Gewissensfragen

Unter seinen Füßen spürt er die angenehme Wärme von der Sonne aufgeheizter Felsen. Der Himmel beginnt sich zu färben, am Strand sind kaum noch Menschen. Wie immer, wenn er nah am Abgrund steht, fragt er sich, wieso in diesem Land, in dem es keine Sicherungspflicht wie in Deutschland gibt, dennoch nie einer abstürzt. Ein Gedanke, der ihn jedesmal schwermütig ob der Regelungsdichte der gründlichen Deutschen werden lässt.

Bis zu seinem nächsten Termin, DEM Termin des Tages, am Flughafen ist noch Zeit und so beschließt er, zum Strand hinab zu klettern und an der Wasserlinie einen ausgedehnten Spaziergang zu machen. Ein laues Lüftchen umspielt seine Beine. Es ist ein perfekter Tag voller Vorfreude gewesen und wie es aussieht, kann ihm den keiner mehr versauen. Morgen wird er mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Mädchen einen Ausflug an die Nordküste unternehmen. Er freut sich schon darauf, seiner Familie die Insel zu zeigen, die er bereits so lange kennt. Er freut sich auf den Ausdruck kindlichen Staunens im Gesicht seiner Vierjährigen und die Begeisterungsrufe ihrer sechsjährigen Schwester. Der Gedanke befriedigt und schmerzt ihn zugleich.

Endlich werden sie wieder alle zusammen sein. Wie lange ist es her, seit sie zuletzt Zeit füreinander hatten? Wie lange ist er jetzt schon beruflich auf dieser zwar schönen, aber mangels Bekannter und Verwandter doch sehr einsamen Insel? Seit beinahe sechs Monaten arbeitet er mit den europäischen Partnern unter höchster Geheimhaltungsstufe an einer Software, die eine neue Ära der Überwachungstechnologie einleiten wird. Bundestrojaner? Ha, ein Lachnummer. Ethische Bedenken beschleichen ihn, wie so oft. Er beschließt, sich gedanklich auf die Ankunft seiner Familie zu konzentrieren. Schließlich ist es nun einmal sein Job, Software zu entwickeln, nicht etwa zu beurteilen, ob diese Software überhaupt entwickelt werden sollte.

Möwen kreisen hoch am Himmel und stoßen ihre charakteristischen Schreie aus. Die Wellen streicheln den Strand. In den letzten Tagen hat die Luft gestanden, das Meer sich zu einer Art Badewanne entwickelt. Ideal für meine Kleinen, grinst er bei der Vorstellung, wie seine Kinder vergnügt das Meer durchpflügen und seine Frau und er entspannt von der Liege aus zuschauen können, ohne sich um Strömungen und Wellengang Sorgen machen zu müssen.

Mittlerweile müsste die Maschine bereits in der Luft sein. Er rechnet die Zeit bis zur geschätzten Ankunftszeit aus und beschließt, so langsam zurück zum Auto zu gehen und die einstündige Fahrt zum Flughafen zu beginnen. Dort gibt es ein hervorragendes Restaurant mit Blick auf die Einflugschneise. Er würde seiner Familie bei deren Landung zuwinken.

So eine Klimaanlage ist ein wahrer Segen, denkt er, als er in den aufgeheizten Wagen steigt. Er gibt Gas, eine Staubwolke steigt hinter ihm auf und weht auf’s Meer hinaus. Aus dem Radio dringen aufgeregte Stimmen. Es ist sehr leise eingestellt und so werden die Stimmen von den Reifengeräuschen auf dem losen Geröll und dem Rauschen der Klimaanlage übertönt.

Nach einer Weile hat sich das Fahrzeug nahezu auf Kühlschrankniveau abgekühlt. Er schaltet die Klimaanlage ab. Himmlische Ruhe, denkt er. Hätte ich doch eine Klimaautomatik gekauft. Die wäre zwar ein bisschen teurer gewesen, aber hätte mir nicht nur die Wahl zwischen Ein oder Aus gelassen. Er mag es generell nicht, wenn er vor klare Alternativen gestellt wird. Seine Frau pflegt ihn damit aufzuziehen. Arbeitest den ganzen Tag mit Null und Eins, kannst Dich aber nicht zu einem klaren Ja oder Nein durchringen. Du bist mir vielleicht ein Informatiker!

