Wer wechselt auf Vista? Und wann?

Seit einigen Wochen benutze ich auf einem Notebook den RC1 von Windows Vista Ultimate. Die Installation auf einem Produktivsystem habe ich bislang nicht gewagt und werde dies wohl auch in Zukunft nicht tun. Dieser Beitrag ensteht auf eben dem genannten Notebook. Allerdings unter Verwendung des Firefox 2. Der IE7 konnte mich unter Xp nicht so recht überzeugen und auch unter Vista sehe ich keinerlei Gründe, FF untreu zu werden.

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15 Gedanken zu „Wer wechselt auf Vista? Und wann?

  1. Also explizit zu Vista wechseln werde ich sicher erstmal nicht. Mein kleines Gentoo-Linux hat alles was ich zum Arbeiten im Studium brauche, bietet alle Multimediamöglichkeiten die ich gerne hätte und ist halt extrem gut konfigurierbar. Und das nicht nur vom Betriebssystem her selbst, sondern auch vom aussetzenden XServer für die graphische Oberfläche KDE.
    Obendrauf ist alles noch komplett kostenlos.
    Die Investition in eine aktuelle Windowsversion machen die Meisten ja sowieso automatisch, mit dem Kauf eines Komplett-PCs, da ich auch das aber nicht machen werde, leg ich mir irgendwann eine aktuelle Windowsversion zu. Nämlich wenn XP (vom letzten Komplett-PC vor ein paar Jahren) zu antiquiert geworden ist, sprich keine gängige Software mehr vernünftig unterstützt.

  2. Zwischendurch liebäugele ich auch immer wieder mal mit Linux und installiere diese oder jene Distribution. Am Ende seheh ich dann aber keinen Mehrwert für mich, der den Aufwand der Einarbeitung lohnen würde.

  3. „Das Universum expandiert.“
    Ich warte bis zum Stapellauf der U.S.S. Enterprise NCC-1701-E im Erdjahr 2373. Deren Computer hat die voll sympathische Stimme und ist mit allem und jedem per neronalem Interface kompatibel.
    Eine frühere Änderung meiner Konfiguration ist also total sinnlos:
    es expandiert!

  4. Reizen würde es mich schon, derzeit habe ich aber einfach keine passende Hardware und für meine Bedürfnisse (Blog, Mails, Bilder, Trainingsplanung, Web) reicht das auch erstmal gut aus.
    Beim Neukauf würde ich nur noch auf Vista gehen, auch wenn ich für mein älteres Wohnzimmernotebook (Surfstation) nur Linux im Einsatz habe.

  5. @Wilhelm: Lässt Du Dich bis dahin schockfrosten? BoFrost soll dafür ganz gute Anlagen haben. Oder sind Deine Fantasien dem overuse of mindexpanding drugs geschuldet? Kommt ja immerhin auch expanding drin vor…

    @Chris: Vista kann nix besser. Es sieht nur besser aus. Wer also Bücher nicht anhand des Umschlages beurteilt, findet keine nennenswerten Umstiegsgründe. Beim Neukauf kommt man natürlich ab dem nächsten Jahr an Vista nicht vorbei.

    Was mich allerdngs etwas bedrückt ist die fortschreitende Bevormundung der User mittels TPM, DRM und watt nich alles. Ein Vista, dass sich offen pro Rechteindustrie bekennt, würde ich nicht installieren. Das wäre für mich ein schlagender Grund, auf Linux umzusteigen. Auch wenn´s hart wäre…

  6. Linux, das steht für mich nun bald, vielleicht in der ruhigen Weihnachtszeit, auch endlich an. Als einer der wenigen überzeugten PPC Mac-User, die rein gar nichts von dem Umstieg Apples auf die Intelplatform halten, bleibt mir keine andere Wahl, denn die ganzen Universal Binary Lösungen, dh eine Applikation für PPC und Intel, sind imho, bisher richtig schön scheisse und sollen den Kunden nur zum Neukauf von Hardware nötigen.

  7. @baseface: Ich weiß nicht, ob ich es nicht schon mal erwähnte, dass ich auch mal eine ganze Zeit lang mit PPC-Macs gearbeitet habe. Als dann aber Abobe Software und QuarkXpress alternativ für den PC verfügbar wurden, sah ich keinen Sinn mehr in der Mehrgleisigkeit, zumal die übrige Software, wie Office für Mac heftig teurer als für PC war.

    Was macht Dich so beharrlich?

  8. Ich „glaube“ einfach, dass PPC die bessere Platform ist, es war für mich schon immer einleuchtend, dass die Zukunft in den RISC Prozessoren liegt, kleinerer Befehlssatz (jaja Profis werden mich für diese Ausführungen totschlagen), geringere Taktraten, daher niedrigerer Stromverbrauch und mein tiefer Glauben an die Überlegenheit. Ein Glauben, den ich scheinbar mit einigen „grossen“ Firmen zu teilen scheine, man betrachte die neuen High-End Spielkonsolen, die Nutzen sämtlich die PPC Platfor (Chipsätze), ob nun Microsoft XBoX (da war am Anfang sogar die Entwicklungsmaschine ein Apple G5), Nintendo oder die neue Playstation 3, alle nutzen RISC-PPC-Prozessoren.

