„Überbordende Bürokratie“

Klar, ein Schreckgespenst! Wer will das schon? Wie das schon klingt! Überbordende Bürokratie! Wieder so ein Totschlag-Argument. Wenn wir ein generelles Rauchverbot in Gaststätten durchsetzen, dann führt das zu überbordender Bürokratie. Sagen die Unionspolitiker. Sind die sich eigentlich mittlerweile für nichts mehr zu blöd?

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4 Gedanken zu „„Überbordende Bürokratie“

  1. Naja, zur Bürokratie:

    SPD-Vorschlag: Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen incl. Gastronomie

    Union: Rauchverbot in Schulen, Ämtern, keins in kleinen Lokalen, keins in großen Lokalen es sei denn es ist ein Restaurant, dann reicht die Aufstellung von Schildchen, oder, per Definition Lüftungsanlagen oder NR-Zonen, ausgenommen grundsätzlich Bars, Kneipen, Diskotheken

    Der Unionsvorschlag wäre damit das durchregulierteste Monsterbürokratiegesetz aller Nichtraucherschutzgesetze in der EU!

    Am SPD-Vorschlag ist nämlich nix bürokratisches: Das Gesetz gilt für alle, ist verständlich, braucht keine Definiton von Speisen oder qm-Räumen oder Zonen und ist in allen anderen Ländern sehr erfolgreich.

  2. @Martin: Ganz meine Meinung! Dazu kommt noch, dass zwei Drittel der Bevölkerung sich das gesetzliche Rauchverbot wünschen und es bereits eine entsprechende überparteiliche Initiative gibt, der sich allerdings SPD und Union nicht anschließen wollen…

  3. @Martin: Am Unionsvorschlag finde ich amüsant, wie man denn das „Restaurant“ definieren möchte.
    Wahrscheinlich gibt es dann „Restaurants“ sowie „Kneipen“. In letzteren schmeckt das Essen ohnehin nicht, weswegen es geräuchert werden darf. Auch zur Haltbarmachung von Fleisch bzw. Unkenntlichmachung von Gammelfleisch ist das Räuchern bekanntlich geeignet, weshalb dort Rauchen sogar eher erwünscht ist.

    Was ich gänzlich vermisse in dieser Sache, ist das Engagement der Köche gegen das Rauchen! Schließlich müßten sich gerade die besseren unter ihnen von Rauchern gar persönlich angegriffen und in Ihrer Künstlerehre mißachtet fühlen, wenn der zarte Wohlduft ihrer mit Herzblut und fremdländischen Ölen kreierten verzehrbaren Tellerkunstwerke vom schnöden Tabakqualm, und sei es auch das Abgas einer teuren Cohiba, überdeckt wird.
    Ich warte auf die BILD-Überschrift: GERAUCHT – VON KOCH ZERSTÜCKELT!
    Aber von der Seite ist mir keine Stellungnahme bekannt.

    Selbst in Irland und Italien ist die absolut bürokratiefreie Regel „No Smoke“ inzwischen akzeptiert und dürfte allen Skeptikern den Wind aus den Segeln nehmen. In Italien hat sich sogar eine völlig neuartige „VorDerKneipeStehUndRauchUndSchwätz“-Kultur entwickelt.

  4. @Alfredl: Interessanter Aspekt, der mit den Köchen. Dasselbe habe ich mich auch im Zusammenhang mit dem Gammelfleischskandal gefragt. Wo waren die Köche? Kann mir doch keiner erzählen, dass so ein richtiger Koch nicht merkt, wenn ihm einer vergammelte Haxen andreht. Es sei denn, es würde in der Küche so heftig geraucht, dass man …

    Wer erklärt denn nun der Union, welcher Vorschlag der bürokratischere ist? Freiwillige vor!

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