My Job Went To Foreign Countries…

and left me here alone and jobless. Dieses Phänomen ergreift mehr und mehr Branchen. Wie der von mir immer hochgeschätzte Don Alphonso heute berichtet, lagern mittlerweile sogar Verlagshäuser wie die SZ ganze Organisationseinheiten ins Ausland aus, bzw. werden nur durch öffentliche Aufmerksamkeit in letzter Minute daran gehindert. Die SZ wollte offenbar ihre Onlineredaktion nach Tschechien verlagern….

VW baut ein Werk in Russland. Natürlich nur für den russischen Markt, deutsche Arbeitsplätze sind höchstens positiv betroffen. Warten wir mal ein paar Monate. Dann wird plötzlich von Redundanzen und Synergien die Rede sein. Electrolux baut ein Werk in Polen. Wenigstens sind die ehrlich und sagen: Für den Weltmarkt.

Was die alle vergessen: Der durchschnittliche Pole, wie auch der durchschnittliche Russe oder Chinese oder Tscheche oder sonstige Ein-Euro-Jobber ist nicht in der Lage, die Produkte zu kaufen, die sie selber herstellen, jedenfalls nicht zu den Preisen, die sich die Bonzen vorstellen.

Man zielt also und muss zielen auf europäische Märkte. Gleichzeitig vernichtet man durch die Arbeitsplatzverlagerung die hiesige Kaufkraft. Am Ende reichen nicht mal die Billiglöhne in den Billigländern, um den Verkauf im Zielmarkt preislich darzustellen. Plakativ: Ohne Kohle keine Nachfrage. Lest mal bei Maslow nach, Ihr Idioten von Managern. Denn für die anspruchsvolleren Betrachtungen in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre reicht Euer Intellekt offenbar eh nicht!

9 Gedanken zu „My Job Went To Foreign Countries…

  1. Weshalb den BWLlern einen mangelhaften bis gänzlich fehlenden Intellekt unterstellen?
    „Nach mir die Sinflut“, und bis dahin ist eben Cash zu machen.
    Du bist doch echt ein echter Nestbeschmutzer. 😉

  2. Nee. Der echte BWLer hat gelernt, wie Märkte funktionieren und weiß genau, dass solches Handeln höchstens mittelfristigen Erfolg hat. Ich habe keine Ahnung, was für Vögel sich da an die Konzernspitzen hochgeschlafen haben. BWLer können es nicht sein!

  3. Auf die Gefahr hin, dass ich mich nun als Besserwisser aufspiele…

    Zitat:

    Die Betriebswirtschaftslehre wendet sich in Theorie und Politik den Betrieben zu. Sie beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Fragen der Betriebe. Dazu gehören u.a. Fragen der Logistik, der Beschaffung, der Fertigung, des Marketing, der Investition, der Finanzierung, des Personals, der Planung, der Verwaltung, des Wachstums und der Schrumpfung, der Gründung und Liquidation von Betrieben, der Globalisierung und vieles mehr.

    Die Volkswirtschaftslehre hingegen setzt sich in Theorie und Politik mit wirtschaftlichen Problemen unterschiedlich zusammengefasster Bereiche auseinander. Dazu gehören Fragen des Wachstums, der Beschäftigung, des Einkommens, der Inflation, der Konjunktur, aber auch der Ethik.

    Zitat Ende.

    (http://www.mathematik.uni-marb.....tudium.htm)

    Ich glaube Wilhelm meint die „BWLer“ und Dieter beklagt eher den Mangel an Grundwissen im Bereich der VWL, zumindest nach meiner Erfahrung, liegt der Dieter richtig, AUCH wenn er dem Grossteil der BWL-verseuchten „Möchtegernglobalplayer“ und „Baby Ron Sommer“ mangelnden Intellekt unterstellt.