Es dauert eine ganze Weile, bis er endlich bewusst Geräusche wahrnimmt. Ärgerlich wegen dieser Störung seiner Gedankenwelt greift er Richtung Radio, um es abzuschalten, als er „übergesetzlicher Notstand“ und „Jung übernimmt die Verantwortung“ hört. Meine Güte, denkt er, sind die immer noch nicht durch mit diesem Thema? Ist doch klar, dass man Flugzeuge abschießen muss, wenn man dadurch einen Terroranschlag verhindern kann.

Er will gerade endgültig auf Power Off drücken, als eine offensichtlich aufgeregte Nachrichtensprecherin etwas von „Katastrophe“, „200 Toten“ und „Flughafen Düsseldorf“ durch den Äther schickt. Ihm wird kalt, als er reflexgesteuert die Lautstärke hochdreht. Er fährt rechts ran und lauscht wie betäubt der Sondersendung seines Lieblingsradiosenders.

„Am heutigen Abend kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik zu einem Militäreinsatz gegen ein ziviles Zielobjekt. Kurz nach dem Start des Condorfluges DE 3894 nach Palma übernahm eine Gruppe Terroristen das Kommando und befahl den Piloten, Kurs auf Berlin zu nehmen. Die untereinander arabisch sprechenden Männer wollten mit dem Airbus A 320 offenbar das aufgrund einer Sondersitzung voll besetzte Reichstagsgebäude angreifen. Nachdem sämtliche Kontaktaufnahmeversuche zwischen den Sicherheitsbehörden und den Entführern gescheitert waren, verfügte Verteidigungsminister Jung den Abschuss des Flugzeuges zum Schutz der Berliner Zivilbevölkerung. Er berief sich dabei auf den übergesetzlichen Notstand und übernahm persönlich die volle Verantwortung für den Abschussbefehl. Kurz darauf stiegen mehrere Abfangjäger der Bundeswehr auf. Nur etwas weniger als eine halbe Stunde nach ihrem Start wurde Flug Condor DE 3894 in der Nähe der Stadt Eisleben abgeschossen. Alle 180 Passagiere der vollbesetzten Maschine kamen dabei ums Leben. Aktuellen Schätzungen zufolge wurden zusätzlich am Boden mindestens zwei Dutzend Menschen von Trümmerteilen erschlagen, sowie etliche Gebäude zerstört.“

Es war ihm bereits klar gewesen, als er die Kälte im Nacken gespürt hatte. Er würde seine Familie nie wiedersehen. Sie hatten den Flug DE 3894 genommen. Seine Vierjährige hatte ihm die Buchstaben und Zahlen gestern abend telefonisch und voller Stolz darüber, dass sie sich schon sowas kompliziertes merken kann, auf einen Zettel diktiert. Er hatte sie überschwänglich gelobt, beide spürten in diesem Moment das innige Gefühl der Liebe zueinander, welches nur Eltern ihren Kindern und Kindern ihren Eltern gegenüber erlebbar ist. Es ist vorbei. Du wirst sie nie wiedersehen. Der Schock der Erkenntnis macht ihn bewegungsunfähig und zwingt ihn so, der Radiosprecherin weiter zuzuhören.

„Mittlerweile steht fest, dass die Entführer tatsächlich nicht vor hatten, das Flugzeug auf das Reichstagsgebäude zu lenken. In E-Mails, die dem Sender Al-Jazeera unmittelbar nach dem Abschuss zugespielt wurden, kündigten die Entführer an, man wolle den Feind mit den eigenen Waffen schlagen. Der Feind solle die Menschen selber töten, in der Annahme, damit andere schützen zu können. Keiner der Entführer wäre auch nur in der Lage gewesen, ein Passagierflugzeug zu fliegen. Verteidigungsminister Jung erklärte nach Bekanntwerden dieser Informationen seinen sofortigen Rücktritt und wurde zwischenzeitlich in Untersuchungshaft genommen. Der deutsche Bundestag unterbrach seine Sondersitzung und will zur Stunde darüber beraten, wie man künftig der terroristischen Bedrohung in Deutschland begegnen will. Bundeskanzlerin Merkel sprach den Opferfamilien ihr tiefes Mitgefühl aus und versprach unbürokratische Hilfe.“

Den letzten Satz hört er nicht mehr. Der Arzt stellt einige Stunden später Tod durch Herzversagen fest. Er habe wahrscheinlich die Hitze nicht vertragen. Sowas passiert jeden Tag…

[Update: Wer sich für die Geschehnisse in der entführten Maschine interessiert, lese bitte hier weiter!]