    Rational war Apples Umstieg imo niemals zu rechtfertigen, da wurde von den üblichen Steve Jobs Jüngern schon der 500 $ Laptop gesehen, denn mit dem Umstieg auf Intel sollten die Macs ja vor allem billiger werden (dieses Argument führten tatsächlich selbst die überzeugtesten Maccies noch vor „Geschwindigkeitszuwachs“ an!), was wirklich passierte, der 499 Euro „Einsteiger Mac“ wurde ersteinmal gestrichen und um 100 Euro teurer gemacht, man sieht wieviel billiger Intel ist.

    Meiner Meinung nach war der Umstieg grösstenteils auf einen Egotrip von Steve Jobs zurückzuführen und Egotrips habe ich selbst genug.

  9. Intel ist billiger, nur will der gute Stevie diesen Faktor seinem Firmenkonto gutbringen….

    Was die Spielkonsolen betrifft. Meiner Info nach setzt man da eben wegen des starken Zuschnitts auf ein einziges Thema, also der erforderlichen Spezialisierung, auf RISC.

  10. Ich nehme an wir sind uns einig, wenn ich einmal ins blaue behaupte, egal welche Architektur man wählt, Internetbenutzung, Office Anwendung usw ist immer möglich, die von Dir erwähnte „Spezialisierung“, hier tue ich diese mal als Grafikkram ab (Multimediafähigkeiten), ist das Verkaufsargument für neue Hardware (die „dicksten“ Wintel PCs sind Spiele PCs).

    Ebenso leisten diese Spielkonsolen doch eigentlich alles was ein „normaler“ PC leistet, bis auf die Textverarbeitung vielleicht, nicht weil sie es nicht vermögen, sondern einfach weil es kein Office Paket für die Konsolen gibt, aber dafür würde auch ein C64 ausreichen.

    So gesehen müsste der PPC (RISC) Chip doch eigentlich immer die erste Wahl sein?

  11. So gesehen hättest Du Recht. Es sei denn, die RISCs wären wirklich teurer und deren potentielle Vorteile für die normale PC-Benutzung (außer Spielen) bedeutungslos.

    Für den Einsatz von RISC in Konsolen kann es so betrachtet eigentlich nur zwei mögliche Gründe geben:

    1. Die Prozessoren sind für den Einsatzzweck wirklich besser geeignet.
    2. Man will verhindern, dass sich die Leute auf quersubventionierten Konsolen ihr Windows XP installieren können.

    Ich trau den Burschen insbesondere 2. zu.

  12. Punkt 2 ist doch schon beinahe „Tagesgeschäft“, auch wenn ich nun keinen Link zur Hand habe, denn auf der XboX lässt sich afaik recht einfach Linux installlieren und die hochsubventionierte XboX als Workstation benutzen, was sich wohl im Officebereich und zumindest bei der XboX 1 wirklich rechnet.

    Ich trau den Burschen alles zu, sogar, dass „wir das schlechtere System bekommen“, weil es einfach lukrativer ist und vielleicht die „richtige“ Firma dahinter steht, ähnlich dem BetaMax vs VHS Dilemma.

    (Verschwörungstheorien eines überzeugten PPC Jüngers 😉 )

  13. Linus lässt sich überall installieren. Das stimmt schon.

    Aber eben nur Linux. Und dem fehlt der Massenmarkt. Liesse sich Windows auf den Konsolen installieren, würden die Konsolenhersteller Pleite gekauft.

    Die Frage der richtigen Firma ist natürlich höchst relevant. Ich erinnere mich da gern an einen Windowskonkurrenten der ersten Stunde. Das Produkt hieß, glaube ich, GeoWorks und war Spitze. Viel besser als Windows damals.

    Na ja. Heute muss man sich schon anstrengen, sich überhaupt noch an den Namen zu erinnern.

  14. Ja, die gute alte Zeit, Aldus Pagemaker und Ventura Publisher, Dbase und Turbo Pascal, ein „echter“ 386 mit 20 MHZ, die grosse weite Welt wenn man vorher nur seinen Amstrad CPC464 mit Grünmonitor und Datasette kannte…

    (Unglaublich was mir da so alles einfällt, so war zB der „Poke“ um bei Rambo 2 auf dem C64 (Reset -> SYS 64738) „unsterblich“ zu sein: Poke 6099,128 – meine Fresse, so einen Mist muss man doch vergessen um Platz für etwas neues zu machen…)

  15. Ich hatte auch einen Amstrad. Amstrad PC1640 hieß der, wurde – glaube ich – später von Schneider übernommen, die Firma. Turbo Pascal musste ich im Rahmen eine Projekts an der Schule auch mal lernen. Noch heute trauere ich dem guten TP nach. Werde mal schauen, was da jetzt wieder unter dem Turbo-Namen angeboten wird.

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