Mehrwegsysteme begehen kollektiven Selbstmord

Was haben sie nicht gejammert, die Mehrwegsystembetreiber. Die bösen Einwegpfandler machen sie fertig. Sie könnten gegen die Discounter nicht mehr anstinken, weil diese ihre Preise über den Pfandschlupf (die nicht zurückgegebenen Flaschen) quer subventionieren. Ich hatte schon ein wenig Mitleid bekommen. Und dann das!

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14 Gedanken zu „Mehrwegsysteme begehen kollektiven Selbstmord

  1. Was ich nicht verstehe: welchen Sinn macht es, wenn die Betreiber ihr eigenes Mehrwegsystem gezielt torpedieren?

  2. Mehrere Möglichkeiten:

    1. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn mehr und sie wollen es deshalb abschießen.
    2. Sie wollen Druck auf die Politik ausüben.
    3. Sie finden das Einwegsystem mit seinen Quersubventionsmöglichkeiten grundsätzlich sympathischer.
  3. Ach so. Also darauf abzielend, ganz vom Mehrweg abzukommen, sozusagen. Bier aus PET-Flaschen, schüttel. Seit ich ab zu mal Bier kaufe, ist mir überhaupt erstmal aufgefallen, daß es da unterschiedliche Systeme gibt. Ganz verwirrt war ich, als ich mal eine PET-Flasche Limo von unterwegs nicht am gewohnten Sprudel-PET-Automaten los wurde.

  4. Hallo Dieter!
    Ein guter Artikel von Dir. Danke dafür.

    In unserer Gegend wird aber generell 0,15€uro Pfand berechnet und bei Rückführung vergütet.

    Druck üben Sie auch,- der Verband Deutscher Mineralbrunnen -, im hinblick auf die reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent aus. Teesorten haben z.b. nur einen 7 prozentigen Mehrwertsteuersatz.

  5. Hier bezahle ich (auch) 15 Cent Pfand für Mehrweg- und 25 für Einwegflaschen. Über die 8 Cent im Artikel habe ich mich (auch) gewundert.

  6. Ähm … ihr verwirrt mich bzw. dieses Pfandgedönse … *nachgucken geh* … okay, für ne PET 25 Cent pro und für ne Flasche Bier (Glas) 15 Cent Pfand. Ganz sicher, 15 Cent.

  7. Um die Verwirrung etwas aufzulösen: Einweg immer 25 Cent Pfand pro Flasche ( Regelung des Gesetzes ). Mehrweg ( Für Mineralwasser ) 1,0 Liter PET und 0,7, Liter Glas: 15 Cent pro Flasche ( Regelung der Genossenschaft ). Kleinere Flaschen bis runter auf 8 cent.

    BTW: Es gibt durchaus auch noch Einweg-Glasflaschen. Die zetrümmerten Pullen können also auch Einweg-Flaschen sein.

  8. @J. Meyer: Danke für die Aufklärung. Die zertrümmerten Pullen waren aber tatsächlich Mehrwegpullen. Der Verbrauchermarkt, den ich zum Anlass dieses Beitrags genommen habe, hat das mittlerweile zugegeben.

  9. @1:
    Möglicherweise haben Sie einen potentiellen Grund vergessen:
    Ich ergänze daher:
    4. Das Einwegkartell „incentiviert“ (wie schön war doch unser gutes altes Deutsch) den Wegfall der Mehrwegverpackung.

    Aber Bier aus PET-Flaschen – das müßte doch den Stoiber auf den Plan rufen, da muß der doch was gegen tun. Immerhin hat er ja auch den auffälligen Dosenbiertrinker Gauweiler kaltgestellt, damals, als ers noch selber in der Hand hatte.

  10. @MaxR
    Ergibt in dieser Version wenig Sinn. Die Flaschen hinterher wegzuwerfen, schwächt das Mehrwegsystem nicht und bringt auch dem „Einwegkartell“ keinen Vorteil. Gerade im Bereich Glas freut sich so mancher Abfüller über jede Pulle, die er nicht zurückbekommt. Kommt immer auf das Getränk und den Hersteller an.

    Wenn der Verbrauchermarkt Mehrwegflaschen zerstört, dann hat nur er selber den Schaden davon. Damit übt Mann weder Druck noch Einfluss aus, und die Mehrweg/Einwegquote ändert das auch nicht.

    Die Gründe für’s wegschmeissen liegen eher woanders. Zu knapper Frachtraum, augeschöpfte Rückgabekontingente etc. Da muss nicht unbedingt eine Verschwörung dahinterstecken.

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