Euphemismus oder Paradoxon?

Aus der heutigen Tageszeitung:

Die Gutachterin erklärte, der Täter sei türkisch sozialisiert, was sowohl den Umgang, wie auch die Verständigung mit ihm, nahezu unmöglich mache.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

In diesem Jahr wechselt Söhnchen auf das Gymnasium. Anders als bei meinem Töchterchen, die bereits im letzten Jahr dieses zweifelhafte Vergnügen hatte, steht für meinen Sohn die Wahl der Schule nicht bereits kategorisch fest. Er wollte sich die beiden zur Wahl stehenden Bildungsinstitute wenigstens unvoreingenommen anschauen. An diesem Wochenende war es dann soweit. Am Freitag und Samstag führten die Schulen ihren jeweiligen Informationstag durch.

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Die Alternative zur Dreigliedrigkeit im Schulsystem …

… muss nicht die Einheitsschule sein, wie von der SPD beabsichtigt und von den Jusos als „integrierte Gesamtschule“ bezeichnet. Das bildungspolitische Wort der Stunde lautet anscheinend „Zweigliedrigkeit“ und wurde soeben in Hamburg eingeführt. Dort legte man die Haupt- mit der Real- und der Gesamtschule zu sogenannten Stadtteilschulen zusammen und beließ einzig den gymnasialen Zweig als separate Schulform. Dabei ist das Konzept in weiten Teilen sozialdemokratisch, was angesichts der Regierungsverhältnisse in Hamburg durchaus zu verwundern weiß. Haben die Hamburger damit den Stein der Weisen gefunden? Steht die Zweigliedrigkeit jetzt ganz Deutschland bevor?

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Sind sie nicht süß?

Die deutsche Lehrerschaft verbittet sich internationale Kritik. Verbandspräsident Josef Krause ruft sogar dazu auf, zu überdenken, inwieweit Deutschland künftig noch finanzielle Mittel für PISA zur Verfügung stellen will. Wenn sich PISA schon nicht ganz vermeiden lässt, möchte Krause aber verankert wissen, dass die Interpretatiuon der Ergebnisse nicht durch die OECD, sondern die deutsche Lehrerschaft und nötigenfalls noch ein paar Bildungspolitiker erfolgt…

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Großkotz Revisited 2

An sich hatte ich es nicht als Fortsetzungsgeschichte angelegt, aber der Huberfrank bietet sich grad so für eine weitere Episode an. Wobei es sich eigentlich gar nicht um eine weitere, sondern lediglich um die Wiederholung der letzten handelt. Nun ist es aber nicht nur ein Wiederaufwärmen alten Kaffees, sondern vielmehr ist es so, dass sich die streitgegenständliche Fragestellung bislang nicht aufgeklärt hat, sprich durch Herrn Doktor Huber nicht aufgeklärt wurde.

Ich habe mir daher erlaubt, ihm heute eine Erinnerung in sein Blog zu schreiben. Aufhänger ist diese Geschichte. Der Huberfrank will anscheinend nicht heraus mit der Sprache, was denn an den Aussagen des Bildbloggers Niggemeier falsch ist. Womöglich, weil gar nichts falsch daran ist?

Mehdorn ist eben ein Kleingeist

Als Maschinenbauingenieur, aber ewig nicht in dem Beruf tätig, besetzte Mehdorn einen Posten, der eigentlich keinen Techniker, sondern jemanden mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund benötigt haben würde. Mehdorn ist der umstrittenste Bahnchef aller Zeiten. Sämtliche Rücktrittsforderungen sind allerdings an ihm abgeperlt. Merkbefreit scheint er also überdies zu sein. Das ist nicht schlecht (aus seiner Sicht). Man kann viel freier agieren, wenn man weniger checkt. Und jetzt agiert er wieder…

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Weiterbildung ist wichtig…

… sagt die hiesige IHK und stellt just zu diesem Thema eine voluminöse Studie vor. „Rieseninfo“ rufen alle und haben Recht. Ach so, man muss sich also weiterbilden, liebe IHK? Das wussten wir ja noch gar nicht. Aber eines ist wirklich neu.

