Das vierte Geheimnis

Ich muss ja gestehen, dass mich der Kybernetikblog auf Germanblogs schon ziemlich verdutzt hat. Ich schrieb es auch bereits. Nun habe ich mir die Mühe (und es war wirklich eine Mühe für mich, im psychologisch verstandenen Sinne. Selbstüberwindung und so..) gemacht und den Machern dieses Blogs nachgespürt. Genannt werden als Autoren durchaus mehrere, aber geschrieben hat bisher nur Andreas Mertens, der mit dem ebenfalls genannten Sedat Duman die 4th Arcanum GbR besitzt. 4th Arcanum bedeutet soviel wie das „4te Geheimnis“ und präsentiert sich natürlich auch im Web.

Entfalte Deine Möglichkeiten (?!)Das nebenstehende Foto ist Teil der Startseite des vierten Geheimnisses und veranlasste mich zunächst, das vierte Geheimnis für eine Folge von „Alarm für Cobra 11“ zu halten, in der Ermittlungen im Businessbereich notwendig würden. Dann allerdings kamen mir Zweifel, ob es sich bei dem rechts abgebildeten Herrn tatsächlich um Rene Steinke handelt. Der Steinke hat doch mehr Haare und so. Nach ein paar Recherchen dann die Gewissheit: Steinke ist es nicht und Atalay ist es auch nicht. Es sind Mertens und Duman. Und das sind auch keine Schauspieler, sondern seriöse Berater. Das erkennt man schon am Slogan auf der Startseite:

4th Arcanum steht für konsequent angewandte Kybernetik. Erfahren Sie von uns, wie mit Komplexität umgegangen werden kann.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich in komplexen Zusammenhängen ökonomischer bewegen, Ihren persönlichen Wirkungsraum und den Ihres Unternehmens deutlich erweitern können. Erfahren Sie, wie ohne Problemanalyse, Lösungen und Chancen gefunden werden. Sie werden von der Virtuosität, die sich für Sie und Ihr Unternehmen aus der konsequent angewandten Kybernetik ergibt, fasziniert sein.

Hoppla!? Da studiere ich jahrelang Betriebswirtschaftslehre und lerne alles über Problemanalyse und darauf aufbauenden Lösungsszenarien und dann die kybernetische Erkenntniskeule. Alles unnütz! Mertens und Duman können das ohne Problemanalyse! Komisch irgendwie. Lehrt nicht die Logik, dass zur Lösung eines Problems erstmal das Problem bekannt sein muss?? Ach was! Schnee von gestern. Tradierte Denke. Fallen lassen! Die Kybernetik wird´s schon richten.

Auch die restlichen Aussagen auf der Website: Mysteriös! Aber eins muss man Mertens und Duman lassen. Lese ich die paar Sätze auf der Startseite, stelle ich fest, dass hier Geheimnisvolles gesagt wird. Welches der Geheimnisse jetzt das Vierte ist, bleibt wohl ein Geheimnis…

5 Gedanken zu „Das vierte Geheimnis

  1. Wieso haben wir beide immer nur die gleichen Probleme?
    Du mit der BWL und ich mit der Psychologie.*
    Wahrscheinlich sind wir selbst schuld, weil wir eben dies (Problem) stets analysieren.

    *=nicht mit den Fächern selbst sondern, hach, Du weist das auch ohne „Analyse“.

    Das Problem sind aber nicht solche fesche Typen sondern Menschen, welche gerne an jene Dinge glauben, die „abgefahren“ sind.
    Ich wandere aus, auf den Vulkan. Dort sind die Leute analytisch, leben lang und in Frieden.

  2. Genau das dachte ich auch gestern. Das Problem sind die Menschen, die auf so abgefahrene Themen stehen. Der Gedanke kam mir beim Lesen der paar Kommentare auf dem Kybernetikblog. Da ist man offenbar irgendwie hip, wenn man sein Geschwurbel ebenfalls mit absondert.

    So´n bisschen wie bei Rudolf Steiner: Du verstehst das nicht? Dann bist Du noch nicht so weit!

  3. …also wie kann denn hier so ein dahergelaufener Aufmerksamkeits-defizitärer Hyperaktivitäts-Syndrom’ler, der kaum die eigene Zapping-Mentalität soweit im Griff hat, dass er sich die Zeit nimmt, wenigstens der 1. Unterlinkebene der 4th Arcanum Homepage zu folgen (komplexer und überladener ist diese Internetpräsenz insgesamt wohl auch kaum), sich dann so sehr wiederum die Zeit nehmen, seine hibbelig-zappeligen Geistes-Ergüsse in diesen Blog hineinzuejakulieren, und dabei auch noch digitalen Beifall ernten?

    Unter dem Stichwort „Kybernetische Kalibrierung“ ist eine Abb., welche den Prozess abbildet, und gleich nach „Einstieg in die Analyse“, ist hier „Bestimmung des Umfelds“ zu lesen.

    Ich bin kein Kybernetiker, aber als Maschinenbau-Dipl.-Ing. habe ich, neben der Theorie des Studiums, zwei wesentliche Weisheiten im Leben gelernt… 1.: „Alles, was schief gehen kann, geht auch schief“ (unter Technikern und Praktikern gemeinhin auch als Murphy’s Gesetz bekannt)und 2.: „Wer lesen kann ist klar im Vorteil; Wer dabei aber noch denkt, der ist fast unschlagbar!“

    Nun- selber denken! Was kann das bedeuten- ein scheinbarer Widerspruch zu „ohne Problemanalyse“?

    Wohl kaum. Gemeint ist hier, dass man bei einer Analyse von- um mal ein ganz praktisches Beispiel zu nehmen: z. B. Lager- und Materialflüssen in einem herstellenden Betrieb, sich bei benötigten Problemanalysen nicht im Mikroskopischen verlieren soll. Ein Ersatzmodell muss hier nicht das kleinste Schräubchen abbilden, um allgemeine Schwachstellen aufzudecken/sichtbar zu machen.

    Sedat Duman kenne ich persönlich schon seit fast 25 Jahren, also somit seit meiner Kindheit. Er hat schon PC-Anwendungen für div. Atari/Commodore-Plattformen geschrieben, da war unsereins noch „Spiele-Zocker-und-Konsolen-Rocker“. Und als ich mich für C++/Java zu interessieren begann, programmierten Leute wie er schon für größere Titel. Nicht Jeder, der einen Anzug trägt, der hunderte Euro teurer zu sein scheint, als der, den man im eigenen Schrank hängen hat, definiert sich über seine Kleidung, sondern hat vielleicht „viel mehr auf dem Kasten“?

    Vielleicht solltest Du einen weiteren Blog öffnen – mein Titel-Vorschlag: „Anzug-Zwang in manchen Branchen der Geschäftswelt zur Unterstreichung der Seriosität.“

    Ein super Sommerloch-Kracher. Bild lässt grüssen.

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