind die Aussagen, so sie denn stimmen, nichts, was man nicht erwartet hätte. Ich würde sie sogar als sehr moderat bezeichnen, wenn man dagegen hält, was sich JBK in seiner Quotengeilheit erlaubt hat.

Dennoch titelt die WELT: „Eva Herman geht auf Johannes B. Kerner los“

Es wird in den letzten Tagen häufig vom angeblich mangelnden Niveau der Frau Herman geschrieben, auch und gerade von den großen Publikumsmedien. Ich gebe dazu einfach mal den ebenfalls vergleichsweise moderaten Tipp: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“

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