Deutschland, Deine Themenblogs

Endlich mal wieder was über Rainer Meyer in diesem Blog. Der unscheinbare Geselle, der sich selber Don Alphonso nennt, obschon Schlauchbootlippe der deutlich passendere Name wäre, hat sich Gedanken darüber gemacht oder es zumindest versucht, warum es in Deutschland nur relative wenige Themenblogs gibt. Zu einem Ergebnis ist er allerdings nicht gekommen, ich schon…

Ich bin nämlich teils auch ein Themenblogger. Ich schreibe bei Germanblogs zu den Themen Bildung, 50plus und Wirtschaft, sowie auch noch zu ein paar anderen Themen, die aber nicht so strikt sind. Hier in der Bloghütte schreibe ich, wie es mir die gichtigen Knochen erlauben und für gewöhnlich auch ohne Feigen- oder sonstige Blätter vor dem Munde. Dabei bin ich absolut themenungebunden, vollkommen frei. Irgendwas nervt einen immer. Texte sind also nicht wirklich mühsam.

Soll ich zu einem bestimmten Thema etwas schreiben, sieht die Sache anders aus. Da geht es halt nicht mehr darum, mal eben eine unverbindliche Aussage zu treffen und diese mal gut, mal schlecht formuliert, halb zu Ende zu denken. Bereite ich einen Themenblogbeitrag zum Beispiel zum Thema Bildung vor, heißt es recherchieren, Aussagen verifizieren und einigermaßen wasserdicht formulieren. Ein Themenblogbeitrag darf auch nicht kurz eben hingerotzt werden, was zusätzliche Anforderungen an die Länge des zu schreibenden Textes stellt. Kurz: Ein Themenblogbeitrag ist richtige Arbeit.

Hinzukommt, dass es nicht zu jedem Thema immer ausreichend viel sinnvoll zu schreiben gibt, um eine einigermaßen akzeptable Postingfrequenz aufrecht zu erhalten und man auch nicht immer den Antrieb hat, jetzt genau wieder zu Thema X einen Beitrag zu produzieren. Ich würde nie auf die Idee kommen, die Bloghütte auf ein Thema zu reduzieren, es sei denn, ich würde plötzlich den Ehrgeiz entwickeln, vom Schreiben leben zu wollen.

Will ich aber nicht…

14 Gedanken zu „Deutschland, Deine Themenblogs

  1. Nun. Das Verstehen kann ich nicht auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner runterbrechen, da mir dieser schlicht zu klein wäre. Und das Lesevermögen setze ich als Grundskill voraus. Wer das nicht kann, würde mit größter Wahrscheinlichkeit den Inhalt ohnehin nicht verstehen.

  2. Ich finde es immer wieder interessant, was die „großen“ Blogs alles thematisieren und diskutieren, wie sie sich selbst in die Höhe halten und die Bloggerei in Frage stellen. Ich frage mich dann meist immer nur, warum sie zu den „großen“ Blogs gehören. Weltbewegendes finde ich da nicht.

    Und sich immer zu bestimmten Themen zu äußern ist mühsam und verdirbt dadurch mit der Zeit doch nur die eigentliche Freude am bloggen.

  3. @dany: Sobald es mühsam wird und wirkt, werden die „großen blogs“ kleine blogs. Und bei den meisten A-blogs sehe ich schon deutlich, warum die da sind, wo sie sind. Die meisten haben eine angenehme Schreibe, eine angenehme Postfrequenz, oft angenehme Ansichten und vor allem verstehen Sie es oft, professionell und dabei doch locker und leicht (eben nicht mühsam) zu schreiben und und auch noch viel Persönlichkeit in den Texten zu haben. Und zudem – das finde ich das allerschwierigste: Ist die Qualität oft sehr konstant.

    Ich lese sehr selten Spreeblick, IX, Niggemeier und vor allem nicht den alten Winkel – aber wenn, dann merke ich – auch dann, wenn ich nicht alle Artikel mag, dass sie zumindest eines für ihre Arbeit und ihre Kreativität verdient haben: Respekt.

    A-Blogger-Gebashe riecht immer auch so ein bisschen nach Neid und Missgunst.

  4. Durchdengele gerade meine delicious-Bookmarks: So was zum Beispiel hat Gesicht und das hebt Spreeblick vom pantoffelunk.de beispielsweise meilenweit ab. Es hat auch einen Grund, dass es hier 276 Kommentare gibt.

    Ich habe aber auch gar nicht den Anspruch, da oben zu stehen. Ich bin Feierabendblogger.

  5. Ich habe Spreeblick nicht angegriffen und der verlinkte Artikel ist tatsächlich lesenswert. Sowas bekommst Du allerdings auch nur, wenn Du mindestens unter den Blinden der Einäugige bist.

    Ebenso nicht zu vergessen: Spreeblick ist Hauptamt, kein Feierabendblog.

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