Privatisierung klingt immer gut

Müssen wer machen, rufen alle. Egal, um was es geht. Hauptsache privat. Ist besser. Effizienter, kostengünstiger. Ich kann den Mist bald nicht mehr hören. Das Wort Privatisierung ist für mich der ewige Sieger im Buzzword-Bullshit-Bingo.

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Googles Officepaket (?)

Mit großem Erstaunen las ich heute die diversen Meldungen darüber, dass Google nunmehr Microsoft Konkurrenz mache, indem es ein Bürosoftwarepaket über das Internet anbiete. Wie nahezu immer natürlich kostenlos. Der FOCUS benutzte gar die Bezeichnung „Office-Anwendungen“, was ja eine besonders klare Positionierung zu Microsoft erkennen lassen würde. Nur, stimmt das auch?

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Fernsehen betäubt

Behauptet der Voksmund schon seit Jahrzehnten. Der Spruch gehört irgendwo in die Top 100 der Binsenweisheiten. Und in Italien, da kann man ihn jetzt sogar beweisen.

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Schily con Carne

Meiner Meinung nach gibt es kaum einen Politiker mit derart flexiblen Wertvorstellungen wie Otto Schily. Vom Terroristenanwalt zum Innenminister und weiter zum IT-Unternehmer. Und irgendwie hängt das alles zusammen…

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Connexion by Boeing gets disconnected

An sich sollte es mich ja nicht überraschen, dass wieder ein Global Player eine Idee zu früh zu Grabe trägt. Die von Boeing seit sechs Jahren unter dem Namen Connexion entwickelte Internetzugangstechnologie für Flugzeuge und Schiffe wird eingestampft. Sie habe sich nicht durchsetzen können und vor allem habe sie nie Gewinne eingefahren.

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Was erlauben RWE?

Wäre Trappatoni heute als Verbraucherschützer im Energiesektor tätig, er würde sicherlich weitere Zitate seiner legendären Rede im Abgang als Bayerntrainer verwenden. Zum Beispiel würde er sicher sagen, dass die politischen Kontrollorgane, die etwaige Erhöhungen genehmigen müssen, schwach sind wie Flasche leer!

Heute kündigten nach den Energieriesen auch hunderte von Stadtwerken an, ihre Preise um mindestens 6 Prozent im nächsten Jahr erhöhen zu wollen. Die erhöhten Beschaffungskosten seien der Knackpunkt. Es geht halt nicht anders.

Einige Sätze zuvor wurden aber unanständig hohe Gewinne berichtet, die bei Stadtwerken nun dem Kommunalsäckel zugute kommen und von daher moralisch von guten Lokalredakteuren nicht so gern angegriffen werden. Ich sehe da keinen nennenswerten Unterschied, aber mich fragt ja keiner. Wie im Übrigen Sie ja auch keiner fragt!

Eine Regulierung muss her, mag man rufen. Strompreissteigerungen um runde 25 Prozent in den letzten paar Jahren sind inakzeptabel. Wofür haben wir den Strommarkt denn liberalisiert, wenn jetzt die Kartelle umso fröhlichere Urständ feiern können?

Man muss allerdings nüchtern sehen, dass in Deutschland 80 % des Strommarktes durch die vier, untereinander recht kooperativen Riesen RWE, E.On, EnBW und Vattenfall dominiert wird. Diese vier Unternehmen betreiben überdies sämtliche (!) Hochspannungsnetze. In irgendeiner Form ist also jeder andere Stromanbieter in Deutschland vom Wohl und Wehe der Riesen abhängig.

Von dieser Position aus operiert nun die Bundesnetzagentur. Diese soll für unbehinderten Wettbewerb sorgen und hat dies im Bereich der Telekommunikation ja auch anerkanntermaßen geschafft. Sie selbst schreibt sich auch die erfolgreiche Liberalisierung des Bereiches Post auf die Fahne. Da darf man allerdings auch anderer Auffassung sein.

Welche Erfolge sind realistischerweise in einem aufgeteilten Markt mit hohen Eintrittsbarrieren (finanzieller Art) zu erwarten? Im Grunde sind die Netznutzungsgebühren der einzige Aufhänger. Je günstiger ein Wettbewerber durchleiten kann, desto eher kann er preislich überzeugen. Immerhin machen die Netznutzungsgebühren bislang rund 44 % des gesamten Strompreises aus. Und das diese Gebühren mitnichten dazu genutzt werden, die Netze in Schuss zu halten, hat das Winterdesaster 2006, in dem mehrere hunderttausend Haushalte tagelang ohne Strom waren, eindrücklich gezeigt.

Die Netznutzungsgebühr ist also eine Luftnummer, nahezu vollkommen disponibel. Dabei aber von einer hohen Preisrelevanz. Insofern ist es gut, dass die Netzagentur nun für die Genehmigung der Höhe eben dieses Postens zuständig ist. In Sachen Vattenfall hat die Netzagentur denn auch eine Senkung um 18 % angeordnet. Andere Anträge müssen noch beschieden werden.

Radikalere Regulierer regen an, das Eigentum an Stromerzeugungsanlagen (Kraftwerken) zu diversifizieren, mithin also die Monopole zu zerschlagen. So hält es beispielsweise Spanien. Eine solche Politik wäre meiner Meinung nach noch deutlich effektiver als die reine Regulierung der Netzentgelte. Es würde ein Wettbewerb direkt bei der Erzeugung und nicht erst beim Transport der Energie entstehen können. Enteignungen allerdings sind in Deutschland politisch schwer durchsetzbar.

Werden die Preise nun steigen oder sinken? Ich fürchte, sie werden steigen. Denn, um nochmal Trappatoni zu bemühen, „wir haben gesehen viele Male solche Spiel“.

Ich habe fertig!