91 Gedanken zu „Gewissensfragen

  1. @dieter petereit: Du würdest (um Dich nicht mit Zahlen zu belästigen, die Dir alle Unbehagen bereiten) X Menschen opfern! Nicht die Y im Flugzeug, die ohnehin getötet werden, das stimmt. Aber die, die Du nicht rettest obwohl Du es hättest können, die opferst Du, und zwar Deiner moralischen Integrität.

    „Möchte wirklich jemand aufstehen und behaupten, dass sowas so nicht passieren könnte?“ – ich nicht. Du bist es der behauptet irgendetwas könnte nicht passieren. Nur weil es in Deiner Geschichte nicht vorkommt?

    „Und wenn es so passierte, wer von Euch möchte dann Jung heißen?“ – Und wer von Euch möchte dann … umm … Roth heißen wenn die Sache den anderen Weg nimmt? Das ist albern.

    Das interessiert mich jetzt wirklich, auch wenn es zugegebenermassen nichts mit Deiner Geschichte zu tun hat : wo ist die moralische Grenze bei Verbrechen um Verbrechen zu begegen? Was ist mit meinem Beispiel Völkermord bzw. kein Völkermord? Was tun um einen zu verhindern? Wann verwendet man die Bezeichnung und wie wird man seiner Verantwortung gerecht und verhindert ihn dann? Was ist mit Lösegeld an Entführer? Hältst Du Deine strikte Position dann auch aufrecht wenn Du Dir sicher sein kannst das von dem Geld Waffen gekauft werden um weitere Menschen zu töten? Oder gilt das ganze nur gegenüber der eigenen Bevölkerung?

  2. @Horst: Ich halte Dir zugute, dass Du wahrscheinlich nicht bemerkst, dass Deine Argumentation vollends ins Hanebüchene abzugleiten droht.

    Grmpf. Weil ich nett bin, habe ich jetzt das „Beispiel mit dem Völkermord“ gesucht. Was soll das?

    Wann bezeichne ich das Abschlachten von Menschen als Völkermord? Wann sind es nur Stammesfehden?

    Soll das in diesem Thread hier irgendeinen Nutzen bringen oder versuchst Du – unbeholfen zwar – althergebrachte Propagandatechniken anzuwenden?

    Stop. Ich muss darauf nicht unbedingt eine Antwort haben. Also, wenn Du in einem anderen Blog noch ganz dringend ein paar Scharfrichtersprüche loswerden musst, gern. Ich komm schon klar!

  3. bitte den text an heise senden – die können sowas geiles in ihren „roman/kurzgeschichte“ teil stecken.

  4. @dieter petereit: das kannst Du natürlich machen: wenn Dir eine Meinung nicht gefällt dann versuchst Du einfach denjenigen in die rechte Ecke zu Stelen – prima!

    Wo bin ich denn Scharfrichtersprüche losgeworden?

    Du vertrittst eine sehr extreme Position in der Angelegenheit und wenn Du wirklich ein lieber Kerl wärst, dann würdest Du hier nicht so einen scharfen Ton anschlagen sondern Dich auch mit Gegenfragen die Dir nicht passen zumindest ansatzweise sachlich auseinandersetzen.

    Naja, ist Dein Blog – da steht es Dir offen Dich nur mit Leuten die Deine Meinung vertreten im Kreis zu drehen und zu freuen.

  5. @Horst: Wer hat behauptet, ich sei ein lieber Kerl? Derlei Unterstellungen verbitte ich mir auf das Schärfste!

    Es gibt einfach Fragestellungen, zu denen man klar Position beziehen muss. Wenn Du das als extrem bezeichnen willst, bitte. Ich könnte allerdings auch keine weichere Ausdrucksform finden. Etwa „Bitte Flugzeuge nur ein bisschen abschießen. So, dass keiner darin zu Schaden kommt.“

    Geht nicht. En klares Ja oder ein klares Nein muss her. Meins ist ein klares Nein.

