Große Sorge um Summerbabes Zukunft

Summerbabe ist kein Pseudonym für ein hübsches Mädchen. Summerbabe ist auch kein preisgekröntes Rennpferd. Aber Summerbabe ist ein Tier, genau genommen ein Schwein. Ein perverses noch dazu. Summerbabe ist der Nickname, unter dem sich der 20jährige Philipp J. (leider kenne ich den vollen Nachnamen nicht!) bei der 15jährigen Nadine aus Wetter bei Hagen in Nordrhein-Westfalen bekannt und beliebt gemacht hat.

Nadine hielt die Chatbekanntschaft Summerbabe für ein Mädchen. Philipp J. Summerbabe spionierte Nadine über Monate hinweg aus und erschien in der Nacht des 20. August 2006, Nadines Eltern waren nicht zuhause, vor ihrer Tür. Als Nadine bemerkte, dass Summerbabe mitnichten ein Mädchen ist, begann sie zu schreien, was Summerbabe mit drei harten Schlägen einer Stabtaschenlampe auf Nadines Kopf quittierte. Als Nadine darauf hin stark zu bluten begann, dachte sich Summerbabe, es sei wohl besser, sie jetzt zu töten. Also riss er ein Telefonkabel aus der Wand und erwürgte die 15jährige. Um ganz sicher zu gehen, dass sie auch wirklich tot sein würde, besorgte er sich noch ein Küchenmesser und stach mindestens 12 Mal auf Nadine ein.

Jetzt hat das Hagener Landgericht das 20jährige Summerbabe Philipp J. zu 10 Jahren Haft verurteilt. 10 Jahre? Ja, denn das Gericht urteilte nach dem Jugendstrafrecht. Ist doch verständlich, schließlich ist brutaler Mord aus sexuellen Beweggründen ein typisches Jugendlichendelikt. Außerdem verurteilte das Gericht Summerbabe zur Übernahme der Kosten der Opferanwälte.

Hiergegen will Summerbabes Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Neuhaus, allerdings Rechtsmittel einlegen. Denn: „Damit würden gut 35.000 Euro Kosten auf Philipp J. zukommen. Das wäre kein guter Start in seine neue Zukunft.“ Ist klar, oder? Die Hinterbliebenen des Opfers, welches durch Summerbabe hingeschlachtet wurde, sollen die Rechtskosten, die sie ursächlich durch Summerbabe hatten, mal schön selbst bezahlen, weil Summerbabe Philipp ansonsten einer nicht so rosigen finanziellen „neuen Zukunft“ entgegensehen würde.

Damit erreicht meine Verachtung für Vertreter der Advokatenzunft das nächste Level auf der nach oben anscheinend offenen Ekelskala. Mein Appell richtet sich an die Mithäftlinge. Jungs, der nennt sich Summerbabe. Der will´s doch! Lasst ihn nicht hängen.

21 Gedanken zu „Große Sorge um Summerbabes Zukunft

  1. Und ich hoffte schon, daß jemand anderes von ergo auf tergo kommt, aber nein, alles muß man selber machen. Ääääh, FAST Alles, meine ich.

  2. Die Problematik mit dem Jugendstrafrecht ist ja hier in D hinreichend bekannt. Zweimal auf blöd gemacht und im Strampelanzug beim Verhör erscheinen, schon wird man auf das Niveau eines 14-jährigen eingestuft. Immerhin wurde dann hier noch die Maximalstrafe ausgesprochen.
    Blöd auch, dass die anderen Gefangenen hier wahrscheinlich nicht mitlesen.

  3. Na, da hat er ja noch mal Glück gehabt! Bei Steuerhinterziehung wäre die Strafe bestimmt höher ausgefallen. Aber was ist schon Mord? Mit den Worten eines Kommunalpolitikers: „Jede Gesellschaft bekommt die Verbrecher, die sie erzeugt.“ Ohne sie rechtzeitig auf freien Fuß zu setzen, wäre das ja kaum möglich.