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Das Dilemma der fehlenden Eintrittsvoraussetzungen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) meldet, dass die Anmeldungen zu den nordrhein-westfälischen Hauptschulen auf einem historischen Tiefstand angelangt sind. Im Vergleich zum Vorjahr wurden zum Schuljahreswechsel 2006/2007 6,8 Prozent weniger Schüler angemeldet. Damit wechseln nur noch 15 Prozent aller Grundschulabgänger auf eine Hauptschule. An den Gymnasien wurden hingegen rund 2 Prozent mehr Kinder als im Vorjahr angemeldet. Der VBE meint: „Verständlich, die Eltern wollen halt die bestmögliche Ausbildung für ihr Kind.“ und appelliert an die Politik, diesen seit Jahren stetig wachsenden Trend zur Kenntnis zu nehmen. Soweit die Meldung…

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Zielkonflikte oder Inkompetenz oder menschliches Versagen? Oder alles zusammen! Oder was?

„Wir schreiben vor oder nach den Weihnachtsferien einen Religionstest!“ beschied die Fachlehrerin der Klasse meiner Tochter. In Kommunikation geschult, empfindet man eine solche Aussage schon einmal gern als durchaus ungenau. Eine Woche vor den Weihnachtsferien will die Lehrerin dann Nägel mit Köpfen machen: „Heute schreiben wir den Test!“ Ein Teil der Klasse rebelliert: „Wir haben eben gerade schon einen Mathetest geschrieben!“ Die Fachlehrerin gibt sich menschlich und verzichtet auf den Test.

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EU-Ratspräsidentschaft unveiled

Merkel, respektive Steinmeier (noch schlimmer) ist EU-Ratspräsident(in). Hurra, jetzt geht´s in der EU genau so nach vorne wie in Deutschland. Im Juli ist die EU runderneuert. Toll werden die Erfolge sein. Merkel ist ja als Reformmotor bekannt. Allerdings nur mit der Klappe und immer nur im Vorhinein. Am Ende hat sich nix geändert, auch in der EU nicht. Wobei in diesem Falle Merkel, respektive Steinmeier nicht die Alleinschuld trägt.

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Jedermann von Philip Roth

Ich hatte mir das Buch zu Weihnachten gekauft, weil mich die geringe Seitenzahl und die famosen Ankündigungen auf dem Umschlag irgendwie lockten. „Das ganze Leben“ würde hier „erschöpfend beschrieben“, hieß es. Dies sei einmalig in der Literatur und gegen jedes Gesetz. Außerdem beginne ich – mit jetzt 40 – auch so langsam über Vergänglichkeit nachzudenken. Und genau darum sollte es in dem gepriesenen Werk ja auch gehen.

Ich habe es durchgelesen. Geht schnell, weil wenig Seiten. Hängen bleibt nichts. Erkenntnis stiftet nichts. Mann wird alt und stirbt. Nichts besonderes, keine tieferen Sinnbilder auffindbar. Vielleicht noch etwas untypisch, dass der Titelheld sein Leben lang rumhurt. Vielleicht bin ich aber auch zu konservativ.

Ich habe jedenfalls nach der Lektüre dieses Buches keine tiefergehenden Empfindungen als Ärger über den zu hohen Kaufpreis dieses Machwerks in mir erfühlen können.

Man macht sich so seine Gedanken

Schaut man sich die Autorenliste auf Germanblogs so an, stellt man fest: Ganz schön viele! Schaut man sich dann an, wer regelmäßig publiziert, stellt man fest: Ganz schön wenige! Schaut man dann auf die Startseite und zählt mal die durchschnittlichen Artikel pro Tag, stellt man fest: Auch ganz schön wenige.

Überdies erstaunlich: Einer der angeblichen Top-Autoren, ausweislich der kleinen Liste auf der Startseite, schreibt fast nie und wenn doch, dann Dreizeiler mit einem Videolink auf YouTube. Ist übrigens der Gleiche, der auch schon auf BLogitech zum Erfolg beitrug.

Und wo ich schon einmal dabei bin. Das Weihnachts-Special bei GB ist vollends in die Buchse gegangen. Gefühlt die Hälfte der Beiträge ist von mir. Weil ich ein lieber Kerl bin! Den Autoren wurde nämlich erst per Lapidarmail am 21.12. mitgeteilt, dass jetzt das Weihnachts-Special startet und man doch bitte „einfach drauflos bloggen“ solle. Eine etwas frühere Ankündigung hätte die zeitliche Disposition des ein oder anderen Autoren doch günstig beeinflussen können, aber hauruck und schreib mal? Ist sowas in der professionellen Journaille auch üblich oder war das einfach nur hindilettiert?

Jetzt gibt es wieder ein paar Blogs mehr. Es treten an: Alzheimer, Denkmanagement, Meine kleine Kneipe und Development. Über Kybernetik und Motivation habe ich mich ja in der Vergangenheit schon hinreichend ausgelassen…

Ist da überhaupt Struktur im Konzept? Ich beginne zu zweifeln. Was soll das alles?!