    Ich stelle Dich in gar keine Ecke. Wenn Du Dich aber rechts wohlfühlst, bitte. Ansonsten, noch leben wir in einem freien Land, in dem man zB nicht befürchten muss, vom Staat ermordet zu werden. Noch kannst Du Dich frei bewegen. Geh einfach nach links oder in die Mitte oder nach Hause. Ganz wie Du willst. Noch.

  6. @ dieter petereit,
    ich bezog mich auf die Geschichte von Horst mit meinem Kommentar,ich glaube das habe ich kenntlich gemacht (@ Horst).
    Was meine Gedanken zu einem „atomaren Erstschlag“ betrifft,so muss ich Dir sagen,das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
    Ich sehe da keinen Sinneswandel,sondern zwei völlig verschiedene Ereignisse,die,sollten sie sich tatsächlich in dieser Form ereignen,völlig unterschiedliche Entscheidungen verlangen.Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen,es ging darum,eine Entscheidung zu treffen,wenn eine Entscheidung, unter Abwägung aller zur Verfügung stehenden Mittel und (Er)Kenntnisse,getroffen werden müsste.Spekulative Gedankengänge,was wäre wenn…
    Und ich habe,nachdem ich die Geschichte von Horst gelesen habe,diese Entscheidungsgedanken gehabt,auch wenn ich mich sehr sträubte darüber nachzudenken.Ich war sogar erschrocken über meine Gedanken,wie ich handeln würde-was Dich jetzt aber sicher nicht milde stimmen wird.Ich hoffe wirklich,dass das alles nur Gedankenspiele bleiben,und dass die Politiker rechtzeitig erkennen,dass niemand in der Lage sein möchte,über Menschenleben entscheiden zu müssen.Ich habe das versucht in meinem „atomaren Kommentar“ rüberzubringen:Weiterdenken und vorausschauende Politik machen-was auf diese beiden Geschichten bezogen,bedeuten würde:Keine Politik machen,die einen Politiker die Rolle einer Entscheidungsmacht zugesteht,über Leben und Tod von Menschen entscheiden zu MÜSSEN,nur weil irgendein Gesetz dazu verfasst und verabschiedet wurde,was dieses in Zukunft ermöglichen könnte.
    Ich möchte für mich jetzt,mit meinen Kommentaren zum „Thema Abschuss“ hier abschließen,und mich nicht mehr weiter dazu äußern.In der „Stadiongeschichte“ hätte ich abgeschossen,gedanklich auf alle Fälle,und zwar ohne mit der Wimper zu zucken,nur um ein einziges Menschenleben mehr zu erhalten,wenn es mit einer Wahrscheinlichkeit von achtzig Prozent,über der Anzahl der Opfer gelegen hätte-wenn ich es hätte entscheiden MÜSSEN.Wäre ich einer der Piloten in einem Abfangjäger gewesen,hätte ich den Abfangjäger mit Kurs auf die Maschine gesteuert…nun aber genug. Ende und aus.

  7. Ich habe ein ganz ganz schlimmes Bauchgefühl bei dem Gedanken, dass vor allem dieser Verteidigungsminister als Mitglied dieser Regierung entscheiden möchte, wann wer weshalb getötet werden soll. Ich traue diesen Leuten nicht einen Meter über den Weg. Darum gilt auch für mich: Ein Abschuss darf und kann nicht in Frage kommen.

  8. @dieter petereit: DU hast behauptet ein „lieber Kerl“ zu sein, und zwar bevor Du Deinen Kommentar editiert hast. Wenn Du möchtest schicke ich Dir gerne einen Screenshot davon bzw. poste ihn im Netz.

    Genau wie Du solche Kleinigkeiten nachträglich änderst weil es Dir irgendwie unangenehm ist, genauso weisst Du auch in welche Ecke Du jemanden in dieser Situation mit Begriffen wie „Scharfrichtersprüche“ und „althergebrachte Propagandatechniken“ stellst.