  4. Der vorherige Kommentar eines trolligen Stücks Wegedreck, dass sich als „Kindergärtner“ bezeichnete, wurde gelöscht. Mir reicht es jetzt mit den Schmeißfliegen, die meinen, hier wäre ein guter Ort zum Larven ablegen.

  5. Hallo Dieter Petereit.

    Dein Name spricht Bände.

    Was soll der letzte Satz in Deiner Polemik? Ist das eine Aufforderung zu einer Vergewaltigung, zu einer Strafhandlung? Er ist nach deutschen Recht verurteilt worden. Die Judikative wir sich schon etwas dabei geacht haben. Natürlich kann man eine Menge Wut und Hass im BAuch haben, angesichts eines solchen sinnlosen Verbrechens. Aber glaubst Du, dass Philip irgendwann nochmal glücklich wird in seinem Leben? Selbst wenn er lacht, glaubst Du das dieses Lachen von Herzen kommen wird? Und selbst wenn er sich seiner kaum erträglichen Schuld ncht gewahr wird, einfach vor sich hinlebt. Macht es Sinn ihn dafür zu hassen? Seine Unfähigkeit menschlich zu fühlen, Buße zu tun, Reue zu spüren. Gehört er dann noch zu unserer Gemeinschaft? Formal schon. Aber so jemanden würde ich ignorieren. Und schon gar nicht würde ich es riskieren, in seine Abgründe zu folgen. Aber genau das tust Du, wenn Du zur Vergewaltigung aufrufst. Du kommst damit bedenklich nahe jener Gräßlichkeit, die du so stark verurteilst. Unsere Distanz zu solchen Verbrechen sollte nicht nur in Verabscheuung liegen, sondern im Respekt im Umgang des Täters. Das allein ist unsere Stärke.

  6. @Kindergärtner: Nicht für jeden Troll definiere ich gleich eine Spamregel. Von daher kann ich Dein „Ha“ nicht nachvollziehen. Gern wüsste ich auch, inwiefern mein Name Bände sprechen sollen können könnte.

    Ansonsten: Dein letzter Kommentar ist das, was ich hier von Kommentatoren erwarte. Keiner muss meine Meinung teilen, jeder kann seine, ruhig auch deutlich sagen. Aber die Meinungsäußerung an sich muss eine gewisse Qualität haben. Diese Qualität fehlte Deiner ersten Entäußerung komplett. Wenn ich mich anpöbeln lassen will, gehe ich abends in die Innenstadt.

    Inhaltlich: Ob Summerbabe jemals wieder glücklich wird, ob er jemals wieder lacht, ob er jemals wieder irgendeinen sonstigen Spaß am Leben hat? Ich hoffe es nicht. Wäre ich religiös, würde ich sogar dafür beten, dass er in seinem beschissenen Leben nie wieder irgendeine Form menschlichen Glücks erlebt. Und ich hoffe, dass er sehr lange lebt. Aber in Sicherungsverwahrung hinter Gittern! Und möglichst nicht in einer Einzelzelle…

    Kurze Ergänzung: Noch zorniger machen mich in diesem Fall die Anwälte des Summerbabe. Anwalt <> Moral.

  7. Der Kommentar „Ha“ kann gerne gelöscht werden, war lediglich ein versehentlicher Enter-tastendrück. Wie im folgenden Beitrag zu sehen, war ursprünglich ein „Hallo“ vorgesehen. „Der Name spricht Bände“ war ein überflüssiger, unsinniger Satz. Ich entschuldige mich für meinen bösartigen Kommentar, aber bin natürlich nach wie vor gänzlich anderer Meinung. Hier finden sie übrigens einen Fürsprecher von Philip: http://www.winsobo.de
    Möglicherweise nicht ganz ernstzunehmen.