Gesetzliches Rauchverbot?

Die Dame in diesem Clip zeigt uns, dass wohlverstandene Toleranz zwischen Nichtrauchern und Rauchern ein viel größeres Erfolgspotenzial hat als sture Verbote.

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Googles Blogger 2.0 Beta ist da!

Blogspot hat zwar eine breite Anwenderbasis, hinkt jedoch bei den Funktionen und dem Bedienkomfort bislang hinter anderen Plattformen fußlahm hinterher. Nun startet Google die Beta eines neuen, besseren Service. Ist der wirklich besser? Ich habe mich registriert…

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Der Windows Live Writer ist da!

Microsoft hat wieder mal ein Softwarehaus gekauft. Diesmal traf die geballte Kapitalmacht das kleine Softwarehaus OnFolio. Dort hatte man in den letzten zwei Jahren ein Konkurrenzprodukt zu Microsofts OneNote entwickelt. OnFolio kann als RSS-Reader benutzt werden, sollte aber eigentlich ein Offline-Recherchetool für das Web sein. Jetzt wurde ein Blog-Authoring-Tool daraus gebastelt.

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Patienten bestellen wireless

Die Franzosen testen gerade einen drahtlosen Bestellservice per Windows-PDA für die sozusagen embedded patients. Anstelle des bislang üblichen Zettels, auf dem Patienten das am wenigsten fiese der drei angebotenen Menüs ankreuzen konnten, geht das jetzt auch mittels Hightech.

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Der tragbare Aktenvernichter

braucht nicht einmal Strom. Er begnügt sich mit einer beherzt zufassenden Hand und ist ideal geeignet, um unterwegs schnell mal eine verräterische Hotelquittung zu beseitigen.

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Quo vadis Integration?

Übereinstimmend wird in den Medien berichtet, dass auch die vorgestern festgenommenen, mutmaßlichen Terroristen wieder in Großbritannien geborene und aufgewachsene Muslime sind. Dies war bekanntlich bereits bei den Tätern der U-Bahn-Anschläge im letzten Jahr der Fall. Was bedeutet das für die Integrationsdebatte?

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Was ist der Kindergarten?

Und was soll er sein? Heute fordert die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) eine Kindergartenpflicht für alle Kinder ab dem dritten Lebensjahr. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hatte eine ähnliche Forderung schon vor einiger Zeit in ihren „15 wirtschaftspolitischen Positionen der IHKs“. Liegt da ein Missverständnis vor?

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DocMorris ist eine Bedrohung

Das stimmt. Jedenfalls für einen Teil der heutigen Apothekerschaft. Für all diejenigen, von denen immer einer alle drei Straßen weiter ein Apothekchen eröffnet und den Kunden bei jedem zweiten Medikament sagt: „Das muss ich bestellen. Ist morgen mittag da!“ Für all diejenigen, die gemächlich durch ihr durchgestyltes oder gern auch mal absichtlich Retrodesigntes Lädchen schlurfen, ganz in sich ruhend ob des Wissens, dass sie zu den letzten Privilegierten in Deutschland gehören.

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Ein Patent zum Verschlechtern (!)

Ja, genau: Verschlechtern. Ein Patent für eine Technik zum Verschlechtern der Sprachqualität bei Telefonaten über das Internet (sog. Voice Over IP) hat jetzt das deutsche Unternehmen Infineon angemeldet. Die Technologie erkennt (laienhaft gesprochen) die Datenpakete, die Sprache enthalten und hält diese absichtlich zurück, während normale Datenpakete, wie etwa Emails ungehindert passieren können.

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Jakob von Metzler ist tot

Ob der Elfjährige durch den mutmaßlich pädophilen Mörder Magnus Gäfgen erstickt wurde oder ob Gäfgen ihn in den Langener Waldsee geworfen hat, wo er dann ertrank, ließ sich nicht zweifelsfrei klären. Leider ist der Fall weniger als eines der abscheulichsten Verbrechen der letzten Jahre im Gedächtnis geblieben, sondern vielmehr deshalb, weil der damalige Frankfurter Polizei(vize)chef Daschner Gäfgen Folter androhte, sollte er den Aufenthaltsort des Jungen nicht verraten.

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Unsichtbarer returns…

Nee, nee. Das dachte ich nur, als ich in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ein nahezu halbseitiges Bild unseres Ministers für Wirtschaft und Technologie, dem 007-Richard-Kiel-LookAlike Michael Glos erblickte. Drüber war noch getitelt: Wir packen´s an. Buchstabenhöhe ungefähr 5 Zentimeter.

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Was macht eigentlich Freddy Merz ?

Fast zwei Jahre ist es her, dass einer der unermüdlichsten Talkshowritter, den die CDU je hervorgebracht hat, all seine Ämter hinwarf. Seitdem ist er zwar immer noch Abgeordneter, aber politisch kaum noch sichtbar. Was macht der denn eigentlich jetzt so?

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Pofalla IV hat keine Mehrheit

Ronald Pofalla von der CDU meinte, auch er habe in Zeiten des Sommerlochs eine gewisse Aufmerksamkeit verdient und wenn nicht jetzt, wann dann? So ging er hin und erklärte, man müsse gutverdienende Kinder von sozial schwachen Eltern zum Unterhalt für eben diese Eltern vorrangig vor ALG II heranziehen. History repeating?

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Der hässliche Typ mit dem Kassengestell…

… hat jedenfalls eine ganze Menge Anhänger. In Deutschland wird deren Zahl auf 900 geschätzt, wobei allein bei der letzten Demo 3.500 davon anwesend waren. Ein mathematisches Rätsel. Aber sei´s drum. Gern zeigt man dann Bilder von ihm rum. Manchmal schreibt auch einer drauf: „Wir sind stolz auf Dich!“

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