    Du kannst Dich offensichtlich für ein klares und umunstössliches Nein entscheiden, gut. Ich kann Das nicht. Ich würde wohl oder übel jeh nach Situation die verschiedenen Szenarien gegenüberstellen und versuchen den Schaden nach Kräften zu minimieren. Auch wenn ich dazu Menschenleben gegeneinander aufrechnen müsste. Wenn ich aber versuche zu ergründen wie weit dein Nein reicht, bzw. wer oder was von Deiner Konsequenz betroffen ist oder nicht, dann blockst Du das ab. Auch gut.

    Nur weil hier Politiker sich mit Gedankengängen zu profilieren versuchen macht sich nicht jeder der sich nicht 100% Deiner Meinung anschliesst deren gesamtes Gedankengut zu eigen!

  9. Ich schließe mich Dieter und Chris mit seinem Beitrag auf F!XMBR an. Diese elende Herum-Diskutiererei – es gibt Dinge die macht man einfach nicht wenn man sich vom Niveau ein Stück weit über das von „Terroristen“ begeben möchte PUNKT!
    @Horst: Du bist der Schlimmste von allen. Verstehst du eigentlich nicht nicht daß deine ewige Wiederholerei der gleichen Frage und deine Waagschalenspiele zu nichts führen? Ist der Krug an dir vorbeigegangen daß es technische Möglichkeiten gibt bei denen keiner abgeschossen werden muß? Alleine aus dem vorherigen Satz heraus ist jedwede moralische Diskussion total unnötig da überflüssig! Für mich ist die Diskussion damit beendet. Möge man mir Engstirnigkeit vorwerfen…

  10. @Samthammel: Du, gestern :

    Die perfekte Lösung ist dann vorhanden, wenn keiner mehr Verbrechen begeht – also utopisch. bis dahin bleibt es halt ein gegenseitiges Übertrumpfen in Sicherheitskonzepten und deren Umgehung.

    Du, heute :

    Ist der Krug an dir vorbeigegangen daß es technische Möglichkeiten gibt bei denen keiner abgeschossen werden muß?

    Utopia ist heute Nacht zum Leben erwacht?

    Alleine aus dem vorherigen Satz heraus ist jedwede moralische Diskussion total unnötig da überflüssig!

    Basta!

  11. Wenn du mir jetzt noch sagst an welcher Stelle ich erwähnte daß die technischen Lösungen perfekt sind… Ich unterstrich sogar noch, daß dies ein Wettrüsten zwischen Räuber und Gendarm bleibt. Aber selbst das ist besser als Menschen mutwillig zu töten! Vielleicht verstehst du das auch einfach nicht. Vielleicht willst du das auch nicht verstehen. Vielleicht ist es mir aber auch egal ob du es verstehst. Fehlinterpretieren kann man alles, ich habe meinen Teil gesagt.

  12. Schöne neue Welt, oder?

    Naja, als Kurzgeschichte soweit ganz interessant geschrieben, schöne Atmosphäre. Hat mir gefallen, mich berührt, mich nachdenklich gemacht.

    Womit ich allerdings etwas unzufrieden bin: die „vorläufigen“ Ergebnisse dieser Diskussion. Wenn schon Dualitäten a là Ja und Nein sein müssen, dann doch bitte konsequent.
    Angenommen Ereignis „Ja“ tritt ein: Wo bleibt bitte die Konsequenz der Entscheidung, wenn es Opfer durch abstürzende Trümmerteile gibt. Vermeidbare Opfer. Ich bin mir sehr sehr sehr sicher, dass es irgendwo auf diesem rabenschwarzen Erdball eine Wunderwaffe gibt, die ein Flugzeug noch in der Luft verdampfen lassen kann. Vielleicht einfach mal Herrn Putin fragen…
    Einfach abschießen ist mir zu unsauber, zu unsicher. Wenn die Möglichkeit besteht, durch den Abschuss zusätzliche Opfer zu riskieren, dann doch lieber gleich „Nein“.
    Für den Fall des Eintrittes von Ereignis „Nein“: Wer klar gegen den Abschuss ist, und zwar bei absoluter Ablehnung dieser Spock’schen Logik, der sollte besser auch gleich ein paar Vorschläge parat haben, wie eine solche Situation von vornherein vermieden werden könnte. Ein paar Anregungen? Vielleicht sollte die Beförderung von Zivilpersonen nur noch in narkotisiertem Zustand genehmigt werden. Teuer? Ja klar. Sicher? Hmm… käme auf. Gut für die Wirtschaft? Nein, leider nicht, deswegen auch nicht durchführbar. Schade. Danke liebe Wirtschaft.