  8. Hallo,
    „…leider kenne ich den Nachnamen von Philipp J. nicht“ – aber ich: Er heisst Philipp Jaworoski.

  9. Hi,

    ich kenne Philipp, auch wenn ich ihn bereits ein Paar Jahre vor der Tat nicht gesehen habe. Ich hätte Eide geschworen, dass er es nicht war. Niemand in seinem Umfeld hätten das Gedacht. Selbst die Eltern des Opfers die ihn kannten, konnten das kaum glauben. Er lachte gern – und nicht vorne so hinten so wie man es aus Filmen kennt. Man konnte gut tiefgründige Gespräche mit ihm führen. Wenn er das tun könnte bin ich überzeugt, dass es prinzipiell jeder meiner Freunde könnte. Allerdings hat er inwzischen offenbar gestanden.

    Ich kann weder Hasstiraden wie auf dieser Seite noch die Verschwörungstheorien um seine Unschuld die im Netz kursieren verstehen und nachvollziehen.

    Ich habe oft und lange darüber nachgedacht und habe versucht, mir vorzustellen, was abgelaufen sein könnte:

    Es gab eine Party mit Freundinnen, die Eltern sind Weg. Es klingelt. Nadine kannte Philipp übrigens. Aus irgendeinem Grund kommt es zum Streit, villeicht auch zu Handgreiflichkeiten. Ich glaube dass jetzt der Entscheidende Punkt kommt. Philipp schlägt mit einer Stabtaschenlampe zu.

    Dass jemand das in dieser Situation tut ist für mich nicht Nachvollziehbar, aber in irgend einer Form noch vorstellbar.

    Versetze ich mich an diese Stelle wüßte ich, es gibt kein Zurück. Das hat auf jeden Fall ein schweres Nachspiel. Panik? Ich glaube jetzt ist kein klarer Gedanke mehr Möglich, jedoch nicht mit wirklicher Abwägung was man da tut. Es muss vertuscht werden. Wie im Film nimmt man das Telefonkabel.

    Ich habe einmal von einem Mann gehört, der von seiner krebskranken Frau gebeten wurde, die zu töten. Er hat versucht die zu erwürgen aber schaffte es nicht. Er hat ihr lediglich den Kehlkopf eingedrückt und sie lag röchelnd da.

    Nehmen wir an hier war es ähnlich. Ein absoluter Horror. Äußerste Verzweiflung und innerer Horror ist das einzige, was mir die vielen Stiche ins Gesicht erklären könnte.

    Was folgt könnte ein Zwiespalt aus Selbstschutz und dem Wunsch, endlich gefasst zu werden und nicht mit dem Geheimnis leben zu müssen sein.

    Was folgt sind 10 Jahre Gefängnis. Seine Familie muss die dörfliche Gegend um Vollmarstein verlassen. Ein Weiterleben ist dort undenkbar. Philipp wird wieder freikommen. In die Heimat, in der er aufgewachsen ist und an der er hängt kann er nie zurück. Selbst die vielen Freunde die er hatte, mit denen er viel unternommen, Party gemacht hat, Roller geschraubt, und Blades gefahren ist wie wohl die meisten von uns und es bis heute nicht begreifen können haben Angst vor ihm. Vielleicht haben selbst seine Eltern und Verwandten jetzt Angst vor ihm genau wie wahrscheinlich alle seiner früheren Kontakte.

    Wie grausam ist diese Vorstellung?

    Meine Eltern haben Angst vor mir.
    Meine besten Freunde haben Angst vor mir.

    Damit wird er leben müssen.

    Warum zeigt Christian Klar keine Reue? Ich glaube er kann es nicht, weil er sonst völlig zusammenbrechen würde. Dass er die Taten mit einem höheren Ideal entschuldigt ist wohl das einzige, was ihn vor dem Zusammenbruch schützt. Gebrochen ist er allemal. Ich glaube schon, dass man in so einer Situation das Grauen was man verursacht hat jeden Tag wie eingebrannt erlebt und dass man Dinge mit sich herumträgt, die man niemandem, selbst nicht dem ärgsten feind wünschen würde.

    „Nach Zehn jahren kommt er frei und kann fröhlich rumlaufen.“

    Wie fröhlich wird das wohl sein? Wie eine Stunde so viele Leben zerstören kann. Was man wohl geben würde um diese eine Stunde ungeschehen zu machen?

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