    Unternehmer können aber auch anders, wen es interessiert der kann sich ja einmal über die Firma „Würth“ (Weltmarktführer im Bereich Schrauben) informieren, da „wird´s dem Angestellten vorn und hinten reingeschoben“, das Geld und die Vergünstigungen zumindest…

    Leider sind solche Unternehmer ECHTE Einzelfälle

  4. So Recht Du hast, die Manager von heute wird diese Argumentation nicht gelten lassen. In Zeiten in den nausnahmslos ach kurz- und mittelfristigen Gewinnmaximierungen gehandelt wird, kann derjenige, der diesen Trend nicht mitmacht nur schlecht überleben.
    Man darf wirklich gespannt sein, wie man in 10 Jahren die heutigen Entscheidungen beurteilen wird. Ich persönlich denke, dass man einsehen wird sich den eigenen Wohlstandsast abgesägt zu haben.

  5. @Baseface:
    Ich meinte tatsäclich diese Dummbatzen von „BWLern“, welche ich an der UNI kennen lernen durfte und welche sich dort oder aber später als Praktikant, gleich mal wie Chef aufgespielt und lediglich an ihren persönlichen Vorteil gedacht haben.
    Aussagen zur BWL selbst würde ich nur begrenzt äußern, da es nicht mein Fachgebiet ist – lediglich zu psych. Wirkungen (z.B. Legionärsmentalität) von den Entscheidungen einiger Manager (z.B. Allianz) würde ich mich äußern.
    Übrigens, selbst hier in Mannheim findet man Weltunternehmen, welche um den Standort kämpfen und dabei übertariflich zahlen sowie eine forbildliche Personalführung und -entwicklung betreiben.

  6. Baseface hat natürlich Recht mit der Aussage, dass die VWL näher am diskutierten Anliegen ist. Damit könnte sich ein BWLer dann herausreden.

    Ich habe aber nicht etwa versehentlich den BWLer beschimpft. Ich hebe nämlich nicht auf VWL, sondern auf die Grundlehren des Marketing ab und die hat nun wirklich jeder BWLer bis zum Erbrechen durchgekaut.

    Danach wächst mit der Arbeit der Wohlstand eines „Gebildes“ (Land in diesem Falle). Mit dem Wohlstand steigen die Ansprüche. Es werden immer mehr Güter und Dienstleistungen erforderlich, um den stetig steigenden Ansprüchen zu genügen usw. usw.

    Darauf basiert das gesamte wirtschaftliche Handeln. Nachfrage schaffen. Suggerieren von Produktnutzen. Willhaben-Reflexe erzeugen. Alles, was einen ankotzt basiert darauf.

    Und wenn jetzt einer (ein Manager natürlich) doof ist, sagt er sich, ich entkoppele die beiden Schienen. Ich nutze also den Wohlstand und die daraus resultierende Kaufkraft und Nachfrage und Manipulierbarkeit der satten Bevölkerung, um meine Produkte zu verkaufen. Um aber gleichzeitig meinen Gewinn zu maximieren, lasse ich die Güter (und teils ja auch bereits Dienstleistungen) nicht im Zielmarkt produzieren, sondern da wo´s viel billiger ist. Super!

    Solch Dummbatz vergisst aber zweierlei. Nämlich zum Einen, dass die Arbeit die Grundlage des Wohlstands ist. Und zum Anderen, dass sobald ich Arbeit in andere Länder transferiere, dort nach den gleichen Markt-Gesetzen der Wohlstand steigt. Was habe ich also gewonnen? Auf Dauer nichts!

  7. Noch was zu Ron Sommer: Der ist Physiker. Physiker sind übrigens etliche in den Konzernspitzen unterwegs. Keine Ahnung warum.

    Vielleicht weil die die Gesetze der Schwerkraft am besten erklären können?

  8. Das mit den Physikern ist kein Zufall. Im Durchschnitt sind diese (meist) Jungs nicht nur deutlich schlauer als der Standard-BWL-Fuzzy, sondern auch um einiges zielstrebiger und konzentrierter. Die gehen häufig um einiges sachlicher an Problemstellungen ran, analysieren diese und haben damit eher Erfolg als ein Tausendsasse-Manager.

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