    Zur Erklärung: Meine Kritik richtet sich nicht gegen das Gesetz oder die obige Kurzgeschichte, sondern gegen die Hundertschaft effekthascherischer Szenarien, die hier durchgespult werden, ohne dass irgendeine Art von Ergebnis erzielt wird…
    Wenn es schon unbedingt Dualitäten sein müssen, dann bitte richtig.

  13. @Gruftgespenst: Weisst Du, beim Dieter gibt es eigentlich nur eine Art Szenario. Und das geht so : Ein paar intellektuelle Terroristen kapern ein Flugzeug. Sie wollen natürlich niemandem schaden, nur der jeweiligen Regierung ihre falsche Einstellung vor Augen führen in dem sie sie in einen folgenschweren Fehler lotsen. Würde man ihnen nichts tun, dann würde auch gar nichts passieren… Ätsch, bätsch blöde Regierung! Das habt ihr jetzt davon!

    Die Tatsache das einige hier (Überraschung, Überraschung) seine Einstellung teilen und jegliche Diskussion darüber kategorisch ablehnen ist ihm sogar ein wenig zu Kopf gestiegen. Daher hat er noch eine Kurzgeschichte geschrieben. Diesmal ist der Staat seinen eigenen Bürgern in den Rücken gefallen. Diese hatten die Situation schon geklärt und dann … BUMM! Blöde Regierungsfuzzies! Ignorantes Pack.

    Der Logik (!?!) folgend werden hier wohl noch einige weitere Geschichten folgen. Das nächste Mal aus der Sicht des Kindes, das mit seinen grossen Kulleraugen den eigentlich ganz lieben Terroristen das Herz bricht. Sie entscheiden sich aufzugeben und ein Waisenhaus zu gründen das sie mit erpresstem Geld aus vorigen Verbrechen finanzieren. Bei der Landung allerdings lässt Schäuble das Kind wegen Kollaboration verhaften und nach Guantanamo fliegen und bis an sein Lebensende foltern.

    Die nächste Geschichte wird erzählt von der Oma. Die Enkelchen sitzen im entführten Flugzeug. Jung hat die Abfangjäger schon losgeschickt und will selbst auf den Auslöser drücken. Der Sabber läuft ihm schon in Vorfreude aus dem Mund. Die Oma ist verzweifelt. Sie sucht sich schnell im Internet die Nummer der Eltern der Terroristen und ruft sie an. Die wussten gar nichts von den bösen Dingen die ihre Jungs da anstellen und versprechen die Sache zu regeln. Sie rufen die Jungs auf den Handys an und ziehen ihnen richtig die Ohren lang. Das hat gesessen. Sie geben auf. Aber es ist natürlich zu spät. Jung schlägt im Blutrausch mal wieder zu. Nach einer rührenden Trauerfeier in der die Eltern der Terroristen und die Oma eine ergreifende Rede gehalten haben in der sie die Regierung verantwortlich für die schlechte Kindheit und die aussichtslose Lage der Terroristen gemacht haben gehen sie gemeinsam noch auf einen Kuchen ins kleine Häuschen der Oma. Darauf hat der Schäuble aber nur gewartet. Er lässt den Hügel auf dem das Haus steht mit samt des umliegenden Dorfes durch die Luftwaffe in Amtshilfe für die Polizei mit Napalm vernichten. „Kollaborateure, ausgeschaltet“ sind seine einzigen Gedanken dabei.

    Naja, und so weiter.

  14. @ Dieter Petereit.
    Ich bin nicht gerade sehr begeistert darüber,dass ich irgendwo in der Bloglandschaft unter -Quo vadis,63,5 mg- , einen Kommentar von Dir vorfinde,und Du darin anmerkst,ich würde einem Herrn Jung sogar das Funkgerät reichen.Findest Du nicht,Du hättest Deine Meinung über mich,hier unter den ganzen anderen Kommentaren veröffentlichen müssen,so dass ich Deinen Kommentar auch gleich hätte entdecken können?

