Guten Tag, ..

.. lieber Don Alphonso. Seitdem ich gestern abend meine Meinung in Ihrem Blog kund getan habe und dafür – wie immer eigentlich – verbal gelyncht wurde, ohne dass es einen nachvollziehbaren Grund dafür gab und gibt, spülen mir meine eigenen Kommentare Besucher zu.

Da ich davon ausgehen muss, dass die so akquirierten Besucher bestenfalls einen Teil dessen kennen, was als meine Meinung betrachtet werden kann, will ich hier noch einmal kurz den Kernpunkt meiner Auffassung darstellen.

Ich kritisiere an Ihnen und Ihrem Gefolge (Sie würden formulieren: Geschmeiss), für welches Sie natürlich zugegebenermaßen nichts können, nicht etwa die Themenauswahl. In der Regel stimme ich dem inhaltlichen Kern der Aussagen in Ihren Blogbeiträgen sogar zu. Was mich jedesmal auf die Palme treibt, ist jedoch der Umgangston, mit dem Sie Ihre Beiträge verfassen.

Sagen kann jeder was er will. Dafür leben wir demokratisch. Da habe ich keine Probleme mit. Allerdings sollte dabei die Form gewahrt bleiben. Es ist zudem nicht sachdienlich, Leute als Schleim oder Dreckspinscher, als stinkende Kanalratten oder öffentliche Löcher, die sich von jedem rektal nehmen lassen zu bezeichnen. Was soll denn da für ein Ergebnis bei rauskommen?

Schönen Tag noch.
Dieter Petereit

(der sich nicht hinter Pseudonymen wie logog, gibsmir, lol, FoolDc oder weiß der Teufel wie versteckt und dafür eben besonders direkt angegriffen werden kann)

5 Gedanken zu „Guten Tag, ..

  1. Mit der Blogosphere verhält es sich wie auf dem Fischmarkt bzw. im Comedy-TV:
    die derbsten Sprüche, die gewagtesten Statements und die provokantesten Meinungen machen Quote – was gewiß auch von einer bestimmten Leserschaft bzw. Gruppe von Internetusern abhängig sein dürfte.
    Das ist, nach über einem Jahr bloggen, mein trauriges Resümee.

  2. Ich kann das nicht akzeptieren! Ich komme mr jedesmal vor wie in einem Paralleluniversum.

    Da beschimpfen welche andere auf´s Allerübelste, wirklich auf´s Allerübelste. Prangert man das an, wird man in diese Nummer reingezogen, indem versucht wird, erstmal alles persönliche dieses Kollaborateurs ans Licht zu holen.

    Mittlerweile ist mein OpenBC-Profil ja schon mehrmals komplett durchdiskutiert worden. Nette Zeitgenossen haben in Kommentaren auch die Infos ausgebreitet, die man eigentlich nur als registrierter OpenBC-Nutzer bekommt. Stört mich nicht wesentlich, weil da nichts geheimes dran ist.

    Komisch aber ist, dass diejenigen, die dieses Verhalten an den Tag legen in der Regel völlig anonym bleiben. Die nennen sich logog, noergler und so weiter und halten sich offenbar für die intellektuelle Elite des Internet, jedenfalls geht ihnen die Fähigkeit zur Selbstreflexion komplett ab.

    Den guten Don kann man da noch am ehesten akzeptieren, denn der steht wenigstens als Person und nicht bloß als schlechter Nick zu seinen Äußerungen, auch wenn diese stets hinreichend oberflächlich bleiben.

    Der Vergleich mit dem Comedy-TV ist prinzipiell gut, bloß ist das Comedy-TV zumindest bisweilen noch unterhaltsam dabei. Bei Don Meyer geht´s eher zu wie in einer Massenschlägerei.

  3. Du weißt, daß Du bei mir offene Türen einrennst(?).
    Nicht umsonst habe ich derzeit links oben im Logo unseren Walther mit einem Pümpel abgebildet – mein stiller Protest.
    Vor einiger Zeit sprach ich mich, scherzhafterweise(!) für ein Blogger-Diplom aus – ich erinnerte mich dabei an die Hürden, welche man überwinden muß, wenn man Amateurfunk betreiben möchte.
    Aber auch das Vertreuen bzw. Fälschen von Informationen über eine Person kreide ich an (s.o. OpenBC) – für mich ein deutlicher Mißbrauch.
    Vor einiger Zeit las ich im Impressum eines Blogs, welches auf dem Server eines Blogbetreibers liegt (und somit dessen Autor nicht so schnell und einfach identifizierbar ist), daß der Schreiber sein Recht auf Anonymität in Anspruch nehme (was okay ist) und sich zugleich das Recht nehme, über andere, auch private Personen zu schreiben (was im Bezug auf die eigene Anonymität nicht okay ist).
    Es sind komische Sitten in Klein-Bloggersdorf. Selbst wenn die A-Blogger nicht anonym sind, so setzten doch gerade sie die Leitmaßstäbe und sollten sich ihrer Verantwortung bewußt sein. Aber sie heizen, meiner Meinung nach, die Stimmung und den allgemeinen Umgangston an – ein Umgangston, der Quote macht.

  4. Es spricht nicht eben für den Geisteszustand weiter Teile der Internetuser, wenn derartiger Umgang Quote macht. Aber es ist unbestreitbar so.

    Ich habe gestern auch im Keller nach einem Pümpel gesucht. Für alle Fälle!

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