I Love Firefox

I really do. Der Netscape Navigator und deren ältere Nachfolger haben mich nie begeistern können. Auch Opera kam mir eher sporadisch auf den Schirm und nie für länger. Irgendwie waren meine Gehversuche mit den Browseralternativen zu Microsofts Internet Explorer stets erfolglos. Außerdem hatte ich in früheren Zeiten den Eindruck, dass nur der IE Webseiten vernünftig anzuzeigen in der Lage war. Erst als Microsoft begann, den IE 6 als der Weisheit letzter Schluss zu betrachten und die Firefox-Entwickler eine Chance hatten, am Platzhirschen vorbei zu ziehen, änderte sich auch meine Einstellung zu den Alternativen.


Mittlerweile nutze ich seit gut vier Jahren ausschließlich noch den Firefox. Der IE 7 gefiel mir zwar zunächst auch ganz gut, konnte mich aber, wahrscheinlich kam er einfach zu spät, nicht mehr von meinem Firefox weglotsen. FF ist schnell, schön und zuverlässig. Besonders aber eines: erweiterungsfähig. Und so ist es wohl nicht verwunderlich, dass sich unter der Haube meines FF diverse Erweiterungen tummeln, die zwar mit mehr oder weniger Nützlichkeit behaftet sind, von denen ich aber einige absolut nicht mehr missen möchte.

Stylish + Userstyles

Eine meiner neuesten Entdeckungen [via Dany | dasDanyweb.de] ist das Addon Stylish. Stylish macht nichts. Es stellt lediglich eine Art Container dar, der CSS-Schnipsel beherbergt, mit denen man die Darstellung von zB Websites beeinflussen kann. Unter der Adresse Userstyles.org finden sich dann Hunderte von derartigen Styles unterschiedlichster Qualiät und Anwendungszwecks. Ich selbst nutze die Userstyles „GMail: Inbox with new style“ und „OS X Style Google Reader“, sowie die übrigen GMail-Userstyles des Coders Jhon, die meine beiden meistgenutzen Googledienste optisch so verändern, dass es sogar funktionale Vorteile bringt. GMail beispielsweise ist durch Hover-Effekte in unterschiedlichen Farben, eine veränderte Schriftart und diverse andere CSS-Spielereien wesentlich einfacher bedienbar, als in der Standard-Google-Mausgrau-Ausführung.

gmail-stylish

Derartig lobhudeln kann ich dem OS-X-Style-Reader zwar nicht, aber schicker als der Google Reader im Standard-Bürokratenlook ist der Userstyle allemal.

Übrigens: Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und Stylish ebenfalls installieren will, sollte sich das Teil nicht von www.erweiterungen.de holen. Dort gibt es nur eine alte Version, mit der die neueren Styles nicht laufen.

Gmail Space

Fast 3 Gigabyte stehen dem Gratisuser bei Googlemail zur Verfügung. Da ist es doch eine Schande, dass man diesen Platz lediglich für den Mailverkehr nutzen können soll. Das Addon Gmail Space befreit den grübelnden Nutzer von dieser Einschränkung und stellt eine Oberfläche im FF zur Verfügung, die den bekannten Datei- und FTP-Managern nachempfunden ist.

gspace

Auf der rechten Seite wird der Mailspace angezeigt, in welchen man seine lokalen Daten hoch- und natürlich auch wieder herunterladen kann. Für jede Datei wird eine eigene Email im Posteingang sichtbar. Das mag zunächst lästig wirken, hat aber den unschätzbaren Vorteil, dass man so natürlich an seine Daten auch ohne GMail Space wieder herankommt.

Delicious-Bookmarks

Abseits jeglicher Community-Faselei nutze ich Delicious zur Verwaltung meiner Lesezeichen. Dabei interessiert mich nicht, wieviele andere Leute den gleichen Bookmark gespeichert haben, noch sonst irgendwelche Zusatzinfos. Delicious benutze ich wie die Lesezeichenverwaltung lokal auch verwendet werden würde; nämlich nur für mich. Mit dem einzigen Vorteil der weltweiten Verfügbarkeit all meiner Lesezeichen an jedem beliebigen Computer. Und damit´s auch richtig Spaß macht, verwende ich das Delicious-Addon für den FF. Links neben der Addressleiste finden sich nach der Installation zwei Buttons. Mit dem linken blendet man die Delicious-Sidebar (im Screenshot der Bereich links vom eigentlichen Website-Inhalt) ein und wieder aus und mit dem rechten Button (Tag) bookmarkt man. Einfacher geht´s nicht.

delicious

Tools für Webentwickler

Auch wenn sich die breite Masse nicht dafür interessieren wird, möchte ich abschließend noch zwei Addons erwähnen, die für die Webentwickler unter uns von unschätzbarem Wert sind. Es handelt sich zum einen um die Toolbar „Web Developer“ und zum anderen um das extrem funktionsreiche Werkzeug „Firebug„.

Ich nutze beide Tools quasi unterqualifiziert. Poweruser können da wesentlich mehr mit veranstalten. Web Developer gehört zu meinen Standardwerkzeugen, wenn ich eine Website in einer bestimmten Auflösung, wie zB 1024 x 768 betrachten will oder muss, sowie jedesmal, wenn ich ein Bildschirmelement vermessen muss. Web Developer verfügt nämlich über ein hervorragendes Bildschirmlineal.

Firebug hingegen nutze ich schon etwas fordernder. Ich kenne kein anderes Tool, welches es dem Entwickler dermaßen leicht macht, die CSS-Strukturen von Websites zu durchleuchten und zu debuggen. Wenn mein Blog optisch nicht bietet, was ich an sich geglaubt hatte, zu programmieren, muss Firebug ran. Der folgende Screenshot zeigt Firebug in Aktion. Gerade findet es die CSS-Klasse des Import-Buttons des Zoho Writer heraus.

firebug

Vista Aero

Leser, denen der bisherige Text nicht oberflächlich genug war, können sich hier noch eine schicke Oberfläche für den FF herunterladen 😉

Und tschüss.

[für digitallife.germanblogs.de]

11 Gedanken zu „I Love Firefox

  1. Ich benutze auch meistens den Firefox, und das als Mac-User… naja ich steh ja auch auf PPC (leider ist da die Lobby viel kleiner – UND ich fang davon jetzt nicht an…weissu… next gen spielkonsolen…alle setzen auf PPC… von wegen der Leistung zum günstigen Preis und niedriger Taktung…weissu stromsparen…und uns will man was von wintelscheiss erzählen…egal…is wie bei VHS und Betamax)

    Firefox ist super und feddisch 😉

  2. Firefox is was für Leute, die mit vernünftigen Browsern nix anfangen können.
    Als Webentwickler bin ich immer noch auf der Suche nach Argumenten, die für den Gecko-Firefox und gegen redliche Geckobrowser wie ehemals Mozilla oder Seamonkey sprechen.
    Leider ist auch dies hier der gefühlt 800. Beitrag zum Thema, der mir in der Sache keinen Erkenntnisgewinn diesbezüglich bringt.

  3. Muss ich mich jetzt verfolgt fühlen, nur weil ich fast alle Deiner vorgestellten Erweiterungen auch nutze?
    Nun ja, ich seh’s mal als Interessenskongruenz.

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