  15. @Samthammel: Den Eindruck gewinne ich so langsam auch. Aber ich habe einen langen Geduldsfaden…

    @Freedom: Och, Du armes Hascherl. Das tut mir jetzt aber echt leid, dass ich Dich da irgendwie unziemlich behandelt haben könnte. Wie heißt Du nochmal? Freedom? Fritz Freedom, Freiheitsweg 911, 4711 Freewillystadt? Solange Du Dich öffentlich äußerst, musst Du damit rechnen, dass Du auch öffentlich kritisiert wirst. Wobei ich noch soviel Anstand hätte, bei identifizierbaren Personen, davon Abstand zu nehmen. Aber „Freedom“, ich bitte Dich. Viel generischer kann man sich ja gar nicht nennen.

    @Horst: Bewirb Dich mal bei South Park. Die brauchen solche Stories. Allerdings müssen die immer für elf Minuten Film reichen. Aber mit ein bisschen Übung bekommst Du das schon hin.

    @ALL: Ich will hier nochmal in übersichtlicher Form darlegen, was ich mit den beiden Stories zum Ausdruck bringen wollte.

    1. Wir sind in Deutschland, nicht in den USA. Von jedem deutschen Flughafen aus erreicht man mit einem Passagierjet der relevanten Größe jeden anderen deutschen Ort in maximal einer Stunde. Da ist das Abschießen von Flugzeugen nur wie „Tontauben schießen“ möglich. Kaum ist das Ding oben, musst Du schießen, sonst ist es schneller wieder unten, als Du gucken kannst. Und wie man in den beiden Stories sehen kann, gibt es Szenarien, die man in der Kürze der Zeit, die man in Deutschland für die Erteilung des Abschussbefehls hätte, nicht sauber überblicken kann. Außerdem ist erschwerend davon auszugehen, dass Terroristen nicht eine Maschine in München kapern, um damit Berlin anzugreifen. Die Zeit wäre also im Ernstfall noch viel knapper!

    2. Verbrechen darf man nicht mit Verbrechen verhindern. PUNKT!

  16. @ Dieter Petereit,
    Ich habe den Verdacht,dass Dir mein Name nicht besonders gefällt.
    Ich zähle mich zu der Leserschaft einiger Blogs.Wenn ich einen Kommentar hinterlasse,darf es doch für Dich nicht wichtig sein,wie ich mich aus dem Kreise der Leserschaft namentlich vorstelle.Ich kann mich ja auch Meier,Müller oder Schulze nennen,wo ist das Problem?Du kannst doch von einem Leser keine Vollidentifizierung verlangen oder erwarten,nur weil dieser mal einen Kommentar hinterlassen möchte.
    Ich habe nichts dagegen,wenn man mich kritisieren möchte,ich habe aber etwas dagegen,wenn ich auf Kritik nicht reagieren kann,nur weil ich sie nicht dort finde,wo sie hätte meines Erachtens nach stehen müssen.
    Es sollte für Dich ja auch nur ein Gedankenanstoß sein,bitte auch zu berücksichtigen,dass sich nicht jeder Leser auf jedes Blog begibt.

  17. @Freedom: Du kannst Dich nennen, wie Du willst. Das ist mir völlig wurscht. Ich erlege mir nur selber strengere Verhaltensregeln auf, wenn ich etwas mit jemandem zu tun habe, der identifizierbar ist oder – beispielsweise über die Denic – wäre. Schließlich möchte ich niemandem schaden. Übrigens eine Verhaltensweise, die im Netz leider nicht überall Usus ist.

    Was Dein selbst erwähltes Pseudonym betrifft: Ich mag den Begriff Freedom sogar sehr. Die Meinungen jedoch, die Du unter dessen Flagge zumindest in diesem Blog hier äußerst, führen ihn ad absurdum.

  18. Ich bewundere btw. jeden Geduldsfaden, der dicker ist, als meiner.

    Gestern fand ich übrigens Artikel 25654 GG:

    Ein blog ist kein anarchistischer öffentlicher Raum. Der Betreiber eines blogs kann nach Gutdünken und subjektiver Laune bestimmen, was in seinem blog erlaubt ist und was nicht.
    Er ist keinem Diskutanten in irgendeiner Form Rechenschaft schuldig. Insbesondere muss er sich nicht von Besuchern ans Bein pissen lassen.

    Bei Zuwiderhandlungen kann der Betreiber dem Diskutanten auf die Finger hauen.

    Die Mittel – bishin zur IP-Sperre – stehen ihm hier jederzeit frei zur Auswahl.

    :mrgreen:

  19. @ Dieter Petereit.
    Obwohl ich den Inhalt Deiner Worte verstehe,habe ich dennoch den Eindruck,wir schreiben aneinander vorbei.Macht aber nichts,so etwas kommt vor.Ich werde Deine Geschichten weiterhin lesen,werde mich aber wohl mit Kommentaren in Zukunft zurückhalten,das ist vielleicht sogar in Deinem Sinne.

  20. @Freedom: Lies oder lies nicht, kommentiere oder kommentiere nicht. Das ist Deine Sache. Ich bin insofern sicherlich ein recht toleranter Blogger, als ich nicht zu denen gehöre, die abweichende Meinungen direkt löschen. Von daher ist blogmanufaktur.de nicht der schlechteste Platz für eine Meinungsäußerung.

    @sv: Meinst Du etwa, ich stünde auf dem Boden des Grundgesetzes? :mrgreen:

  21. boah, ich habs gerade gelesen, und immernoch eine gänsehaut…geile story, und ich würde es den bürokraten zutrauen, wie ich es auch den passagieren zutrauen würde.
    ich würde es jedenfalls gegen 2 mit messern versuchen, einen glasdolch hab ich eh immer dabei 😛

    hut ab, selten hat mich eine neuzeitliche geschichte so zum nachdenken bewegt.

  22. Ich Frl.-Simone Zervos Maillis war mit meinen Eltern schon 15 Mal in Kos gewesen und zwar in diesen 5 Sterne Deluxe Hotels natürlich:Wir waren im Gaia Royal sowie im Gaia Royal Village und im Hotel Gaia Palace und im Hotel Horizon Beach Resort als VIP Gäste gewesen, und zwar jedesmal mit Ultra alles Inclusive Prämium Plus Deluxe natürlich.Meine Eltern und Ich wir fliegen am 11.9.16 wieder nach Kos hinn und zwar bis Ende Oktober weil mein Freund Mackis Maillis im Horizon Beach resort als Erfahrener Barmänager sowie als beliebtesster Barchef Arbeitet.Mein Freund Mackis Und Ich Frl.-Simone Zervos Maillis wir kennen uns schon seit dem 15.5.2012 aus Kos vom Hotel Gaia Palace-Gaia Royal und Gaia Royal Village nämlich.Ich freue mich schon ganz besonders au das langersehnte Wiedersehen mit meinem Freund Mackis Maillis im 5 Sterne HotelHorizon Beach Resort.Wau ich bin von meinem Freund völlig begeistert weil er bei den Urlaubern total Phänomenal Supergut ankommt.Mein Freund ist zumir Sehr Einfühlsam da Mackis und Ich Supergut Griechisch und Deutsch sprechen .Mackis der hat vorher im Gaia Palace als auch im Gaia Royal-Gaia Royal Village als Gärtner sowie als gelernter Hotelfachmann gearbeitet, wo Mackis und Ich uns Zufällig im Hotel Gaia Palace in die Arme gelaufen waren.Es war sofort Liebe auf dem ersten Blick gewesen, Mein Freund und Ich wir führen seitdem eine feste Beziehung zusammen.Wär ihn Persönlich kennt im Horizon Beach Resort dersoll ihm unverbindlich liebe Grüße von seiner Freundin Frl.Simone Zervos Maillis ausrichten .Vielen Dank Frl.-Simone Zervos Maillis.

  23. Wär kennt die neue Anschrift von meinem griechischen Freund Mackis Maillis aus Pyli Kos der im Hotel Horizon Beach Resort in Kos als Erfahrener Barmänager sowie als Barchef Arbeitet, der soll sich unbedingt bei Frl.-Simone Zervos Maillis melden unter anne-zervos @ web.de natürlich.Vielen Herzlichen Dank im Vorraus dafür.Wär kennt auch seinen Freund und Kupel Danjel der im Hotel Gaia Palace unser beliebter Hotelarzt gewesen war der soll mir alles Pähr Email Schicken.Danke.

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